1STVIEW.ACC		    29.04.1992		      Digital Design
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			  Inhaltsbersicht
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1.	Einfhrung
2.	Bedienung
3.	Dateiformate
	3.1.	Textdateien (ASCII, 1st WORD, .OUT)
	3.2.	Resourcedateien (.RSC)
	3.3.	Rasterbilddateien (.IMG, XIMG, .IFF)
	3.4.	Metadateien (.GEM)
	3.5.	Soundsampledateien (.SAM, .SND)
	3.6.	Dump-Modus
4.	Kommunikation
	4.1	1st View und GEMINI
	4.2	1st View und CALCLOCK
	4.3	1st View und das GEM-Clipboard
	4.4	1st View und andere Applikationen
5.	Gerteausgabe
6.	Rebuild-Funktion
7.	Konfiguration
8.	Grenzen
9.	Neu in Version
10.	Referenz

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1.	Einfhrung
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Haben  Sie  sich  schon  immer ber die spartanische Anzeige-Funktion
des Desktop gergert?

Dann   wird   Ihnen   dieses  Accessory  gerade  recht	kommen.  Nach
Einbindung  in das System knnen Sie getrost auf die anachronistische
Anzeige-Funktion  des  Desktop	verzichten. Der Multi-Window-View mit
perfekter  GEM-Einbindung  schafft  den  ntigen  Durchblick fr Ihre
Arbeit.

Die   untersttzten  Dateiformate  sind  nicht	willkrlich  gewhlt,
sondern   es   handelt	 sich  hierbei	um  die  systembergreifenden
Standard-GEM-Formate.  1st  View  wurde  portabel  in Purbo C fr den
Atari  ST(E)/TT  und  fr  IBM-Kompatible  geschrieben	und sollte in
jeder Auflsung und mit jeder Grafikkarte arbeiten.


2.	Bedienung
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Wenn  Sie  eine  Datei	betrachten  wollen,  so whlen Sie einfach im
Desk-Men  den	Punkt  "1st View" an. Eine Datei-Auswahl-Box erwartet
nun  die  Wahl	der  zu betrachtenden Datei. Diese wird dann in einem
typischen  GEM-Fenster dargestellt, welches Sie wie gewohnt mit Hilfe
der  Maus  bearbeiten  knnen.	Das heit, Sie knnen es beliebig auf
Ihrem  Desktop	(bzw.  in der Applikation) positionieren, zoomen usw.
und  beliebig scrollen. Alternativ zur Maussteuerung steht eine Reihe
von  Tastenkombinationen  zur  Verfgung,  welche  Ihnen  die  Arbeit
erleichtern   knnen.	Auerdem   gibt  es  eine  "Echtzeit-Scroll"-
Funktion:   Wenn   Sie	 bei  gedrckter  rechter  Maustaste  in  den
Sliderbereich  klicken,  knnen  Sie  bis zum Loslassen bzw. erneuten
Klick  der  linken Maustaste durch bloe Mausbewegung durch die Datei
"browsen".

Das   Programm	 kann	beliebig   viele   View-Fenster  gleichzeitig
verwalten,  allerdings	beschrnkt  der  Window-Manager  des  GEM  in
gegenwrtigen  Versionen  die  Gesamtzahl  der	Fenster  auf  7.  Sie
erhalten   eine   entsprechende  Meldung,  falls  kein	Fenster  mehr
geffnet werden kann.

Es folgt eine bersicht der mglichen Tastaturkommandos:

Control-O	ffnen eines neuen View-Fensters. Entspricht
		Anwahl des Punktes "1st View" im Desk-Men.

Control-D	berladen des obersten View-Fensters mit neuer
		Datei.

Control-U	Schlieen des obersten View-Fensters.
		Entspricht Anklicken des Schliefeldes im
		View-Fenster mit der Maus.

Control-F	Zoomen des obersten View-Fensters. Entspricht
		Anklicken des Full-Knopfes im View-Fenster
		mit der Maus.

Control-W	"Cycle Windows", d. h. zyklisch nacheinander
		Aktivierung aller View-Fenster mglich.

Control-Q	Schliet alle View-Fenster.

(Shift-)	(Seitenweises)
Cursortasten	Scrollen.

(Shift-)	Zum (unteren)
ClrHome 	oberen Rand.

(Shift-)	Zum (rechten)
Insert		linken Rand.

Control-A	ffnet den Konfigurations-Dialog und zeigt das
		aktuelle Versionsdatum von 1STVIEW. Dies kann
		auch durch Gedrckthalten der rechten Maustaste
		beim Aktivieren ber das Desk-Men erreicht
		werden.

Control-C	Kopiert die aktuelle Datei ins GEM-Clipboard.

Control-P	Gibt die aktuelle Datei auf ein Gert (Drucker)
		aus oder sendet einen entsprechenden Auftrag an
		den System-Spooler (CALCLOCK.ACC).

Sonder-Funktionen bei Aktivierung:

Shift-Alternate 	Alternative Dateiausgabe Fenster/Gert.

Control-Alternate	Datei im Dump-Modus laden.

Rechts-Shift bei IMGs	Farbpalette in Reihenfolge der
			VDI-Indizes laden/speichern

Je nach Dateiformat werden zustzlich folgende Tasten ausgewertet:

	Text
	""""

Control-N	Einstellen Normalschrift (10 Punkt).

Control-M	Einstellen Mittelschrift (9 Punkt).

Control-K	Einstellen Kleinschrift (8 Punkt).

Control-E	Font ber VA-Protokoll einstellen.

Control-X	OUT- bzw. DMP-Datei schreiben.

	Resource
	""""""""

Control-Cursor	Vorhergehenden/Nachfolgenden
-Links/Rechts	Objektbaum darstellen.

Control-K	Konvertieren M68k <-> Ix86.

	Image
	"""""

Control-S	Einstellen Standard-Farbpalette.

Control-E	Einstellen Original-Farbpalette
		(nur XIMG bzw. CMAP).

Control-K	Wechsel zwischen geditherter und
		transparenter Darstellung.

Control-X	Sichern XIMG bzw. CMAP.

	Meta
	""""

Control-S	Einstellen Original-Mastab.

Control-E	Einpassen Mastab in Fenster.

Control-Cursor	Zur ersten/nchsten
-Links/Rechts	Seite.

	Soundsample
	"""""""""""

Control-S	Einstellen Original-Mastab.

Control-E	Einpassen in Fenster.

Control-Cursor	Nchstniedere/Nchsthhere
-Links/Rechts	Frequenz einstellen.

Control-N	Interruptsound aktivieren

Control-M	DMA-Sound aktivieren

Control-T	Sound stoppen


Wenn  Sie  mit	der Maus einmal auf das oberste View-Fenster klicken,
erscheint  ein	Popup-Men, mit dem Sie je nach Dateiart verschiedene
Parameter  einstellen  oder  Konvertierungen  vornehmen  knnen.  Die
Bedienung  kann  wahlweise  auf  GEM-Art  (einmal  kurz  drcken  und
loslassen,   auswhlen	 und   danach  noch  mal  drcken)  oder  auf
Macintosh-Art	(Maustaste   gedrckt	halten,  auswhlen  und  dann
loslassen) erfolgen.

brigens,   wenn   Sie	den  Popup-Men-Einfachklick  bei  gedrckter
rechter  Maustaste  ausfhren,	knnen	Sie  die entsprechende Aktion
auch  in  einem View-Fenster auslsen, das nicht oben liegt (ohne da
dieses,  wie  es  sonst  der  Fall wre, nach oben kommt). Wuten Sie
schon,	da  eine  analoge  Mglichkeit  auch im normalen Desktop mit
seinen	 Verzeichnisfenstern  besteht  (Markieren,  ffnen,  Kopieren
usw.)?	Dies  ist in den gewhnlichen Handbchern nicht dokumentiert,
kann aber manchmal recht ntzlich sein.


3.	Dateiformate
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Wie   schon  erwhnt,  werden  smtliche  Standard-GEM-Formate	sowie
natrlich  das	ASCII-Textformat  untersttzt  und  knnen  jederzeit
geladen  werden.  Die  Erkennung  eines  Formates  erfolgt anhand der
Extension im Dateinamen:

    .RSC      GEM-Resource-Dateien
    .IMG      GEM-Image-Dateien (Rastergrafiken)
    .IFF      Interchange File Format (ILBM - Interleaved Bitmaps)
    .GEM      GEM-Metadateien (Objektgrafiken)
    .SAM,.SND 8-Bit-Soundsampledateien
    sonst     ASCII-Textdateien,
	      1st Word Plus Dateien (.DOC) oder
	      Ausgabe-Dateien mit Schriftattributen (.OUT)

Wenn  Sie  etwa  eine  Textdatei in eine Datei mit der Extension .IMG
umbenennen,  knnten  Sie  sehen,  wie sich Ihr Text als Rastergrafik
prsentiert.  Ich  rate  Ihnen	jedoch von derlei Experimenten ab, da
Sie sonst mglicherweise unliebsame berraschungen erleben knnten.


3.1.	Textdateien (ASCII, 1st Word, .OUT)
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Zunchst  werden  selbstverstndlich  normale  ASCII-Dateien geladen,
die Sie mit einem beliebigen Texteditor erzeugt haben.

Die   anzuzeigende   Textdatei	 darf	Tabulator-Zeichen   enthalten
(ASCII-Code  09),  die standardmig ausgewertet werden (d.h. mit der
Weite	8).  Sonstige  Steuercodes  (ASCII  kleiner  als  32,  z.  B.
Zeilentrenner  13,  10), werden zum Teil gefiltert, Zeichencodes ber
127 werden entsprechend Zeichensatz angezeigt.

Bei  1st  Word	Texten werden die wichtigsten Steuerzeichen gefiltert
(Soft-	   und	   Wide-Spaces,     Phantom-Bindestriche,    variable
Seitenumbrche)  bzw. ausgewertet (Textattribute fett, unterstrichen,
kursiv	und hell). Funoten sowie eingebundene Grafiken werden (noch)
nicht untersttzt.

Das  Popup-Men  bietet  Ihnen bei Textdateien die Wahl zwischen drei
verschiedenen	Schriftgren	des  Systemfonts,  wodurch  sich  die
bersicht  unter Umstnden erheblich verbessern lt. Wurde die Datei
ber  ein  Programm  geladen,  welches	das VA-Protokoll und speziell
VA_FILEFONT  untersttzt  (z.B.  der  GEMINI-Desktop),	so  kann  ein
beliebiger  GDOS-Font  verwendet  werden. ber das Konfigurationsmen
(siehe	Kapitel  7)  kann eingestellt werden, ob 1st View beim ffnen
des  Fensters  automatisch einen solchen Font erfragen und einstellen
soll   oder  nicht.  Auerdem  kann  der  aktuell  eingestellte  Font
permanent  gesichert  werden,  so  da er dann auch ohne VA-Protokoll
zur Verfgung steht.

Die  Funktion  "OUT-Datei  schreiben" ist eigentlich nur bei 1st Word
Texten	sinnvoll.  Es  werden dann nmlich die Text-Attribute von 1st
Word   in   das   von  Digital	Research  standardisierte  OUT-Format
umgewandelt.  Fr  nhere  Informationen  zum OUT-Format verweise ich
Sie  auf das GEM-Profi-Buch von Gei/Gei. Welchen Vorteil bietet nun
das  OUT-Format  dem Anwender? Nun, der entscheidende Vorteil besteht
darin,	da  Sie  eine	solche	Datei  mit  Hilfe eines OUTPUT- (oder
AUSDRUCK-)  Programms,	wie  es fr MS-DOS beim GEM mitgeliefert wird
und  auf  dem Atari ST z.B. bei EASYDRAW oder SCIGRAPH zu finden ist,
samt  Textattributen auf Ihren Drucker ausgeben knnen, ohne eine von
1st  Word  bekannte spezielle Drucker-Konfigurationsdatei PRINTER.CFG
zu  verwenden.	Die  Ausgabe  wird dann ber den GDOS-Drucker-Treiber
mit  Hilfe  der VDI-Funktion V_ALPHA_TEXT abgewickelt. Im Unterschied
zu  den  anderen  Textausgabe-Funktionen  des VDI erfolgt die Ausgabe
dabei  im  Textmodus  statt  im Grafikmodus. Auerdem knnen in einer
OUT-Datei  auch  Rasterbilder  eingebunden  werden (wird von 1st View
noch  nicht untersttzt), womit die Funktionalitt dieses Formats der
von 1st Word Plus entspricht.

Das  OUT-Format  kann  nun  von 1st View auch eingelesen werden. Wenn
Sie   eine   1st   Word  Datei	als  OUT-Datei	schreiben  und	diese
anschlieend   einlesen,   sollten  Sie  zumindest  bei  den  4  oben
genannten   Textattributen  keine  Unterschiede  in  der  Darstellung
feststellen.


3.2	Resourcedateien (.RSC)
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1st  View stellt nach dem ffnen zunchst den ersten Objektbaum einer
Resourcedatei  dar.  Bei GEM-Anwendungen ist das meist die Menzeile,
die  sich  dann  voll  ausgeklappt  vor  Ihnen ausbreitet. Sollte die
Resource-Datei	 berhaupt  keinen  Objektbaum	(sondern  nur  "freie
Objekte")  enthalten,  so  wird  abgebrochen. Falls die Resourcedatei
mehr  als  einen  Objektbaum  enthlt,	so  knnen  Sie mit Hilfe des
Klick-Popup-Mens  oder  mit Control-Cursor-links und Control-Cursor-
rechts alle Objektbume zyklisch vor- bzw. rckwrts durchlaufen.

brigens  knnen soviel Resource-Dateien gleichzeitig geladen werden,
wie   Fenster	und   Speicherplatz  zur  Verfgung  stehen.  Da  der
Resource-Manager  des  AES  aber nur eine Resource-Datei gleichzeitig
verwalten  kann  (mit  der  parameterlosen  Funktion "rsrc_free" wird
beispielsweise	immer  die  zuletzt  geladene  Resource freigegeben),
mute  fr  1st View eine eigene Laderoutine entwickelt werden. Diese
kann   nun   sowohl   Resource-Dateien	 im  MOTOROLA-	als  auch  im
INTEL-Format  korrekt darstellen, und zwar sowohl in der ST- als auch
in  der  IBM-Version.  Die  Erkennung des jeweiligen Formates erfolgt
dabei  automatisch.  Doch  damit nicht genug. Auch eine Konvertierung
in das jeweils andere Format ist in beiden Versionen mglich.

Hierzu	ist  folgendes zu erklren: Whrend IMG-Dateien grundstzlich
im  Motorola-Format und GEM-Metadateien grundstzlich im Intel-Format
vorliegen   (und   auf	 dem  jeweils  anderen	Rechner  entsprechend
konvertiert  werden  mssen), liegen Resource-Dateien immer im Format
des  jeweiligen  Rechners  vor,  so  da sie normalerweise nicht ohne
weiteres  austauschbar sind. Die Konvertierung bezieht sich dabei auf
das   byteweise   Drehen   von	 Worten  bzw.  wortweise  Drehen  von
Langworten.  Mit  1st  View wird nun genau dieses Problem gelst. Sie
knnen	von  nun  an  Ihre  Resourcen  problemlos zwischen ST und IBM
austauschen,  wechselseitig  bearbeiten  und  ungeachtet der Herkunft
darstellen.

Als  GEM-Kenner  mssten  Sie  allerdings bezglich der automatischen
Erkennung   skeptisch  werden.	Es  gibt  nmlich  kein  von  Digital
Research  vorgesehenes Mittel, um zu erkennen, ob eine Resource-Datei
im  Intel-  oder  Motorola-Format  vorliegt. Daher mu zu einem Trick
gegriffen  werden,  der zwar nicht 100%ig sicher sein kann, aber wohl
99,99%ig   sicher   ist.  Diese  Sicherheit  ist  identisch  mit  der
Wahrscheinlichkeit,  da  eine	Resource-Datei	nicht  mehr  als  255
Objektbume  enthlt  (wohlgemerkt: Objektbume, nicht Objekte !). In
diesem	Fall  mu nmlich ein Byte des Wortes im Resource-Header, das
die  Anzahl der Bume angibt (Komponente rsh_ntree) gleich Null sein.
Je  nachdem,  welches Byte das nun ist, kann das entsprechende Format
festgestellt werden.

Das  erkannte  Format  erfahren  Sie im Klick-Popup-Men, mit dem Sie
auch  die  Konvertierung  veranlassen  knnen.	Dazu  wird  die Datei
nochmals   eingelesen  (die  im  Speicher  befindliche	Resource  ist
bereits  an  den  Bildschirm  angepat),  allerdings auf den gleichen
Platz	der   dargestellten   Resource,   so  da  kein  zustzlicher
Speicherplatz  gebraucht  wird. Die Konvertierung ist umkehrbar, d.h.
wenn  Sie  die	Datei  wieder zurckkonvertieren, erhalten Sie wieder
das  Ausgangsformat.  Trotzdem	empfehle ich Ihnen, die Konvertierung
nur  mit  Kopien  der  Original-Resource  durchzufhren, da bei einem
eventuellen  Schreibfehler  Ihre  Daten  in  den  ewigen  Jagdgrnden
landen	knnen	(die  konvertierte  Datei  wird  auf  den  Platz  der
Ausgangsdatei zurckgeschrieben).


3.3	Rasterbilddateien (.IMG, XIMG, .IFF)
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Das   GEM-Image-Format	 (.IMG)   zeichnet  sich  durch  seine	groe
Flexibilitt  und  darauf beruhende Portabilitt aus. Im Gegensatz zu
den  anderen  auf  dem	ST verwendeten Grafikformaten ist es weder an
irgendeine  Bildschirm-  noch  an  eine Farbauflsung gebunden. Diese
variablen  Parameter  sind u.a. im Kopf einer IMG-Datei festgehalten.
Eine  IMG-Datei  liegt	immer  im  MOTOROLA-Format  vor, so da unter
MS-DOS	eine  entsprechende  Anpassung beim Laden und Speichern ntig
ist.  Fr nhere Informationen empfehle ich wieder das GEM-Profi-Buch
von Gei/Gei.

Mit  1st  View	knnen	Sie nun bei entsprechender Gerte-Ausstattung
die  volle  Farbenpracht  nahezu beliebig groer IMG-Bilder genieen.
Zwei Besonderheiten gilt es hier zu beachten.

Die  erste Besonderheit ergibt sich einfach aus der Tatsache, da die
Anzahl	der  Farbebenen,  aus  denen  sich  die  Anzahl der mglichen
Farbindizes   ergibt,  bei  der  IMG-Datei  und  dem  angeschlossenen
Bildschirm  nicht  bereinzustimmen  brauchen.	Eine IMG-Grafik mit 4
Farbebenen   (16   Farbindizes)   kann	auf  einem  Monochrom-Monitor
schwerlich  ihre  Farbenpracht	zeigen.  Umgekehrt kann man aus einer
monochromen  Grafik  auch beim buntesten Farbmonitor nicht mehr als 2
Farben herbeizaubern.

Es  sind  nun  2  Ausnahmeflle  zu unterscheiden. Ist die Anzahl der
IMG-Farbebenen	kleiner  als  die  des	Bildschirms,  so  werden  die
fehlenden  Ebenen  so  erweitert,  da die resultierenden Farbindizes
einander  entsprechen.	Im  umgekehrten  Fall werden die berzhligen
Farbebenen     einfach	   zyklisch    den   vorhandenen   berlagert
("transparente	Darstellung").	Dies  ist  eine  einfache, aber wenig
effektvolle  Methode,  da  so  auf  einem Monochrommonitor alles, was
nicht  wei ist, schwarz dargestellt wird. Aus diesem Grunde kann 1st
View  Farbgrafiken  auch  als  monochrome  Grauraster darstellen. Die
Grafik	wird dazu beim Einlesen "gedithert". Die Dither-Routine kommt
gegenwrtig mit bis zu 12 Farbebenen (entspricht 4096 Farben) klar.

Das  Dithering	dauert auf einem normalen ST bei einem 320 * 200 Bild
mit  16 Farben (niedrige ST-Standardauflsung) etwa 4 Sekunden, wofr
man  aber  mit	einem sehr ansprechend aussehenden Bild belohnt wird.
Sinnvoll   ist	das  Dithering	brigens  eigentlich  nur,  wenn  die
Palette-Informationen  in  der	Datei  verfgbar  sind (siehe unten),
sonst wird von der Standard-Palette ausgegangen.

Beim  ffnen  des  Fensters  nach dem Einlesen wird das Bild zunchst
(nach	Mglichkeit)   in  geditherter	Form  dargestellt.  Da	diese
Darstellung  grundstzlich  mono-(duo-)chrom  ist,  kann man auch auf
transparente  Darstellung umschalten, wo eventuell noch einige Farben
zu  sehen  sind  (z.B.	wenn  ein  16-Farben-Bild  in  der  mittleren
ST-Standardauflsung mit 4 Farben dargestellt wird).

Kommen	 wir   nun   zur   zweiten  Besonderheit.  Sie	betrifft  die
Untersttzung	des   im  GEM-Profi-Buch  von  Gei/Gei  definierten
erweiterten   IMG-Formats,   des   sogenannten	 XIMG-Formats.	Diese
Erweiterung   erlaubt	die   Abspeicherung   der   den   Farbindizes
zugeordneten	    Farbpalette-Werten,        die	erst	 eine
Echtfarben-Darstellung	einer IMG-Grafik mglich macht. Dazu wird die
Tatsache  ausgenutzt,  da  der  IMG-Header  von Digital Research mit
variabler  Lnge  definiert wurde. Beim XIMG-Format wird der Kopf nun
um   eine   Liste  der	den  Farbindizes  zugeordneten	Palette-Werte
erweitert.  Anwendungen,  die  das  IMG-Format untersttzen, aber das
XIMG-Format   nicht  kennen,  mssten  bei  korrekter  Programmierung
trotzdem  mit der Grafik arbeiten knnen. Mit 1st View knnen Sie nun
jede  IMG-Datei  in  eine  entsprechende  XIMG-Datei  verwandeln, und
damit  eine  entsprechende Farbpaletten-Einstellung sichern, die dann
wieder	 rekonstruierbar  ist.	Dazu  dient  der  unterste  Punkt  im
Klick-Popup-Men.  Damit  wird die aktuelle Farbpaletten-Einstellung,
die  Sie  z.B.	mit  dem Atari-Kontrollfeld vorgenommen haben, in der
IMG-Datei   verewigt.	Wird   beim   Einlesen	einer  IMG-Datei  das
XIMG-Format   erkannt,	 so   knnen  Sie  mit	dem  Popup-Men-Punkt
"Original"  die  zugehrige  Farbpalette  aktivieren. Die Einstellung
wird  nicht  sofort nach dem Einlesen vorgenommen, da diese immer auf
den  ganzen Bildschirm wirkt und nicht lokal auf ein Fenster begrenzt
werden	kann.  Die  ursprngliche  Farbpalette wird dann anstelle der
eingelesenen  im  Speicher  gesichert,	damit  sie anschlieend durch
Anwahl	des Punktes "Standard" wiederhergestellt werden kann. Ist der
Punkt  "Original"  nach  dem  Einlesen	einer  IMG-Datei gesperrt, so
handelt es sich nicht um ein XIMG-Format.

Leider	gibt  es  gegenwrtig  zwei verschiedene Interpretationen des
XIMG-Formats,  was  die  Reihenfolge  der abgespeicherten Farbindizes
betrifft.  1stView-Versionen  vor  Dec	23  1991  sowie  GEMVIEW  bis
Version   1.0.4   haben   die	Farben	 in   der   Reihenfolge   der
VDI-Farbindizes  abgespeichert,  neuere  Versionen  beider  Programme
speichern  die Farben in der Reihenfolge der Plane-Indizes, da nur so
eine	korrekte   Zuordnung   der   Farben   auch   in   niedrigeren
Farbauflsungen  (Monochrom)  gesichert  ist.  Die  Zuordnung  zu den
VDI-Farbindizes  wird  erst  zur  Programmlaufzeit  vorgenommen  (mit
Hilfe der Funktion v_get_pixel).

Um  auch  ltere  XIMG-Dateien	weiterverarbeiten zu knnen, kann man
1stView  auch  dazu veranlassen, die alte Interpretation vorzunehmen.
Dies  geschieht  durch	Gedrckthalten	der  rechten  Shifttaste beim
Einladen  bzw.	bei  Sicherung	der  Farbpalette. Dadurch knnen auch
beliebige  Konvertierungen  von  der einen zur anderen Interpretation
durchgefhrt werden.

Schlielich  mchte  ich  noch	bemerken,  da die Grafiken eventuell
verzerrt  auf  dem  Bildschirm erscheinen knnen, da die Parameter im
Kopf,  die die originalen Pixelmae angeben, (noch) nicht ausgewertet
werden.

Neben	dem   GEM-Image-Format	 untersttzt   1st   View   auch  das
ursprnglich  auf  dem	Commodore AMIGA eingefhrte "Interchange File
Format"   (.IFF).   Dieses   ist   in  seiner  Flexibilitt  mit  dem
.IMG-Format  vergleichbar,  wobei sich neben Bitmaps auch noch andere
Daten  wie zum Beispiel Sounds speichern lassen. 1st View untersttzt
hier   das   standardmige   "ILBM"-Format   (Interleaved  Bitmaps).
Auerdem  erlaubt  das IFF-Format standardmig die Abspeicherung von
Farbpaletten,  deren Manipulation hnlich wie beim IMG-Format mit 1st
View mglich ist.

Wer  jetzt  verlangt,  ich  solle  doch  auch die diversen auf dem ST
(leider  noch)	verbreiteten  Formate wie SCREEN, DEGAS, STAD und Co.
untersttzen,  stt  bei  mir auf taube Ohren. Hier verweise ich auf
entsprechende	Konvertierungsprogramme   (z.B.  GEMVIEW  von  Dieter
Fiebelkorn  -  ein  bemerkenswertes  Programm,	das eine Vielzahl von
Bildformaten  in das allumfassende XIMG-Format wandeln kann und dabei
auch   Farben	in  Grauraster	umrechnet!).  Ein  Format  mu	schon
mindestens  die  Flexibilitt  des IMG- bzw. IFF-Formats besitzen, um
von 1st View bercksichtigt zu werden.


3.4	Metadateien (.GEM)
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Metadateien   sind   Grafiken,	 die   als   Folge  von  VDI-Befehlen
gespeichert  sind.  Der  Vorteil  solcher objektorientierter Grafiken
besteht   darin,  da  sie  in	jeder  Auflsung  des  Ausgabegertes
(Drucker,  Bildschirm  usw.)  optimal  dargestellt  werden knnen. Da
Metadateien  immer  im	INTEL-Format vorliegen, mssen sie auf dem ST
beim  Laden  und  Speichern  entsprechend umgewandelt werden. Nheres
finden Sie im GEM-Profi-Buch von Gei/Gei.

1st   View   untersttzt  Metadateien  sowohl  im  RC-	als  auch  im
NDC-Koordinatensystem.	Nach  dem  Laden  wird	die  Grafik  in ihrer
Originalgre	auf  dem  Bildschirm  dargestellt.  Dazu  werden  die
Parameter  im Kopf der Metadatei sowie die OPEN WORKSTATION Parameter
des  VDI  fr  den  Bildschirm	ausgewertet.  Wahlweise kann dann die
Grafik	mit  Hilfe  des  Klick-Popup-Mens  in	das  aktuelle Fenster
eingepasst werden.

Fr  jede eingelesene Metadatei wird von 1st View im Gegensatz zu den
anderen  Dateiformaten	eine  eigene  virtuelle  Workstation  fr den
Bildschirm  beim VDI geffnet (und beim Schlieen des Fensters wieder
freigegeben).  Damit  wird  verhindert,  da  etwa  Attribute fr die
Textdarstellung  in anderen Fenstern verndert werden. Somit brauchen
diese nicht stndig neu gesetzt werden.

Auerdem  werden  beim ffnen einer Metadatei von 1st View eventuelle
zustzliche  GDOS-Zeichenstze	geladen  und  beim  Schlieen  wieder
freigegeben  (beim Atari ST natrlich nur dann, wenn ein GDOS geladen
ist).

Das  Bit-Image-Flag  im  Kopf  der Metadatei wird von 1st View (noch)
nicht  ausgewertet,  so  da Metadateien mit eingebundenen Bit-Images
nicht  untersttzt  werden.  Allerdings  gibt  es  eine Ausnahme. Die
Applikation  GEMPAINT  unter  MS-DOS sowie der Easy-Draw-Scharger auf
dem  Atari  ST	erzeugen  zu  jeder  IMG-Datei	noch eine zustzliche
GEM-Metadatei,	 die   nur   den   VDI-Befehl	V_BIT_IMAGE  mit  den
entsprechenden	Parametern  enthlt.  Findet  1st View nun als ersten
VDI-Befehl  in einer Metadatei diesen V_BIT_IMAGE-Befehl vor, so wird
der  Dateiname der zugehrigen IMG-Datei ausgewertet und anschlieend
in  die  IMG-Laderoutine verzweigt, so da dann die Darstellung genau
wie   beim   IMG-Format   erfolgt.  Die  zustzlichen  Parameter  von
V_BIT_IMAGE   (Seitenmae   und   Ausrichtung)	 werden  dabei	nicht
bercksichtigt.

Wird  in der Metadatei die VDI-Funktion VS_COLOR benutzt, so kann die
Farbpalette,  wie  schon  beim	IMG-Format  erwhnt,  neu eingestellt
werden.  Dies  wird  von  1st  View  (noch) nicht erkannt, so da die
Einstellung sich sofort auf den ganzen Bildschirm auswirkt.


3.5	Soundsample-Dateien
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1st  View  kann  digitalisierte  Sounddaten  mit  8 Bit Auflsung auf
jedem	normalen   ST  abspielen,  auf	STEs/TTs  wahlweise  auch  im
DMA-Mode.   Digitalsounds   ermglichen   die  Wiedergabe  beliebiger
natrlicher  oder  synthetischer  Klnge,  wie sie beispielsweise mit
einem Soundsampler aufgenommen bzw. erzeugt werden knnen.

Da   sich   offenbar  leider  fr  digitale  Sounddateien  noch  kein
verbreitetes  Standardformat  durchgesetzt  hat,  werden zur Zeit nur
bestimmte,   durch   verschiedene   ST-Programme  verwendete  Formate
untersttzt.  Der  Aufbau von 8-Bit-Sampledateien ist im Grunde recht
einfach,  da  jedem  Samplewert  ein  Byte  in	der Datei entspricht.
Unterschiede  beginnen	allerdings  schon  bei der Interpretation des
Wertebereiches	eines  Samplewertes:  von 0 bis 255 oder von -128 bis
+127.  Sehr wichtig ist die Angabe der sogenannten Samplerate, da nur
dann der Sound mit der richtigen Frequenz abgespielt werden kann.

1st  View  untersttzt	.SAM-Dateien,  wie  sie  bei  den  Programmen
SoundMachine  und  SoundMerlin	verwendet und beispielsweise auch von
der  Datenbank	PHOENIX  untersttzt werden. Diese sind mit einem den
eigentlichen  Sounddaten  vorangehenden  Header  versehen,  der durch
eine  eindeutige Kennung einen Schlu auf den Wertebereich zult und
weiterhin  ein	Ma fr die Samplerate enthlt, so da 1st View diese
Samples korrekt wiedergeben kann.

Sind  diese Daten nicht verfgbar, so wird von einem Wertebereich von
0  -  255  und	einer  Samplerate  von	7000 Hertz ausgegangen. Damit
werden z.B. die .SND-Dateien des Spiels ESPRIT korrekt abgespielt.

In  jedem Fall lt sich die Abspiel-Frequenz im Rahmen der Hardware-
mglichkeiten  beliebig einstellen, d.h. beim normalen Interruptsound
sehr  fein, beim DMA-Sound dagegen sehr grob (6258, 12517, 25033 oder
50066  Hz). Der DMA-Sound wiederum hat, falls verfgbar, den Vorteil,
da  er  keine	CPU-Rechenzeit	kostet.  Der  Interruptsound  dagegen
'frit'   mit	zunehmender   Frequenz	immer  mehr  Rechenzeit.  Die
Obergrenze  fr die Frequenz ist dabei von verschiedenen Faktoren wie
CPU-Takt,  Caches usw. abhngig. Auf einem 'ungetunten' 8-MHz-ST kann
man  bei  20  kHz  schon deutliche 'Zeitlupeneffekte' beobachten, und
viel  hher sollte man die Frequenz auch nicht whlen, da es sonst zu
Interruptproblemen kommt.

Bei  DMA-Sound-fhigen Rechnern (STE/TT) knnen Lautstrke, Hhen und
Tiefen	ber  das  SOUND.CPX-Modul  des  modularen Kontrollfeldes von
Atari  eingestellt  werden,  was  sowohl  den  DMA-Sound als auch den
Interruptsound entsprechend beeinflut.

Wer  Samples  mit  anderen  als  den  angegebenen  Standarddaten  mit
1stView  abspielen  will,  sollte  sich  an  eines  der  .SAM-Formate
halten,    also   den	Sampledaten   einen   entsprechenden   Header
voransetzen,  der  die	bentigten  Daten  zur Verfgung stellt. Dazu
kann   man   sich  im  Quelltext  SOUND.C  von	1stView  (siehe  10.)
anschauen,   wie   sich   1stView  die	entsprechenden	Informationen
verschafft.

Im  Fenster  stellt  1stView  die  Sample-Kurve  dar, wodurch man ein
genaues  'Bild'  des  Samples  erhlt.	So  sind z.B. bersteuerungen
recht  deutlich  zu erkennen. Kleine Linienfehler beim Scrollen (z.B.
fehlende  Linienstcke)  sind  durch den Clipping-Algorithmus des VDI
bedingt  (fr  Experten:  Cohen-Sutherland-Clipping)  und  nicht ohne
greren  Aufwand  vermeidbar.	Die  Einpassung  ins Fenster kann bei
groen	Samples  recht lange dauern, und die Darstellung funktioniert
gegenwrtig  auch  nur dann korrekt, wenn der Sample nicht grer als
etwa ein Megabyte ist.


3.6	Der Dump-Modus
----------------------

Hlt   man   whrend  der  Anwahl  der	Datei(en)  die	Control-  und
Alternate-Taste  gedrckt,  so	ldt  1st  View die Datei(en) in Form
eines  Hex-/ASCII-Dumps. Dabei werden ausnahmslos ALLE Zeichen direkt
angezeigt,  d.h. es wird kein Zeichen interpretiert. Wenn hier gesagt
wird  ALLE,  dann  ist	das  auch  so  gemeint,  d.h.  da  z.B. auch
ASCII-NUL  (Code  0)  "angezeigt"  wird  (es  gibt Zeichenstze, z.B.
CHICFONT  von  Christoph  Bartholme,  die  NUL	NICHT  wie blich als
Leerzeichen darstellen!).

Damit  sofort erkennbar ist, da eine Datei im Dump-Modus dargestellt
wird,	wird   in   diesem  Fall  der  Pfadname  im  Fenstertitel  in
Kleinschrift angezeigt.

Fr  ein Dump-Fenster kann wie bei jedem anderen Textfenster auch ein
beliebiger Zeichensatz eingestellt werden.

Anstelle  des  Speicherns einer OUT-Datei kann man im Dump-Modus eine
DMP-Datei   sichern.   Diese   enthlt	 den   Dump   in  Form	einer
ASCII-Textdatei,  die  dann mit einem Texteditor (oder normal mit 1st
View)  geladen	sowie  ausgedruckt  werden  kann  (beim  Drcken  von
Control-P  im  Dump-Modus  wird  nicht der Dump gedruckt, sondern die
Originaldatei,	 da   sich  das  Drucken  immer  auf  den  jeweiligen
Pfadnamen  und	nicht  auf die Fensterdarstellung bezieht!). Damit es
dabei  keine  Probleme gibt, mu der Steuerzeichenbereich (0 - 31) in
der  DMP-Datei	natrlich  ausgeblendet  werden. Dies geschieht durch
Ersetzen  dieser  Zeichen  durch  einen  Punkt (dies ist eine gngige
Methode).  Alle anderen Zeichen (auch ber 127) werden bernommen, da
diese in der Regel normal verarbeitet werden knnen.

Achten	Sie bitte darauf, da eine DMP-Datei knapp 5 mal so gro wird
wie  die  Originaldatei!  Da  Sie  niemand  daran  hindert, von einer
DMP-Datei  nach  Einlesen  im  Dump-Modus  wieder  eine  DMP-Datei zu
erzeugen, knnen Sie so schnell sehr groe Dateien erzeugen.

Auch  bei  einer  Clipboard-Kopie  ^C  wird der Dump als DMP-Datei im
Clipboard abgelegt.

In  Dump-Fenstern gilt auch die maximale Zeilenzahl von 32767 Zeilen.
Da  pro  Zeile 16 Byte gedumpt werden, knnen also maximal 32767 * 16
  0.5 MB groe Dateien komplett gedumpt werden. Trotzdem knnen auch
grere  Dateien  auch	bei  weniger Speicher gedumpt werden, es wird
dann halt nur soviel geladen wie mglich.

Wenn  Sie  Programmdateien  dumpen  mchten,  beachten Sie bitte, da
hier  die  Doppelklickmethode (GEMINI/Desktop) nicht funktioniert, da
dann  die Programme gestartet wrden. In diesem Fall mu man also die
Dateien explizit "ziehen" bzw. per FileSelect auswhlen.


4.	Kommunikation
---------------------

4.1	1st View und GEMINI
---------------------------

Wenn  Sie  den Shareware-Desktop GEMINI von Stefan Eissing und Gereon
Steffens  benutzen,  knnen  Sie  die  Arbeit mit 1st View wesentlich
komfortabler   gestalten.   1st   View	 versteht   das   in   GEMINI
implementierte	Kommunikationsprotokoll.  Das  bedeutet, wenn Sie das
1STVIEW.ACC-Icon  auf  dem  offenen GEMINI-Desktop ablegen, so knnen
Sie  Dateien  aus  einem GEMINI-Fenster daraufziehen, woraufhin diese
von  1st  View	geffnet  werden.  Sie	ersparen  sich	so  die unter
Umstnden  lstige  Suche  in  der  Datei-Auswahl-Box. Es knnen auch
mehrere  Dateien  gleichzeitig	gezogen  werden,  wobei dann fr jede
Datei  ein  entsprechendes  Fenster  geffnet  wird.  Auer  auf  das
1STVIEW.ACC-Icon  knnen  Sie Objekte aus GEMINI-Fenstern auch in ein
von  1st  View geffnetes Fenster ziehen. Das hat dann zur Folge, da
der  entsprechende  Fensterinhalt  mit	dem  Inhalt des neuen Objekts
berschrieben  wird  (entspricht  Control-D mit Dateiauswahl). Ziehen
Sie  mehrere  Objekte  auf  ein  1stView-Fenster,  so  wird  fr  die
weiteren   Objekte   jeweils   ein  weiteres  Fenster  geffnet.  Ein
Doppelklick  auf  das  1STVIEW.ACC-Icon  bringt die Datei-Auswahl-Box
zum	Vorschein    (entspricht   Control-O   bzw.   Anklicken   des
Desk-Menpunktes).  Melden Sie 1STVIEW.ACC bei GEMINI als Applikation
auf   einen  bestimmten  Dateityp  an,	so  knnen  Sie  durch	einen
Doppelklick  auf  ein  derartiges  Objekt in einem GEMINI-Fenster das
ffnen	eines  entsprechenden  1stView-Fensters  veranlassen (anstatt
dieses	Objekt	auf  das 1STVIEW.ACC-Icon zu ziehen). Sie knnen auch
1st  View  auf	"*"  anmelden und in der Applikationsliste ganz unten
positionieren.	Dadurch erreichen Sie bei Doppelklick auf ein Objekt,
das  nicht  schon  einer  anderen  Applikation	zugeordnet  ist,  ein
sofortiges  ffnen  eines  Fensters  durch  1st  View statt des sonst
blichen Ansehen/Drucken/Abbruch-Dialoges von GEMINI.

Tastatur-Eingaben,  die  unter	1st  View keine Wirkung haben, werden
von  1st  View	an  GEMINI weitergeleitet. Auf diese Weise knnen Sie
bestimmte   GEMINI-Aktionen  auch  dann  auslsen,  wenn  gerade  ein
1stView-Fenster oben liegt.

Schlielich  mchte  ich  noch	bemerken, da alles eben Gesagte auch
dann  funktioniert,  wenn  Sie	1st  View  ber  "The Chameleon" von
Karsten  Isakovic  geladen  haben,  da	The Chameleon Nachrichten von
GEMINI an das geladene Accessory (bzw. umgekehrt) durchreicht.


4.2	1st View und CALCLOCK
-----------------------------

1st  View  hat	zwei  Berhrungspunkte	mit  einem  Spooler-Accessory
namens CALCLOCK.

Zunchst  kann	man  1st View so konfigurieren (siehe Kapitel 7), da
es  bei  Drcken  von ^P eine Nachricht an ein CALCLOCK-Accessory zur
Ausgabe  der  aktuellen  Datei	schickt  anstatt  die  Ausgabe selbst
vorzunehmen    (kann   man   auch   mit   Control-L.Shift-Alternate-P
erreichen).  Andererseits kann 1st View selbst auch CALCLOCK-Auftrge
bearbeiten,  d.h.  es  reagiert  auf  entsprechende  Nachrichten  von
anderen  Applikationen	mit  dem  Ausdruck von Dateien und kann damit
ein weiteres CALCLOCK-Accessory ersparen.

Der   ausgezeichnete   Shareware-Editor   7UP	von  Michael  Thnitz
untersttzt  dies  beispielsweise. Allerdings ergibt sich hierbei das
Problem,  da  eben immer von dem Namen "CALCLOCK" des entsprechenden
Accesorys  ausgegangen	wird.  Nun  knnte  man  natrlich  1st  View
einfach  in  CALCLOCK  umbenennen,  und schon funktioniert die Sache.
Dabei  kann  dann  aber  die  Konfiguration  nicht mehr ohne weiteres
gesichert  werden  (siehe  Kapitel  7), da 1st View dann sein eigenes
Programm  nicht  mehr  findet.	Eine  bessere  Lsung  ist  daher das
Patchen  von  7UP,  indem  man	mit  einem  Dateimonitor  den  String
"CALCLOCK"  sucht  und	ihn  durch "1STVIEW " ersetzt (Leerzeichen am
Ende   nicht   vergessen!).   Im   allgemeinen	 sollte   dies	immer
funktionieren,	solange  die  Strings  nicht  aus  irgendeinem Grunde
verschlsselt im Programm stehen.


4.3	1st View und das GEM-Clipboard
--------------------------------------

1st  View  untersttzt	den  Datenaustausch mit anderen Applikationen
ber  das  GEM-Clipboard.  Wenn  Sie ^C drcken, so wird die aktuelle
Datei	ins   Clipboard  kopiert,  sofern  ein	solches  gesetzt  ist
(anderenfalls  wird  nicht  die  Datei	in  das  fehlende  Clipboard,
sondern  eine  Fehlermeldung  auf den realen Bildschirm kopiert). Bei
Textdateien   werden   dabei   grundstzlich  zwei  Dateien  erzeugt:
SCRAP.TXT   als   reine   ASCII-Datei	(bereinigt   von  eventuellen
Text-Attributen)	sowie	    SCRAP.OUT	  mit	  eventuellen
Standard-Textattributen.  Andere  Dateiformate	werden als SCRAP.IMG,
SCRAP.GEM,  SCRAP.RSC, SCRAP.SAM bzw. SCRAP.SND geschrieben. Befindet
man  sich gerade im Dump-Modus, so wird schlielich eine Datei namens
SCRAP.DMP erzeugt.


4.4	1st View und andere Applikationen
-----------------------------------------

Falls  Sie  selber  auch (GEM-)Programme schreiben, so knnen Sie 1st
View  ber die implementierten Kommunikations-Schnittstellen auch aus
eigenen Anwendungen heraus ansprechen.

Zunchst  wre	da  der Nachrichtentyp VA_START. Durch Sendung dieser
Nachricht  an  1st  View  (nach Ermittlung der Identifikations-Nummer
von  1st  View	mit  Hilfe der Funktion appl_find) einschlielich der
entsprechenden	Parameter (Pfadnamen) kann 1st View bereits aktiviert
und  zur  Fensterffnung  veranlat  werden. 1st View informiert dann
seinerseits  den  Absender  dieser  Nachricht  ber geffnete Fenster
bzw.	 deren	   Schlieung	  (Meldungen	 AV_ACCWINDOPEN   und
AV_ACCWINDCLOSED).  Falls  das	Programm  diese  Meldungen auswertet,
kann  es  mit  VA_DRAGACCWIND  Nachrichten  an 1st View mit Bezug auf
eines	 dieser   Fenster   senden,   was   das   berschreiben   des
Fensterinhalts zur Folge hat.

Je  nach  Konfiguration von 1st View (siehe Kapitel 7) kann es jedoch
auch  sein,  da  die  Dateien	bei  VA_START nicht in einem Fenster,
sondern auf ein Gert ausgegeben werden.

Mchte	man unbedingt Dateien ausdrucken, so schickt man einfach eine
Standard-CALCLOCK-Message  (Nummer  100)  an  1st  View. Dabei knnen
sogar  wie  bei  VA_START auch mehrere Dateien gleichzeitig angegeben
werden.

Noch  ein  Hinweis:  Rufen  Sie  appl_find immer erst unmittelbar bei
Aktivierung  eines  entsprechenden  Punktes  durch den Nutzer auf und
nicht  nur bei Programmbeginn. Seit der Existenz von "The Chameleon"
von    Karsten	 Isakovic   knen   Accessories   nmlich   dynamisch
nachgeladenen  werden,	so  da  bei Meldung eines nichtgeladenen 1st
View  der Nutzer dieses anschlieend nachladen und den entsprechenden
Punkt einfach nochmal anwhlen knnte.


5.	Gerteausgabe
---------------------

Durch  Drcken	von  ^P knnen Sie die aktuelle Datei ausdrucken. 1st
View  bentigt dazu grundstzlich GDOS. Wenn Sie bereits ein GDOS auf
Ihrem  ST  installiert	haben  (z.B.  im Zusammenhang mit GEMINI oder
NVDI),	 knnen  Sie  sich  also  schon  mal  beruhigt	zurcklehnen,
ansonsten  werden  Sie	eine  Installation vielleicht im Zusammenhang
mit 1st View in Erwgung ziehen.

Falls  Sie  einen  passenden  GDOS-Treiber  fr  Ihren Drucker haben,
knnen	Sie  problemlos  Image-  und  Meta-Dateien  ber  1st View in
entsprechender	 Qualitt   ausdrucken.  Bei  Text-Dateien  wird  die
Ausgabe  ber die VDI-Funktion V_ALPHA_TEXT vorgenommen, die ber den
GDOS-Treiber  Ausgaben	im  Textmodus  auf  den  Drucker  leitet  und
auerdem  Textattribute  in  standardisierter Form (OUT-Format, siehe
GEM-Profi-Buch	von  Gei/Gei)  auswertet. 1st View wandelt nun auch
die  1st  Word	Attribute  in  diese  Form  um,  so da Sie auf Ihrem
Drucker  eine  analoge	Ausgabe  wie auf dem Bildschirm erhalten, und
das ohne irgendeine PRINTER.CFG-Datei.

Bei   der   Text-Ausgabe  werden  die  eingeschrnkten	Multitasking-
Fhigkeiten  des  AES  ausgenutzt,  d.h.  whrend  der	Ausgabe  kann
weitergearbeitet  werden,  wobei es allerdings zu 'Stockungen' kommen
kann.  Da  1st View mit geffneten Dateien arbeitet, kann es auerdem
zu  ernsthaften (sprich bombigen) Problemen kommen, wenn ein Programm
beendet wird (auer unter MultiTOS!).

Wenn   Sie   whrend  der  Ausgabe  beide  Shift-Tasten  gleichzeitig
gedrckt  halten, knnen Sie diese abbrechen. Sicherheitshalber fragt
1st View nochmal nach.


6.	Rebuild-Funktion
------------------------

Wenn  Sie eine neue Anwendung starten oder die aktuelle verlassen, so
wird	 Ihr   aufgebautes   System   von   View-Fenstern   natrlich
berschrieben.	Ein  besonderes Feature des Programms ist jedoch, da
es  die  so berschriebene Konfiguration nach Mglichkeit vollstndig
wiederherstellt,   sobald   Sie  es  anschlieend  wieder  aktivieren
(Mentitel  anklicken).  Es  werden  alle  Fenster  (soweit  mglich)
wieder	erzeugt  und  die im Speicher gehaltenen Datei-Inhalte in dem
vorher	verlassenen  Zustand angezeigt. Beachten Sie also, da offene
Fenster  entsprechenden Speicherplatz blockieren knnen, wenn Sie sie
nicht schlieen.

Die  Rebuild-Funktion  bietet  den Vorteil, die Fenster-Konfiguration
in  eine  andere  Applikation  'hinberretten'	zu  knnen. Dies gilt
besonders  fr	Programme, die fast den gesamten verfgbaren Speicher
fr  sich  reservieren,  so  da Accessories dann kaum noch Spielraum
haben  (das  sind z.B. viele Textprogramme wie WORDPLUS oder TEMPUS).
Mit  1st  View	knnen	Sie  in  diesem  Fall alle bentigten Fenster
vorher	 ffnen,  so  da  diese  Programme  von  vornherein  weniger
Speicher  bekommen. Nach dem Start des Programms kann dann problemlos
auf die Konfiguration zugegriffen werden.

Alle   bisherigen   Betriebssystemversionen   haben  die  unangenehme
Eigenschaft,  da Accessories nicht als eigenstndige GEMDOS-Prozesse
betrachtet  werden.  Dies  hat zur Folge, da Speicher, der durch ein
Accessory  beim  Betriebssystem  angefordert  wird,  immer der gerade
laufenden  Hauptapplikation  zugeordnet  wird.	Wenn  man  nun	diese
Hauptapplikation  verlt,  so	wird  automatisch  aller von ihr (und
dummerweise   eben  auch  von  benutzten  Accessories)	angeforderter
Speicher durch das Betriebssystem freigegeben.

Verlt  man  nun  ein	Programm, in welchem man mit 1st View Dateien
geladen  hat,  so kann 1st View diese eben nicht restaurieren, da der
dazu   reservierte   Speicherplatz   ohne   Rcksicht	auf  Verluste
freigegeben wird.

Um  nun  zu erkennen, ob ein Fenster "rebuildet" werden kann, benutzt
1st  View  eine  von  Atari dokumentierte Systemvariable, die auf den
aktuellen  GEMDOS-Proze  zeigt  (unter MSDOS wird dazu eine Funktion
namens	 "get	PSP"   benutzt).  Dieser  Zeiger  auf  den  aktuellen
Proze-Descriptor  wird nun bei jedem Laden einer Datei abgefragt und
zu  den  Fensterdaten mit gesichert. Falls nun eine Rebuild-Situation
eintritt,   fragt   1st   View	 den   Zeiger	auf   den   aktuellen
Proze-Descriptor  erneut  ab  und  vergleicht	diesen	Wert  mit dem
gesicherten.   Bei   einer   bereinstimmung  kann  nun  das  Fenster
"rebuildet"  werden, sonst nicht. Zustzlich wird der gesicherte Wert
noch  mit den Werten der Parent-Proze-Zeiger verglichen, da auch und
gerade	in  diesem Fall ein Rebuild mglich ist. Dies ist mglich, da
die  Proze-Descriptoren  nichts  anderes  als	die  Basepages	sind,
welche	ber  den Parent-Proze-Pointer untereinander verkettet sind,
so  da  sich  1st  View durch diese Proze-Liste 'durchhangeln' kann
(der  "Programm-Segment-Prfix"  unter MSDOS bietet diese Mglichkeit
nicht, hier kann nur der eigentliche Wert verglichen werden).

Die  hier  beschriebene  Vorgehensweise  ist vllig legal und benutzt
nur  dokumentierte  Features  (kein Schreibzugriff auf "actpd" !), so
da   zuknftige   Betriebssytemversionen   keine  Probleme  bereiten
sollten.   Falls   Accessories	einmal	den  Status  von  'richtigen'
GEMDOS-Prozessen   erhalten   sollten	(dies	ist   zu   wnschen),
funktioniert  diese  Methode  ebenfalls  und  es  knnen  stets  alle
Fenster  "rebuildet"  werden,  da  das	Programm  dann	immer  seinen
eigenen Proze-Descriptor "zu sehen" bekommen mte.


7.	Konfiguration
---------------------

Durch  Gedrckthalten  der  rechten  Maustaste	beim  Aktivieren oder
durch  Drcken	von  ^A  knnen  Sie  das  Verhalten  von 1st View in
bestimmten  Punkten  Ihren  individuellen  Bedrfnissen  anpassen und
permanent  sichern.  Die  Parameter werden direkt im Datenbereich des
Programms  gespeichert,  so  da  keine INF-Datei bentigt wird. Dazu
ist   es  erforderlich,  da  das  Programm  den  Namen  1STVIEW.AC*,
1STVIEW.PRG,  1STVIEW.APP oder 1STVIEW.GTP hat und sich in demjenigen
Pfad befindet, der beim Starten von 1st View aktuell war.

Folgende Parameter knnen eingestellt werden:

Standard-Ausgabe Fenster/Gert
	steht normalerweise auf "Fenster". Wenn Sie "Gert" einstel-
	len, werden die Dateien nicht in ein Fenster, sondern sofort
	auf das eingestellte Gert ausgegeben. Sie knnen jederzeit
	die alternative Ausgabemglichkeit verwenden, wenn Sie
	L.Shift-Alternate bei der Anwahl der Datei(en) gleichzeitig
	gedrckthalten. So knnen Sie in GEMINI z.B. schnell mal
	nebenbei Dateien ausdrucken, indem Sie sie auf das instal-
	lierte 1STVIEW.ACC-Icon ziehen und beim Loslassen
	L.Shift-Alternate gedrckthalten.

Control-P-Ausgabe Intern/CALCLOCK
	steht standardmig auf "Intern". Gerteausgaben werden so
	von 1st View selbst vorgenommen. Stellen Sie den Schalter
	auf "CALCLOCK", so wird statt dessen eine Nachricht an ein
	CALCLOCK-Accessory geschickt, welches dann die Ausgabe ber-
	nimmt. Vorsicht: Dies ist nur bei ASCII-Textdateien sinnvoll!
	Auch hierbei ist es mglich, durch zustzliches Gedrckthal-
	ten von L.Shift-Alternate jeweils die alternative Form anzu-
	whlen.

Textfont-Einstellung Normal/VA_FILE
	Steht dieser Schalter auf "Normal", so wird beim Laden einer
	Textdatei immer der in 1st View aktuelle Font verwendet.
	Stellen Sie den Schalter auf "VA_FILE", so wird bei jedem
	ffnen eines Textfensters automatisch der Font ber das VA-
	Protokoll erfragt und eingestellt, falls ein entsprechendes
	Programm aktiv ist (z.B. GEMINI).

Zustzlich  knnen Sie Parameter fr die Gerteausgabe festlegen, die
sich weitgehend selbst erklren (sollten).

Beim  Sichern  werden  neben  den  angegebenen	Parametern  noch  die
aktuelle  Fensterposition  (wird dann beim nchsten ffnen des ersten
Fensters  wieder  verwendet)  sowie der aktuell eingestellte Textfont
gespeichert!  Die  Fensterkoordinaten  werden  dabei  in Promille der
aktuellen  Bildschirmausmae gespeichert, so da die Verhltnisse bei
verschiedenen Auflsungen gleich sind.

In  der  rechten  unteren  Ecke der Konfigurationsbox wird der grte
verfgbare  Speicherblock ("MEM:") sowie die Gesamtsumme aller freien
Speicherblcke	angezeigt ("TOT:"). An der Differenz beider Werte ist
eine Speicherfragmentierung erkennbar.


8.	Grenzen
---------------

Fenster: 1st View kann theoretisch bis zu 32767 Fenster verwalten.
	Dies entspricht der Anzahl der gltigen Window-Handles. Wenn
	Sie mit TOS 1.04 arbeiten und das Programm WINX von Martin
	Osieka besitzen, knnen Sie bis zu 127 Fenster unter
	1st View verwenden (auch GEMINI kommt mit dieser Fensterflut
	zurecht). Unter MultiTOS konnte ich keine Beschrnkung der
	offenen Fenster feststellen!

Textdateien werden mit bis zu 32767 Zeilen mit maximal 512 Zeichen
	untersttzt.

Pfadnamen drfen maximal 127 Zeichen lang sein.

Argumente knnen sowohl ber VA_START als auch bei Programmstart
	in beliebiger Anzahl verarbeitet werden. Bei Programmstart
	wird dabei zuerst nach xArg und dann nach ARGV gefahndet.
	Erst wenn dies nichts fruchtet, wird die (beschrnkte)
	Standard-GEMDOS-Kommandozeile in der Basepage ausgewertet.


9.	Neu in Version
----------------------

Hinweis: Das aktuelle Versionsdatum Ihres 1STVIEW erfahren Sie z.B.
	 durch Drcken von ^A.

Apr 29 1992:
""""""""""""

- Anpassung an Atari-MultiTOS: Man kann dort auch in hinteren, mg-
  licherweise teils verdeckten, Fenstern scrollen. Damit konnte ich
  nicht rechnen, es gab 'Bildschirmmll'. Behoben. Es erfolgt jetzt
  echtes Scrolling in jedem Element der Rechteckliste!
  Leider scheint aber das Echtzeit-Scrolling nicht mehr zu
  funktionieren. Abwarten...

- "1stView" oder "1stHear", das ist hier die Frage! 1stView spielt
  jetzt 8-Bit-Soundsample-Dateien auf allen ST's ab (interruptgesteu-
  ert im Hintergrund). Wer einen DMA-Sound-fhigen Atari besitzt
  (STE/TT), kann das ausnutzen und damit die sonst bentigte Rechen-
  zeit einsparen (allerdings auf Kosten einer eingeschrnkten
  Frequenzwahl). Die Frequenz ist jeweils im Rahmen der Hardware-
  mglichkeiten frei einstellbar, und im Fenster wird die Sample-
  Kurve dargestellt. Nheres findet man in Kapitel 3.5.

- "Dateie(en) neuladen"...
  In der Fileselectbox knnen jetzt im Dateinamenfeld Wildcards ange-
  geben werden (Beispiel: "*.DOC" ldt alle .DOC-Dateien des Ver-
  zeichnisses). (7UP lt gren...)

- 'Umstieg' auf Pure-C. Die TT-RAM-Flags sind dadurch automatisch
  gleich richtig gesetzt, so da es dort gleich richtig 'abgeht'.
  Aber Vorsicht bei Samples im DMA-Mode! Wer das unbedingt nutzen
  mchte, mu vorerst noch selber fr ein entsprechend gesetztes
  Flag (Mallocs aus ST-RAM) im Programm-Header sorgen. Ich verspreche
  Abhilfe in der nchsten Version (Benutzung von Mxalloc)...

- Geditherte Farbbilder sollten jetzt 'natrlicher' erscheinen, da
  eine aus der Fernsehtechnik bekannte Umrechnungsformel (Y-Signal)
  fr die RGB-Grauwert-Konvertierung verwendet wird. (Dank auch an
  Dieter, der mich darber 'aufgeklrt' hat...)

- Bei speziellen Metafiles konnte es vorkommen, da 1stView ber
  sein Fenster hinaus auf den Bildschirm malte. Behoben.

- 1stView "hrt" jetzt auch auf den Namen .GTP (beim Sichern der
  Konfiguration).

- Zustzliche Informationsanzeige in Popups: Pixel bei Images,
  Zeilenzahl bei Texten.

- 1STVIEW.DVI wird nicht lnger untersttzt -> weniger Platz +
  einfachere Weitergabe (+ weniger Arbeit fr mich)

Dec 23 1991:
""""""""""""

- "Sag niemals nie!": In bestimmten Fllen konnte die in der letzten
  Version eingefhrte neue Rebuild-Methode doch noch fehlschlagen.
  Die Idee war schon gut, die Umsetzung leider mangelhaft. Ich hoffe
  (stark...), da jetzt alle Probleme beseitigt sind.

- Um Abhngigkeiten von der Farbauflsung zu vermeiden, mute die
  Interpretation des XIMG-Formats (Reihenfolge der Farbindizes)
  gendert werden (in Abstimmung mit dem GEMVIEW-Autor Dieter Fiebel-
  korn). Alte XIMG-Dateien sollten wie folgt transformiert werden:
  Bild einladen MIT gedrckter rechter Shifttaste, Originalpalette
  anwhlen, Farbpalette sichern OHNE gedrckte rechte Shifttaste
  (funktioniert bei Bildern bis 16 Farben auch in Monochrom!).
  Nheres steht in 3.3.

- Probleme beim Konfigurieren unter Let'emFly (Freeware von
  Oliver Scheel) umgangen sowie Tastaturbelegung angepat.
  (Man fliegt halt nicht mehr ohne...)

- 1st View kann jetzt mehrseitige Metafiles korrekt darstellen
  (Seitenvorschub mit v_updwk und v_clrwk). Es kann seitenweise
  geblttert und gedruckt werden.
  Derartige Metafiles knnen von 7UP ab Version 2.1 (liegt mir der-
  zeit als Beta-Version vor) aus beliebigen ASCII-Dateien erzeugt
  werden.
  Bemerkung: Diese Funktion war (per Tastatur) im wesentlichen schon
  in der letzten Version verfgbar (fr Testzwecke, daher undokumen-
  tiert).

- Kein Nachlaufen mehr beim Tastatur-Scrollen (Dank an Michael fr
  die elegante Methode).

Nov 24 1991:
""""""""""""

  Bezugsversion.
  Sollten Sie eine noch ltere Version besitzen, lesen Sie am besten
  alles nochmal durch.


10.	 Referenz
-----------------

Zunchst  mchte  ich  mich  herzlichst  bei den Brdern Gei fr ihr
GEM-Profi-Buch	 bedanken,  ohne  das  dieses  Projekt	kaum  mglich
gewesen  wre.	Ein  weiterer  Dank gebhrt Stefan Eissing und Gereon
Steffens   fr	 ihren	 kommunikationsfreudigen   und	kaum  Wnsche
offenlassenden	Desktop  GEMINI, der eine bequeme Arbeit mit 1st View
erst  ermglicht. Nicht zuletzt geht mein Dank an Borland Mnchen fr
ihre   konkurrenzlos   komfortable   und   leistungsfhige   Purbo-C-
Programmier-Umgebung.

Bei  1st View handelt es sich um "Freeware". Das bedeutet, Sie drfen
(und  sollen)  das  Programm  kostenlos fr private Zwecke nutzen und
weitergeben.  Bei  der Weitergabe sind die beiden Dateien 1STVIEW.ACC
und   1STVIEW.TXT   unverndert   zu   kopieren.   Eine  kommerzielle
Verbreitung  in  jeder	Form  (PD-Sammeldisketten o..) bedarf meiner
schriftlichen Genehmigung.

Gegen  Einsendung  einer  rckfrankierten  Diskette erhalten Sie beim
Autor  die  C-Quellen  sowie 1st Guide, eine Erweiterung von 1st View
durch	  ein	  Hypertextsystem     mitsamt	eines	umfangreichen
Informationssystems  ber  das	ST-Betriebssystem.  Dabei  handelt es
sich  jedoch  um  ein  "Shareware"-Produkt, was bedeutet, da Sie bei
regelmiger  Nutzung beim Autor einen finanziellen Beitrag (DM 20,-)
zu entrichten haben.

Viel Erfolg bei der Anwendung des Programms wnscht Ihnen

	Guido Vollbeding
	Leitergasse 4 / 503
	D-O-4020 Halle

Bankverbindung:

	Guido Vollbeding
	Stadt- u. Saalkreis-Sparkasse Halle
	Kto. 486260725
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