Die wichtigsten nderungen in HDDRIVER 3.51 gegenber HDDRIVER 2.80:

- Die Option "XFRB anlegen" reserviert einen 64 KByte groen Speicherblock
  fr bestimmte Gertetreiber (z.B. fr Streamer). Nhere Informationen zum
  XFRB finden sich in den Beschreibungen zu den Treibern, die das XFRB-
  Konzept untersttzen. Arbeitet man mit keinem derartigen Gertetreiber ist
  es nicht sinnvoll, "XFRB anlegen" zu aktivieren.
- Die Option "MULTIPLE READ/WRITE" kann bei manchen Rechnern, insbesondere
  bei STs mit IDE-Adapter zu einer hheren Zugriffsgeschwindigkeit am IDE-
  Bus fhren. Dies sollte im Einzelfall ausprobiert werden.
- Die Treiberroutinen fr Falcon SCSI wurden verbessert.
- HDDRIVER erkennt, ob MagiC! (vormals Mag!X) >= 3.0 aktiv ist. Wenn ja,
  werden bis zu 26 Laufwerke A bis Z (auper U) untersttzt. (MagiC! 3.0
  befindet sich zur Zeit noch im Betastadium, ist also noch nicht erhltlich.)
- HARDBOOT installiert HDDRIVER nun als HDDRIVER.SYS, also mit konformer
  Extension zu anderen Treibern.
- HARDBOOT erlaubt es nun, den Prozessorcache beim Booten mit HDDRIVER
  unverndert zu lassen. Das Abschalten der Option >CPU-Cache aktivieren< ist
  nur dann sinnvoll, wenn man einen Rechner mit 68030-Karte (z.B. PAK/3)
  besitzt und noch mit TOS 2.0 arbeitet.
- HARDPART lst nach dem Partitionieren keinen Reset mehr aus, wenn ein XHDI
  1.2 kompatibler Treiber installiert ist. Stattdessen wird dem Treiber fr
  die entsprechenden Laufwerke ein Medienwechsel mitgeteilt. ndert sich durch
  die Partitionierung die Zahl der Partitionen, sollte dennoch ein Reset
  durchgefhrt werden, damit die Laufwerkskennungen neu verteilt werden.
- HDDRIVER erlaubt nun die Auswahl der Schnittstelle, die zuerst auf Platten
  berprft werden soll. Diese lt sich unter "Prioritt" in HDDRCONF
  einstellen. So kann man beim TT ACSI-Platten vor SCSI-Platten, beim Falcon
  SCSI-Platten vor IDE-Platten einbinden.
- IDEINIT erlaubt die Verwendung "kritischer" IDE-Platten (s. u.).
- HDDRIVER untersttzt beim Parken per XHDI das IDE Power-Management.
- Erkennung von Medien mit vertauschten High- und Low-Bytes.
- Das Accessory AUTOPARK bietet nun einen zustzlichen Button "Sichern" an.
  Damit lassen sich die aktuellen Einstellungen auf Laufwerk C speichern.
- Die Datei ICONS.RSC enthlt einen Satz Icons fr HDDRIVER und die
  zugehrigen Programme. (Die Icons wurden von Karl-Ludwig Dietsch gestaltet.)
- HDDRIVER untersttzt XHDI 1.25 sowie Bus Arbitrierung (s. u.).
- AUTOPARK.PRG wird nicht mehr bentigt.
- Die Option zum Einschalten des CPU-Cache whrend des Bootens befindet sich
  nun nicht mehr in HARDBOOT, sondern in HDDRCONF.
- Fehler beim Lesen/Schreiben von zusammenhngenden Blcken mit mehr als 16383
  Sektoren (8 MByte) bei Falcon SCSI behoben.
- Die Option "F030 SCSI" in HDDRCONF entfllt. Da inzwischen eine ganze Reihe
  an Hardwarefehlern bei Falcon SCSI bekannt ist, die nicht per Software
  behoben werden knnen, ist die einzig sinnvolle Lsung bei Problemen mit dem
  SCSI-Bus des Falcon ein Hardware-Patch. Wenden Sie sich hierzu bitte an
  Ihren Atari-Hndler.

Die wichtigsten nderungen in HDDRIVER 4.00 gegenber HDDRIVER 3.50:

- Das Programm HDDRUTIL ersetzt HARDBOOT, HDDRCONF, HARDPART und IDEINIT.
- Untersttzung nicht blockierender DMA-bertragungen unter MagiC 3.0. Hierzu
  ist die entsprechende Option innerhalb der allgemeinen Parameter zu
  aktivieren. Dieser Modus ist unter MagiC 3.0 grundstzlich zu empfehlen, da
  Festplattenaktivten am ACSI- oder SCSI-Bus nicht mehr dafr sorgen, da
  parallel laufende Programme whrend der Datenbertragung angehalten werden
  mssen. Auf diese Weise erfhrt das Multitasking whrend plattenintensiver
  Operationen eine deutliche Beschleunigung. Auch in Verbindung mit der
  virtuellen Speicherverwaltung OUTSIDE kann dieser Modus vorteilhaft und ohne
  Gefahr von Datenverlusten eingesetzt werden.


Bus Arbitrierung

HDDRIVER untersttzt fr SCSI bei TT und Falcon nun die sogenannte "Bus
Arbitration". In diesem Modus knnen mehrere Rechner gleichzeitig auf eine
einzige Festplatte zugreifen, ohne da es auf Treiberebene Probleme gibt.
Dazu wird jedem Rechner eine eigene SCSI-ID zugewiesen, die nicht doppelt
vorkommen darf. Die ID wird in HDDRCONF unter >Arbitration SCSI-ID<
eingestellt. Auerdem mu dieser Button selektiert werden, damit Bus
Arbitration verwendet wird. Die Bus Arbitrierung bietet zwei Vorteile
gegenber dem normalen SCSI-Betrieb:

  1. Mehrere Rechner knnen gleichzeitig auf eine Platte zugreifen, ohne da
     es auf Treiberebene Probleme gibt. Es ist jedoch zu beachten, da jeder
     Rechner (GEMDOS) in der Regel einen eigenen Cache fr jede Partition
     unterhlt. Schreibzugriffe auf gemeinsame Partitionen sind daher nicht
     empfehlenswert. Es bietet sich an, solche Partitionen mit HDDRIVER
     schreibzuschtzen. Unproblematisch ist es, wenn zwar auf eine gemeinsame
     Platte, aber nicht auf dieselben Partitionen zugegriffen wird, z. B.
     wenn ein Computer unter TOS, der andere unter Linux luft und daher
     keine gemeinsamen Partitionen vorhanden sind.
  2. Platten oder MODs, die Treiber mit Bus Arbitrierung zwingend erforden
     (z. B. Quantum Empire PD1080S, Fujitsu M2512A) knnen nun am TT oder
     Falcon betrieben werden. Booten kann man von diesen Platten allerdings
     nicht, da TOS keine Bus Arbitrierung untersttzt und daher nach einem
     Reset den Rootsektor dieser Platten nicht lesen kann.

Die SCSI-ID fr den Bus Arbitration Modus wird in dem dafr vorgesehenen
Bereich im nicht flchtigen RAM (NVM) abgelegt. Bus Arbitrierung ist nur beim
SCSI-Bus von Falcon und TT mglich, nicht aber bei einem ST. Der Button
>Arbitration SCSI-ID< wird daher beim ST nicht angezeigt.


"Kritische" IDE-Festplatten

Manche IDE-Festplatten liefern dem Festplattentreiber auf Anfrage keine
gltigen Angaben ber ihr Format, so da es notwendig ist, diese Daten per
Hand vorzugeben. Solche Platten, bei denen es sich in der Regel um ltere
Typen handelt, erkennt man daran, da sich Festplattentreiber auf ihnen nicht
mit den blichen Methoden (s. Handbuch) installieren lassen.
Besitzen Sie eine dieser alten Platten, gehen Sie zur Treiberinstallation wie
folgt vor:
Rufen Sie nach dem Start von HDDRUTIL die Option "IDE-Parameter" auf. Es
werden die Plattenparameter der IDE-Einheiten 0 und 1 (sofern vorhanden) so
angezeigt, wie die Platte sie dem Treiber bermitteln wrde. Tragen Sie nun
die korrekten Parameter in die Eingabefelder ein. Diese Parameter finden Sie
entweder in der Hardware-Information zur Platte oder erfragen sie vom
demjenigen, der Ihnen die Platte verkauft hat. Verlassen Sie den Dialog mit
OK und installieren Sie danach HDDRIVER wie im Handbuch beschrieben.
Ein Wort zum Hintergrund dieser Aktionen: Die Plattenparameter werden direkt
in die HDDRIVER-Programmdatei eingetragen. Auerdem wird bei der Installation
des Treibers ein Rootsektor auf die Platte geschrieben, der diese Parameter
ebenfalls beinhaltet.
Vor der Benutzung der Option "IDE-Parameter" sollten Sie auf jeden Fall erst
versuchen, den Treiber ganz normal zu installieren. IDE-Platten, die falsche
Parameter liefern, sind uerst selten. In der Regel handelt es sich dabei um
sehr alte Modelle.


    Uwe Seimet, 5. Februar 1995