Wichtige nderungen in HDDRIVER 3.10 gegenber HDDRIVER 2.80:

- Zustzlich zur Identifikation einer SCSI-Unit wird beim Starten des
  Treibers nun auch die ROM-Versionsnummer der Firmware angezeigt.
- HDDRIVER untersttzt nun XHDI 1.20.
- Die Option "XFRB anlegen" reserviert einen 64 KByte groen Speicherblock
  fr bestimmte Gertetreiber (z.B. fr Streamer). Nhere Informationen zum
  XFRB finden sich in den Beschreibungen zu den Treibern, die das XFRB-
  Konzept untersttzen. Arbeitet man mit keinem derartigen Gertetreiber ist
  es nicht sinnvoll, "XFRB anlegen" zu aktivieren.
- Die Option "MULTIPLE READ/WRITE" kann bei manchen Rechnern, insbesondere
  bei STs mit IDE-Adapter zu einer hheren Zugriffsgeschwindigkeit am IDE-
  Bus fhren. Dies sollte im Einzelfall ausprobiert werden.
- Die Treiberroutinen fr Falcon SCSI wurden verbessert.
- HDDRIVER erkennt, ob MagiC! (vormals Mag!X) >= 3.0 aktiv ist. Wenn ja,
  werden bis zu 26 Laufwerke A bis Z (auper U) untersttzt. (MagiC! 3.0
  befindet sich zur Zeit noch im Betastadium, ist also noch nicht erhltlich.)
- HARDBOOT installiert HDDRIVER nun als HDDRIVER.SYS, also mit konformer
  Extension zu anderen Treibern.
- HARDBOOT erlaubt es nun, den Prozessorcache beim Booten mit HDDRIVER
  unverndert zu lassen. Das Abschalten der Option >CPU-Cache aktivieren< ist
  nur dann sinnvoll, wenn man einen Rechner mit 68030-Karte (z.B. PAK/3)
  besitzt und noch mit TOS 2.0 arbeitet.
- HARDPART lst nach dem Partitionieren keinen Reset mehr aus, wenn ein XHDI
  1.2 kompatibler Treiber installiert ist. Stattdessen wird dem Treiber fr
  die entsprechenden Laufwerke ein Medienwechsel mitgeteilt. ndert sich durch
  die Partitionierung die Zahl der Partitionen, sollte dennoch ein Reset
  durchgefhrt werden, damit die Laufwerkskennungen neu verteilt werden.
- HDDRIVER erlaubt nun die Auswahl der Schnittstelle, die zuerst auf Platten
  berprft werden soll. Diese lt sich unter "Prioritt" in HDDRCONF
  einstellen. So kann man beim TT ACSI-Platten vor SCSI-Platten, beim Falcon
  SCSI-Platten vor IDE-Platten einbinden.
- IDEINIT erlaubt die Verwendung "kritischer" IDE-Platten (s.u.).
- Bei hohen Bildschirmauflsungen (z.B. mit ScreenBlaster, BlowUp) haben
  einige Falcons Probleme mit dem SCSI-Protokoll. Dies macht sich in Fehlern
  beim Zugriff auf SCSI-Platten am Falcon030 bemerkbar. HDDRIVER kann diese
  Schwierigkeiten in der Regel per Software in den Griff bekommen. Hierzu
  gengt es, in HDDRCONF den Knopf >F030 SCSI< zu selektieren. Dies sollte
  jedoch wirklich nur dann geschehen, wenn solche Fehler tatschlich auftreten,
  da die bertragungsraten auf dem SCSI-Bus durch diese Einstellung
  beeintrchtigt werden.
  In vielen Fllen lassen sich diese bertragungsfehler nur durch eine
  Hardware-Modifikation beheben. Nhere Informationen gibt Ihnen Ihr Atari-
  Hndler.
- HDDRIVER untersttzt beim Parken per XHDI das IDE Power-Management.
- Erkennung von Medien mit vertauschten High- und Low-Bytes.
- Das Accessory AUTOPARK bietet nun einen zustzlichen Button "Sichern" an.
  Damit lassen sich die aktuellen Einstellungen auf Laufwerk C speichern.
  Es ist somit nicht mehr erforderlich, die Parameterdatei AUTOPARK.INF von
  Hand zu editieren.
- HDDRIVER zeigt nun nur noch den Plattennamen, aber nicht mehr die
  Firmware-Versionsnummer an, da letztere oft zu Verwirrung gefhrt hat.
- Bug in XHInqTarget (XHDI) beseitigt.
- Erweiterung der GEMDOS-Puffer nun auch bei MagiC!.
- Die Datei ICONS.RSC enthlt einen Satz Icons fr HDDRIVER und die
  zugehrigen Programme. (Die Icons wurden von Karl-Ludwig Dietsch gestaltet.)


Das Programm IDEINIT

Manche IDE-Festplatten liefern dem Festplattentreiber auf Anfrage keine
gltigen Angaben ber ihr Format, so da es notwendig ist, diese Daten per
Hand vorzugeben. Solche Platten, bei denen es sich in der Regel um ltere
Typen handelt, erkennt man daran, da sich Festplattentreiber auf ihnen nicht
mit den blichen Methoden (s. Handbuch) installieren lassen.
Besitzen Sie eine dieser alten Platten, gehen Sie zur Treiberinstallation wie
folgt vor: Starten Sie das Programm IDEINIT aus dem gleichen Verzeichnis, in
dem sich auch die HDDRIVER-Programmdatei befindet. IDEINIT zeigt die Platten-
parameter der IDE-Einheiten 0 und 1 (sofern vorhanden) so an, wie die Platte
sie dem Treiber bermitteln wrde. Tragen Sie nun die korrekten Parameter in
die Eingabefelder ein. Diese Parameter finden Sie entweder in der Hardware-
Information zur Platte oder erfragen sie vom demjenigen, der Ihnen die Platte
verkauft hat. Verlassen Sie anschlieend IDEINIT mit OK und installieren Sie
danach HDDRIVER wie im Handbuch beschrieben mit HARDBOOT.
Ein Wort zur Funktionsweise von IDEINIT: Das Programm trgt lediglich die
Plattenparameter direkt in die HDDRIVER-Programmdatei ein. Bei der
Installation mit HARDBOOT wird ein Rootsektor auf die Platte geschrieben, der
diese Parameter ebenfalls beinhaltet.
Vor der Benutzung von IDEINIT sollten Sie auf jeden Fall erst versuchen, den
Treiber ganz normal zu installieren. IDE-Platten, die IDEINIT bentigen, sind
uerst selten.


Eine schriftliche Dokumentation zur Treibersoftware, in der alle nderungen
bis zur Version 3.10 integriert sind, ist gegen Einsendung von 10,- bei mir
erhltlich.

    Uwe Seimet, 3. Juli 1994