In dieser Datei stehen 4 wichtige Hinweise fr...

  a) TT-Benutzer und solche, die es mal werden wollen
  b) Benutzer des HuSHI-Harddisktreibers 3.16 und allgemein die Leute, die 
     Caches auf BIOS-Ebene einsetzen.
  c) Benutzer von lteren Cache-Programmen aus der VORTEX-Software
  d) Benutzer der Betatestversion 0.80 des neuen MultiTOS

Wer sich angesprochen fhlt oder nicht ausschlieen kann, jemals unter 
einen der obigen Punkte zu fallen, sollte sich gut anschauen, was hier 
steht!


************************ Wichtige Hinweise ! *****************************

 a) Bei (leider) den meisten Modellen des Atari-TT sind die Treiber fr die 
DMA- (ACSI-) Schnittstelle uerst schmalbrstig ausgelegt. Hier kann es 
Probleme beim Betrieb von externen Fest- oder Wechselplatten am ACSI-
Bus (da, wo auch der Atari-Laserdrucker angeschlossen wird) geben.

Um festzustellen, ob diese Probleme bei Ihnen auftreten, sollten Sie mit 
dem KOBOLD eine grere Datenmenge (mind. 5-10 MB) von dem internen auf das 
am DMA-Bus angeschlossene externe Laufwerk kopieren und anschlieend mit 
TREE CHECK (Einstellung: 'identisch') berprfen, ob dies erfolgreich war 
(Die Anleitung zu TREE CHECK finden Sie in dem gleichnamigen Ordner!). 
Wenn alle Dateien der Kopie mit den Originalen identisch sind, sind Sie 
vermutlich von dem Problem verschont geblieben.

Wenn dies nicht der Fall ist, sondern einige - meist wenige - Dateien von 
TREE CHECK als 'nicht identisch' gemeldet werden, so sollten Sie die 
Partitionen der externen Laufwerke im KOBOLD in den GEMDOS-Modus (siehe 
Handbuch) schalten. Dann erfolgt der Zugrif darauf ber den Bus im 
Durchschnitt wesentlich langsamer. Dies ist natrlich auf lange Sicht 
eine sehr unbefriedigende Lsung, zumal auch der normale Zugriff ber das 
GEMDOS nicht mehr 100%ig sicher ist. Bei groen Dateien kann es auch hier 
zu Fehlern kommen, selbst wenn Sie normal ber das Desktop kopieren wrden. 
Dies ist im brigen kein Fehler des KOBOLD, sondern ein Hardware-Problem 
Ihres Rechners, das jedoch durch die hohe Auslastung der DMA-Schnittstelle 
durch den KOBOLD hier deutlicher zutage tritt. brigens hat es keinen 
Sinn, ein mglicherweise durch Ihren Treiber untersttztes 'Verify' 
einzuschalten. Eine solche Kontrolle wird von der Festplatte selbst 
intern durchgefhrt und berprft lediglich, ob die erhaltenen Daten auch 
korrekt auf die Platte geschrieben wurden. Allerdings treten die Fehler 
ja bei der Datenbertragung auf, so da bereits falsche Daten bei dem 
Laufwerk ankommen.

Ein Alternative, die - wenn mglich - auf jeden Fall zu bevorzugen ist, 
ist der Anschlu des externen Laufwerkes an den SCSI-Ausgang Ihres TT. 
Diese Schnittstelle arbeitet wesentlich zuverlssiger als der DMA-Bus, 
selbst grere Kabellngen bereiten hier keine Probleme. Alle mir 
bekannten Festplatten, die aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit zu dem 
obigen Problem fhren knnten, sind SCSI-Platten (Quantum, Fujitsu, 88 MB 
Wechselplatten...) und knnen mithin mehr oder weniger direkt an die 
gleichnamige Schnittstelle angeschlossen werden. Fragen Sie Ihren 
Fachhndler, ob und wie dies bei Ihrem Laufwerk zu bewerkstelligen ist. 
I.d.R. mu eine Umstellung inner- oder auerhalb der Platte vorgenommen 
werden und Sie bentigen ein spezielles Anschlukabel (MAC-SCSI <-> 
SCSI). Der Aufwand lohnt sich in jedem Fall!

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 b) Zur Atari-Messe 1992 erschien eine neue Version des sehr empfehlens- 
werten Harddisktriebers HuSHI, der die Versionsnummer 3.16 trgt. Dieser 
HuSHI ist mit einem BIOS-Cache ausgestattet, der zumindest in dieser 
Version leider noch etwas fehlerhaft ist. Sie sollten diesen Cache 
ausschalten (also die Cachegre auf 0 KByte einstellen), wenn bei Ihnen 
nach einer Kopie von vielen Daten mit dem KOBOLD pltzlich Ordnerinhalte 
durcheinander sind, Dateien ganz fehlen oder defekt sind. Bei manchen 
Leuten funktioniert der Cache problemlos (z.B. bei mir), bei anderen gar 
nicht.

Cache-Programme auf BIOS-Ebene sind leider ein stndiger Quell von 
Fehlern, da deren Implementation recht schwierig ist und einige Kenntnis 
der mglichen Haken und sen verlangt. Wenn Sie ein beliebiges Cache-
Programm dieser Art verwenden und Probleme haben, ist es gut mglich, da 
nach Entfernen dieses Programmes alles wieder einwandfrei funktioniert.

Dies betrifft _nicht_ GEMDOS-Caches, die lediglich die internen 
Betriebssystempuffer fr die Blockbelegungstabelle und Daten vergrern. 
Diese werden vom KOBOLD ohnehin umgangen.

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 c) Ich mu dringend von der Benutzung lterer Cache-Programme abraten, die 
den Festplatten der Fa. Vortex beilagen. Diese Cache-Programme reagieren 
nicht auf das Simulieren eines Medienwechsels und die damit verbundene 
Freigabe aller GEMDOS bekannten Informationen ber das Laufwerk. Wenn 
GEMDOS nun diese Informationen neu anfordert (was ja Sinn des erzwungenen 
Medienwechsels ist), dann liefert dieser Cache nach wie vor die alten und 
mittlerweile nicht mehr richtigen Informationen, statt sie ebenfalls neu 
von der Platte zu lesen.

Ob Ihr Cache in dieser Weise fehlerhaft ist, knnen Sie leicht ermitteln. 
Installieren Sie den KOBOLD als Accessory und ffnen Sie auf dem Desktop 
ein beliebiges Verzeichnisfenster. Whlen Sie ein Verzeichnis aus, in dem 
sich irgendeine Datei befindet, die Sie lschen knnen. Rufen Sie nun den 
KOBOLD auf und lschen Sie diese Datei. Wenn Sie nun den KOBOLD wieder 
verlassen und dann die ESC-Taste drcken, dann erzeugt das Desktop einen 
Medienwechsel und liest das angezeigte Verzeichnis neu ein. Die gerade 
mit dem KOBOLD gelschte Datei darf nun nicht mehr angezeigt werden. Wenn 
doch, dann sollten Sie Ihr Cache-Programm schleunigst aus dem Auto-Ordner 
entfernen. Nicht nur mit dem KOBOLD, sondern zu allen mglichen 
Gelegenheiten knnen Sie damit in allergrte Schwierigkeiten geraten!

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 d) Dieser Hinweis ist lediglich fr diejenigen, die Betaversionen des 
neuen MultiTOS verwenden:

Die MiNT-Version 0.95pl11 funktioniert nun korrekt bzgl. des 
Medienwechsels. Daher wird ab sofort ab V 0.95 nur noch per Dlock() der 
Medienwechsel simuliert. Wer noch MultiTos mit der dort mitgelieferten 
Vorversion des MiNT 0.95 (pl5) benutzt, sollte dort tunlichst auf den 
KOBOLD verzichten. Denn ohne den Medienwechsel sind die Partitionen 
leicht zerstrt! Leider lt sich der Patchlevel nicht erfragen, daher 
mu man selbst darauf achten. Ab MultiTOS > V 0.80 wird ein 
funktionstchtiges MiNT dabei sein. Man kann aber auch einfach die 
offizielle PD-Version 0.95 (die hat bereits pl11) zusammen mit dem GEMSYS 
von 0.80 als MultiTos benutzen.

ALSO: NICHT KOBOLD 2.0 & MULTITOS V 0.80/MINT 0.95pl5 ZUSAMMEN VERWENDEN.

