Wichtige Zusatzinformatione:
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Die folgenden Informationen konnten nicht mehr rechtzeitig vor Drucklegung 
in das Handbuch aufgenommen werden. Bitte lesen Sie alles aufmerksam 
durch und drucken Sie diese Datei aus und legen Sie sie ins Handbuch, um 
Miverstndnissen bei den angegebenen Hinweisen vorzubeugen:

* Den Jobbefehl 'NEW_FOLDER' (Neuen Ordner anlegen) kann man auch ohne Angabe 
  eines Ordnernamens verwenden. In dem Fall erscheint der normale 
  Dialog zur Eingabe des gewnschten Ordnernamens, so da der Benutzer zur 
  Laufzeit des Jobs einen beliebigen Ordner anlegen kann. Da dieser dann 
  gleich geffnet wird, kann vom Job aus im Anschlu direkt hineinkopiert 
  werden.

* Im Lieferumfang befindet sich ein Backupprogramm fr Sicherheitskopien auf 
  Disketten oder auch beliebige andere wechselbare Medien (Wechselplatten, 
  Bernoulli-Laufwerke etc.). Es erzeugt einfach einen Job, der dann von 
  KOBOLD abgearbeitet werden kann. Einige Anwender haben sich eine 
  Backupmglichkeit nach einem derartigen Verfahren gewnscht. Entwickelt 
  wurde dieses Programm von Bernd Schieferdecker, der uns freundlicherweise 
  gestattete, es mit auf die KOBOLD-Diskette zu kopieren. KAKTUS bernimmt 
  jedoch keinerlei Support fr dieses Produkt! Bei Problemen oder Wnschen 
  wenden Sie sich bitte direkt an den Autor (siehe Anleitung), der sich 
  natrlich auch ber eine Spende freut, wenn Ihnen das Programm gefllt.

* Falls Sie neue Laufwerke anmelden -- z.B. eine Ramdisk starten --, so 
  knnen Sie im laufenden Kobold die Laufwerksliste durch erneutes Auswhlen 
  von '?' oder durch 'ESC' (bzw. 'Shift-ESC') um das neu hinzugekommene 
  Laufwerk ergnzen. Falls Sie solch eine Ramdisk mit dem EXECUTE-Befehl der 
  Jobverarbeitung installieren, so wird das neue Laufwerk automatisch 
  anschlieend in die Liste der zulssigen Laufwerke aufgenommen und kann 
  direkt nach Abschlu des EXECUTE-Befehls angesprochen werden.

* Unter normalen TOS-Versionen ist es eigentlich nicht mglich, aus 
  Accessories heraus ein anderes Programm zu starten. KOBOLD kann dies bei 
  Ausfhrung des Jobbefehls EXECUTE im Accessorybetrieb nur mit uerst tief 
  ins System eingreifenden Tricks. Schweren Herzens haben wir uns 
  entschlossen, dies auf diesem Wege zu ermglichen, anstatt den Befehl im 
  Accessory-Betrieb einfach ganz zu sperren, da der Trick in den meisten 
  Fllen bei sinnvollen hier aufrufbaren Programmen (Packer, Tree-Check etc.) 
  problemlos funktioniert. Allerdings knnen wir _keine_ Garantie geben, da 
  dies unter allen Konfigurationen problemlos geht. Wenn Ihr System bei 
  Ausfhrung eines Programms aus dem Accessory-Betrieb heraus hngt oder 
  bombt, so knnen wir nichts daran ndern. Eigentlich sollte es aber 
  klappen. In Mehrprozeumgebungen wie Mag!X oder MultiTOS ist dies alles 
  aber kein Problem! Dort ist das Starten von Programmen aus Accessories 
  heraus auch nicht verboten.

* Unter preemptiven Mehrprozeumgebungen (MultiTOS, Mag!X 2.0) kann das 
  Formatieren einer Diskette geringfgig lnger dauern als unter anderen 
  Betriebssystemen, da hier auch die sehr zeitkritischen Formatierroutinen 
  zwecks Prozeumschaltung unterbrochen werden knnen. Dadurch sind bei 
  einigen Spuren zwei oder mehr Umdrehungen der Diskette zum 
  Formatieren erforderlich, durch die diese geringe Verzgerung entsteht.

* Hufig erhalten wir Anfragen von Anwendern, die Fehlermeldungen der Art 
  'Daten auf Disk C: defekt' auf einen Kopierfehler von Kobold zurckfhren. 
  Diese Fehlermeldung kommt jedoch vom Betriebssystem bzw. Ihrem 
  Festplattentreiber und weist darauf hin, da ein physikalisches Problem 
  beim Plattenbetrieb vorliegt. Entweder klappt die Datenbertragung zwischen 
  Rechner und Platte nicht einwandfrei (z.B. durch lockere oder zu lange 
  Kabelverbindung), oder aber die Platte selbst war nicht in der Lage, die 
  gewnschten Sektoren zu lesen oder zu schreiben. Solch ein Fehler kann 
  nicht durch Kobold verursacht werden. KOBOLD KANN IHRE PLATTE NICHT 
  PHYSIKALISCH ZERSTREN! Kobold beschreibt auch nie den Bootsektor oder kann 
  auch unmglich an den fr die Platte lebenswichtigen Rootsektor 
  herankommen! Wenn Ihre Platte aus irgendwelchen Grnden nicht mehr 
  ansprechbar ist, kann dies nicht mit Kopieraktionen des Kobold 
  zusammenhngen. Dies ist prinzipiell bei dem verwendeten Kopierverfahren 
  nicht mglich!
  Ein gefrchtetes Phnomen, das Ihre Platte unzugnglich machen kann, ist 
  der sog. Headcrash, bei dem der nur wenige Mikrometer ber der 
  Plattenoberflche schwebende Schreib-/Lesekopf gegen ein Hindernis -- z.B. 
  ein Staubkorn -- stt und dann die Oberflche zerkratzt und unbrauchbar 
  macht. Dies betrifft besonders hufig die im Gegensatz zu einer normalen 
  Festplatte nie 100%ig luftdichten Wechselplattenmedien.
  Wenn Sie eine SCSI-Platte haben und ein unlesbarer Sektor entdeckt wird, so 
  tauscht die Platte diesen Sektor nach einem einmaligen Melden eines Schreib-
  oder Lesefehlers automatisch gegen einen Reservesektor aus. Wenn der 
  ursprngliche Sektor jedoch Daten enthielt, so gehen diese stillschweigend 
  verloren bzw. werden durch den Inhalt des Reservesektors -- meist Nullen 
  oder ein Testmuster der Formatierung -- ersetzt. Dies resultiert dann in 
  zerstrten Dateien oder abgeschnittenen bzw. zerstrten Verzeichnissen. Ein 
  besonders sicheres Indiz sind Verzeichnisse mit lauter Eintrgen der Form 
  'UUUUUUUU.UUU'. Dies ist nmlich das klassische Testmuster Hexadezimal 55, 
  mit dem viele Platten neu formatiert werden. Hier handelt es sich dann 
  sicher um einen leeren Reservesektor!
  Bei einem Headcrash gehen in kurzer Zeit -- im Laufe einiger Tage --immer 
  mehr Sektoren kaputt. Solange die Platte noch Reservesektoren hat, merken 
  Sie dies nur an immer hufiger auftretenden Datenverlusten oder zerstrten 
  Verzeichnissen. Da die Anzahl der Ersatzsektoren jedoch begrenzt ist, kommt 
  es nach Aufbrauchen dieser Menge immer fter zu Schreib- oder Lesefehlern 
  mit dem Hinweis 'Daten auf Disk X: defekt'. Wenn Sie jetzt mit CORRECT 
  einen Sektortest durchfhren lassen, so werden Sie immer mehr defekte 
  Sekoren feststellen, obwohl diese bei einer funktionstchtigen SCSI-Platte 
  eigentlich gar nicht auftauchen drften. Jetzt ist es an der Zeit, zu 
  retten, was an Daten von diesem Medium noch zu retten ist, da es bald zu 
  einem vlligen Ausfall der Fest- oder Wechselplatte kommen wird.

* fter hren wir von Anwendern, da sie von einem sog. 'Fachhndler', zu dem 
  sie hilfesuchend mit einem Plattenproblem gingen, mit Worten wie 'Sie 
  benutzen KOBOLD? Kein Wunder da Ihre Platte kaputt ist...' abgespeist 
  werden. Dieser in dem Fall wohl doch nicht sehr kompetente Mensch hat 
  offensichtlich keine Ahnung von seinem Geschft oder versucht sich im 
  Garantiefall der bei ihm erworbenen Platte aus der Verantwortung zu 
  stehlen. Lassen Sie sich so nicht abweisen! KOBOLD kann -- wie bereits oben 
  erwhnt -- unmglich eine Platte physikalisch (d.h. 'richtig') zerstren! 
  KOBOLD tut nichts anderes, als das normale GEMDOS auch. Rufen Sie uns in 
  solch einem Fall bitte sofort an, damit der entsprechende Fachhndler uns 
  mitteilen kann, wie er zu seiner berzeugung kommt.
  Viele vergessen offenbar die bereits oben erwhnte Ersetzung von 
  Datensektoren durch leere Reservesektoren im Falle von gemeldeten Schreib- 
  und Lesefehlern. Dies -- und der damit verbundene unvermeidliche 
  Datenverlust -- drfte nahezu jeder Besitzer einer SCSI-Platte schon einmal 
  erlebt haben (vielleicht ohne es gleich zu merken!). KOBOLD kann da jedoch 
  gar nichts fr!

