Dieser Text ist ein Auszug aus dem gedruckten Manual zum
invers Ausschie-Modul, Versionsstand 3.0.

Bilder und Schemen fehlen diesem Text. Ergnzungen sind in den 
NEU_xxx.TXT-Dateien zu finden.


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Alle Programmrechte:
    1996 G.K. Modellbau & Camouflage Software, Michael Kammerlander.

Vertrieb und Handbuch:
    inversmedia Verlag GbR, Lningen 1996. Alle Rechte vorbehalten.

Das vorliegende Handbuch darf, auch auszugsweise, ohne die schriftliche 
Genehmigung vom inversmedia Verlag weder reproduziert, bertragen, 
umgeschrieben, auf Datentrger gespeichert noch in eine andere Sprache 
bzw. Computersprache bersetzt werden, weder in mechanischer, 
elektronischer, magnetischer, optischer, chemischer noch manueller Form.

Fr Anfragen wenden Sie sich bitte schriftlich an:

   inversmedia Verlag
   Jrgen Funcke, Frank Mller, Ulf Dunkel
   Gesellschaft brgerlichen Rechts
   Alter Postweg 6
   D-49624 Lningen

Der inversmedia Verlag bernimmt die Gewhr dafr, da das Produkt und 
das dazugehrige Referenzhandbuch nicht mit Fehlern behaftet sind, die 
ihren Wert oder ihre Tauglichkeit zu dem vorausgesetzten Gebrauch 
aufheben oder mindern.

Im brigen gelten die Allgemeinen Geschftsbedingungen vom inversmedia 
Verlag.

Die Rechte aller in diesem Handbuch genannten und eingetragenen 
Firmennamen und Firmenzeichen sowie Warennamen und Warenzeichen liegen 
bei den jeweiligen Firmen.

Calamus ist ein eingetragenes Warenzeichen fr mgi, Ontario.


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Modulkonzeption:
   Michael Kammerlander, Ulf Dunkel
Programmierung:
   Michael Kammerlander
Handbuchtext:
   Ulf Dunkel
Gestaltung:
   Darksoft//AVANTI, Lningen
Satz:
   Ulf Dunkel
Produktion:
   inversmedia Verlag, Lningen
   Hohnholt, Bremen (DocuTech)


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Nutzungsvereinbarung zum Ausschie-Modul
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Der Lizenznehmer ist berechtigt, das Modul auf einer einzelnen Anlage 
einzusetzen. Dabei mu die gelieferte Diskette in direktem rtlichen 
Bezug zu der Anlage gelagert sein und darf nicht zeitgleich auf einer 
zweiten Anlage eingesetzt werden. Jede Art der Vervielfltigung oder 
Verbreitung durch den Lizenznehmer ist untersagt.

Der Lizenznehmer ist nicht berechtigt, das Modul in irgendeiner Form 
selbst oder durch Dritte zu verndern. Dritten gegenber darf das 
Programm nur insoweit zugnglich gemacht werden, als dies zur Nutzung 
unbedingt erforderlich ist.

Die Bedienungsanleitung darf nur mit Genehmigung des Autors reproduziert 
werden (etwa durch Fotokopie, Mikrofilm, Datentrger oder ein anderes 
Verfahren).

Bei der Herstellung des Moduls und dessen Dokumentation wurde mit groer 
Sorgfalt vorgegangen, um die Richtigkeit und Funktionsfhigkeit zu 
gewhrleisten. Da jedoch stndig Verbesserungen und Nacharbeiten an der 
Software vorgenommen werden, knnen Autor, Hersteller oder Vertrieb 
keinerlei Haftung oder Gewhrleistung bernehmen.

Die Lizenz zur Nutzung der Programme erlischt, wenn der Lizenznehmer 
gegen die vorliegenden Lizenzbestimmungen verstt.

Falls eine der Bestimmung dieses Lizenzvertrages unwirksam ist oder wird, 
so berhrt dies die Wirksamkeit der anderen Bestimmungen nicht. Die 
unwirksame Bestimmung ist durch eine inhaltlich am nchsten kommende, 
wirksame Bestimmung zu ersetzen.

Gerichtsstand ist Cloppenburg.


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Inhalt
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1     Das Ausschiemodul
1.1   Sinn und Zweck
1.2   Installation
1.3   Modul ausfhren

2     Grundlagen zum Ausschieen
2.1   Druckbogen
2.2   Druckform
2.3   Schn- und Widerdruck
2.4   Ausgabeseite
2.5   Dokumentseite
2.6   Stegbezeichnungen
2.7   Ausschieschemen
2.7.1 Liegende und Stehende Ausschie-Formen
2.7.2 Umschlagen, Umstlpen
2.7.3 Einstecken, Ineinanderstecken
2.7.4 Anhngen, aufeinanderfolgende Bogen
2.8   Ausschieregeln

3     Ausschie-Prinzip
3.1   Ausschiearten
3.2   Dokumentumfang
3.3   Ausgabebereich
3.4   Ausgabeparameter
3.4.1 Ausgabe gedreht
3.4.2 Druckerrnder beachten
3.4.3 Auf Druckseite skalieren
3.4.4 2seitige Produktion

4     Die Dokument-Typen
4.1   Seiten
4.2   Liste
4.3   Buch
4.4   Heft
4.5   Frei
4.6   Altar


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1 Das Ausschiemodul
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1.1 Sinn & Zweck

Im Lieferumfang von Calamus SL befindet sich seit jeher ein Nutzenmodul, 
dessen Funktionalitt nie richtig belebt wurde. Weder konnte es mit 
anderen als den im Seitenmontage-Modul (im Formular Seitengre 
einstellen) fixierten Seitengren zusammenarbeiten, noch konnte man es 
zur Ausgabe auf Belichtern nutzen. Zudem ist sein Name selbst schon recht 
irrefhrend gewhlt, da das Ausgeben von echten Nutzen beliebiger 
Seiten damit ebenfalls nicht mglich ist.

Das alles (und noch viel mehr) ist jetzt mit dem neuen invers-
Ausschiemodul mglich. Es arbeitet mit beliebigen Seitenformaten und 
schiet beliebig anordbare Dokumentseiten-Gruppierungen aus. Da es die 
tatschliche Ausgabeflche des Ausgabegertes ggf. gar nicht beachtet, 
ist es sogar mglich, mit Ausgabetreibern, die in Dateien schreiben (wie 
z.B. der TIFF-Druckertreiber von adequate systems), frei definierbare 
Druckformgren zu nutzen.

Die Aufgabe eines Ausschie-Werkzeugs ist von Haus aus klar umrissen, 
bedeutet Ausschieen doch, einen Schriftsatz oder eine Druckseite zum 
Schlieen einer Druckform so bereitzustellen, da insbesondere die 
Seitenfolge dem Falzvorgang entspricht. Somit dient dieses Modul dazu, 
die von Ihnen im Einzel- oder Doppelseitenmodus erstellten Dokumente nach 
bestimmten Richtlinien auf mehrseitige Druckseiten fr mehrseitige 
Druckformen anzuordnen. Hinzu kommen ntzliche und wertvolle 
Arbeitserleichterungen wie das automatisch skalierte Ausdrucken von 
Kontrollseiten oder das vollautomatische Ausschieen von Altarfalz-
Prospekten.


1.2 Installation

Kopieren Sie das gewnschte Modul AUS_XX.CXM in Ihr Calamus-Modul-
Verzeichnis. Whlen Sie fr Calamus SL ab 1994* das AUS_94.CXM. (*Zum 
Zeitpunkt der Drucklegung dieses Handbuchs gab es noch keine eigene SL-
96-Modulversion. Das kann mittlerweile anders sein, so da Sie ggf. auf 
Ihrer Originaldiskette auch ein Modul mit Namen AUS_96.CXM oder hnlich 
finden. Falls dem so ist, sollten Sie ab Calamus SL 96 natrlich das 
neuere Modul nutzen, um z.B. lange Dateinamen verwenden zu knnen.)

Starten Sie Calamus und rufen Sie im Datei-Men die Funktion Externe 
Module auf, laden Sie das Modul AUS_XX.CXM und speichern Sie die 
Einstellung im Optionen-Men unter Einstellungen sichern. Dann steht 
Ihnen das invers-Ausschiemodul nach jedem Calamus-Start gleich zur 
Verfgung.

Das direkte Aufrufen des Ausschiemoduls aus dem Dialog Externe 
Module/Ausfhren im Datei-Men zeigt Ihnen die Versions-Infobox, in der 
Sie die aktuelle Versionsnummer des Moduls und einige Copyright-Hinweise 
finden. Die Versionsnummer ist wichtig fr etwaige Rckfragen, wenn Sie 
sich an den invers-Modulsupport oder Ihren invers-Hndler wenden.

Achten Sie darauf, da Sie das alte Nutzen-Modul von mgi/DMC nicht 
zusammen mit dem neuen Ausschie-Modul laden!


1.3 Modul ausfhren

Wenn Sie das Ausschiemodul geladen haben, knnen Sie es ganz normal im 
Seitenmodul aufrufen, wo es sich hinter dem entsprechenden Icon 
Nutzendruck einstellen verbirgt:

Zudem befindet sich bei geladenem Ausschiemodul im Calamus-Druckformular 
ein zustzlicher Button, der bis einschlielich SL 95 Nutzendruck hie 
und ab Calamus SL 96 wesentlich sinnvoller mit Montage beschriftet ist.

Wenn Sie auf diesen Button klicken, erscheint der Hauptdialog des 
Ausschiemoduls. In diesem knnen Sie die gewnschten Parameter des 
Ausschiemoduls einstellen. Verlassen Sie den Hauptdialog des 
Ausschiemoduls anschlieend, indem Sie den OK-Button anklicken.

Bitte achten Sie darauf, da im Druckdialog der Nutzendruck zudem noch 
aktiviert sein mu, damit die Funktionen des Ausschiemoduls berhaupt 
genutzt werden knnen.

(SL bis 95) oder 
(SL 96)


2 Grundlagen zum Ausschieen
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Mit einem modernen DTP- und Layoutsystem wie Calamus SL einzelne Seiten 
oder mehrseitige Broschren zu setzen, ist eine Sache. Eine andere aber 
ist es, voluminse Werke von mehr als hundert Seiten oder auch nur 
knifflige Prospektgestaltungen mit aufwendigen Falztechniken in der 
buchbinderischen Weiterverarbeitung zu produzieren.

DTP zog ursprnglich als Ideologie aus, die Fachberufler im graphischen 
Gewerbe das Frchten zu lehren, weil nun das komplette Produzieren von 
Drucksachen aller Art (!) am Schreibtisch vonstatten gehen sollte. Doch 
knapp zehn Jahre spter stellt man fest, da noch immer viele 
Einzelschritte auf dem Weg zum fertig gebundenen Buch oder zum 
drucklackierten Hochglanz-Faltprospekt aus der Hand gegeben werden. Der 
Grund hierfr ist weniger in Zeitnot und berlastung als vielmehr in 
mangelndem Fachwissen der anderen Arbeitsschritte zu suchen.

Damit Sie in Zukunft das Ausschiemodul als praktisches Werkzeug richtig 
anwenden knnen, brauchen Sie keine Buchbinderlehre zu vollenden. Es 
hilft, die folgenden Erklrungen aufmerksam zu lesen. Natrlich macht 
bung auch hier den Meister, aber zuvor stellen wir Ihnen einige 
Fachbegriffe vor, die im Gesprch mit den Buchbindern aus Ihrer Druckerei 
sicher erwhnt werden. Mit dem Verstndnis der Begriffe knnen Sie rasch 
konkret und sicher mitreden und letztendlich Ihr Druckprojekt korrekt 
zuendefhren (lassen). Die Begriffe sind plastisch und einfach erklrt, 
also keine Scheu.


2.1 Druckbogen

Der Druckbogen ist das Stck Papier, das hinten aus der 
Offsetdruckmaschine fertig beidseitig bedruckt rauskommt. Er enthlt auf 
jeder Seite 2, 4, 8, 16 oder noch mehr Seiten des spteren Druckwerks und 
ist bereit, gefalzt, mit anderen Bogen gebunden oder geheftet, 
geschnitten, verleimt oder sonstwie verarbeitet zu werden.


2.2 Druckform

Dieser Begriff stammt noch aus der Bleisatzzeit des Hochdrucks 
(Buchdruck), als Bleilettern zu Zeilen und die Zeilen zu Seiten 
zusammengesetzt wurden. Die fertigen Seite wurde mit einer Schnur 
umschnrt, so da Lettern, Regletten und Blindmaterial nicht mehr 
umfallen konnten. So war die Form stabil und konnte in den Druckrahmen 
der Hochdruckmaschine geschlossen werden. Eine Druckform kann eine, aber 
auch mehrere Dokumentseiten enthalten, je nachdem, wie gro die 
Druckseiten und der Druckbogen (s.o.) sind.


2.3 Schn- und Widerdruck

Diese ebenfalls sehr alten Begriffe aus der Sprache der Schwarzen Kunst 
bedeuten, da ein Druckbogen zunchst von der Vorderseite mit einer 
Druckform bedruckt wird, zu der (nach dem Trocknen) auf der Rckseite 
eine passende weitere Druckform gedruckt wird. Welche Seite zum Schn- 
bzw. Widerdruck genommen wird, ist im Grunde egal, doch gibt es ein paar 
Faustregeln, die es zu bercksichtigen gilt:

Die Schndruckseite soll die wichtigeren Motive tragen, weil der 
Widerdruck auf dem schon mindestens einmal durch den Druckvorgang in 
Anspruch genommenen Druckbogen stattfindet. Je nach Druckart (vor allem 
beim Buchdruck) ist also der Schndruck definitiv schner.

Nach Mglichkeit sollte(n) die innere(n) Druckform(en) eines zu faltenden 
Druckbogens den Schndruck bilden (also die Form(en), deren Seiten z.B. 
bei einem mittig aufgeschlagenen Buch offenliegen).


2.4 Ausgabeseite

Die Ausgabeseite meint das Stck bedruckten Papiers oder den 
Filmstreifen, der nach dem Ausgeben einzelner oder ausgeschossener 
Seiten aus dem (Laser-)Drucker oder der Belichtungsmaschine kommt. Die 
max. bedruck- bzw. belichtbare Ausgabeflche des Ausgabegertes begrenzt 
also die Anzahl mglicher Dokumentseiten. Wenn z.B. auf einen A3-
Laserdrucker oder einen A3-Rollenbelichter ausgegeben wird, knnen max. 4 
Seiten A5 pro Ausgabeseite erstellt werden.


2.5 Dokumentseite

Dies ist die kleinste Einheit des spter fertigen Druckobjekts, nmlich 
eine Buchseite, eine Prospektseite, eine Seite des Faltblattes usw. Im 
Calamus knnen max. zwei Dokumentseiten im Layoutfenster nebeneinander 
bearbeitet werden. Im Seitenmodul lt sich hierzu unter Seitenformat 
bestimmen einstellen, ob im Einzelseiten- oder im Doppelseitenmodus 
gearbeitet werden soll. Zum Verstndnis: Auch wenn Sie im Calamus-
Dokumentfenster im Doppelseitenmodus zwei Seiten nebeneinander wie ein 
groes, zusammenhngendes Stck Papier ansehen knnen und z.B. 
Layoutelemente einfach so ber die Seitenrnder wandern lassen knnen, so 
ist doch die linke Seite immer noch unabhngig von der rechten und kann 
theoretisch jederzeit den Platz im mehrseitigen Dokument ndern. Dabei 
wandern berhngende Elemente mit der Seite mit, wenn sie mit mehr als 
der Hlfte ihrer Flche auf dieser Seite liegen.


2.6 Stegbezeichnungen

In Montage, Druckformherstellung und Buchbinderei finden sich viele 
Fachbegriffe rund um den Druckbogen, die genauso logisch wie schn zu 
hren sind. Viele dieser Begriffe stammen noch aus Bleisatzzeiten. Damals 
galt es wirklich, (schwere) Druckformen mit sog. Ausschliematerial 
(langen, schweren Metallregletten), so in einem (ebenso schweren) 
Druckrahmen festzuschrauben, da ja kein noch so kleines Bleispatium aus 
einer A1-Seite herausrutschen knnte, komme, was da wolle. Hier ist eine 
bersicht ber Stegbezeichnungen einer sogenannten Oktavform (Druckbogen 
zu 16 Seiten, also 8 Seiten (oktav) pro Druckform).
 
Auch wenn heutzutage nur noch wenig Blei zum Drucken vergossen wird und 
das Ausschieen und Montieren von dnnen Druckfilmen Kraft und 
Bandscheiben schont, sind die Stege als Orientierungsbegriffe auf dem 
Druckbogen geblieben.

Der Kapital- oder Anlagesteg ist die Kante des Druckbogens, die direkt an 
der Druckmaschine anliegt. Mit dieser Bogenkante voran wandert der 
Druckbogen in die Druckmaschine. Da je nach Greiferrand der Druckmaschine 
dieser Anlagesteg unterschiedlich breit ausfallen kann, ist es wichtig, 
z.B. bei angeschnittenen Druckmotiven, mit der Druckerei zu sprechen, 
falls Motive der einzelnen Dokumentseiten zu weit in den Anlagesteg 
hineinreichen wrden.

Die anderen Stegbezeichnungen tragen ihre Funktion ebenfalls im Namen, 
wobei als Eselsbrcke zum Kopfsteg gemerkt werden sollte, da der Kopf 
z.B. einer Buchseite leserichtig oben ist und somit zwei Seiten Kopf an 
Kopf am Kopfsteg liegen. blicherweise liegen sie dort aber nicht 
stramm aneinander, weil der Druckbogen beim Verarbeiten dort nochmal 
gefaltet wird und anschlieend durch das dreiseitige Beschneiden auf das 
Endformat diese Kopf-an-Kopf-Verbindung wieder aufgetrennt wird. Nur so 
kann man ja nachher ein Heft oder Buch berhaupt umblttern. Wrde also 
zwischen den Seitenkpfen kein Raum mehr auf dem Druckbogen sein, so 
wren die Seiten im Endzustand nicht so hoch wie gewnscht.

Die Bundstege hingegen bezeichnen die Innenfalze des spteren Druckwerks. 
Da, wo Buchseiten zusammen-gebunden werden, ist der Bund einer Seite, 
also bei einer linken Buchseite die rechte Seitenkante und bei der 
rechten Seite die linke Kante. Diese Kanten stehen normalerweise ohne 
Zwischenraum stramm aneinander im Druckbogen, weil ja nach dem Falzen, 
Binden und Schneiden dort kein Zwischenraum entstehen darf.


2.7 Ausschieschemen

Buchbinder-Lehrlinge mssen auch heute noch verschiedenste 
Ausschieschemen auswendig lernen und verinnerlichen, damit sie hinter 
die Logik des Ausschieens kommen und nicht nur stur mechanisch denken. 
Sie haben es etwas leichter und sollten dennoch zumindest die 
nachfolgenden Prinzipien einmal kennenlernen:


2.7.1 Liegende und Stehende Ausschie-Formen

Von einer liegenden Form spricht man, wenn die Kolumnen mit ihrer 
Lngsseite parallel zum Kapital stehen, whrend in der stehenden Form 
die Kolumnen mit ihrer Lngsrichtung senkrecht zum Kapital stehen.


2.7.2 Umschlagen, Umstlpen

Eine Form zum Umschlagen ausschieen heit, die Seiten so 
bereitzustellen, da der Druckbogenstapel, der nach dem Schndruck aus 
der Druckmaschine gekommen ist, anschlieend nur in seiner Lngsrichtung 
(ber den Mittelsteg - s.o.) gewendet werden mu, um mit den 
entsprechenden Rckseiten richtig bedruckt zu werden. Ein vor- und 
rckseitig bedruckter Papierbogen zum Umschlagen enthlt deshalb immer 
zwei Druckbogenexemplare, die vor dem weiteren Verarbeiten mit einem 
Trennschnitt in der Mitte getrennt werden.

Ausschieen zum Umstlpen heit, die Seiten so auszuschieen, da das 
Papier um die Lngsachse (ber den Kreuzsteg - s.o.) gewendet werden mu, 
um die richtigen Seiten als Rckseiten zu bekommen.


2.7.3 Einstecken, Ineinanderstecken

Ausschieen zum Einstecken oder Ineinanderstecken bedeutet, da die 
fertigen, gefalzten Druckbogen ineinandergesteckt werden mssen, um die 
richtige Seiten-Reihenfolge des spteren Endprodukts zu ergeben. Dieses 
Ausschieschema wird blicherweise bei Heften, die anschlieend durch 
den Rcken geheftet werden (daher Heft), angewendet.

Z.B. mte eine 32seitige Zeitschrift im A4-Format so gedruckt werden, 
da der zweite Bogen zu 8 Seiten in den ersten, der dritte in den zweiten 
und der vierte in den dritten gesteckt wird, so da alle vier Bogen im 
Bund (im Heftrcken) durch Heftklammern verbunden werden knnen. Der 
erste Bogen enthlt die ersten vier und die letzten vier Seiten des 
Heftes, also die Seiten 1, 2, 3, 4 und 29, 30, 31 und 32. Der zweite 
Bogen hat die Seiten 5 bis 8 und 25 bis 28, der dritte Bogen bringt die 
Seitee 9 bis 12 und 21 bis 24 und der vierte Bogen schlielich die Seiten 
13 bis 16 und 17 bis 20. Aber auch exotische Ausschieschemen wie z.B. 
12seiter, bei denen 8 Seiten in die ueren 4 Seiten eingesteckt werden, 
lassen sich natrlich realisieren.


2.7.4 Anhngen, aufeinanderfolgende Bogen

Aufeinanderfolgendes Ausschieen, auch Ausschieen zum Anhngen 
genannt, wird verwendet, wenn das Druckwerk so viele Seiten hat, da es 
technisch schwierig wre, die Druckbogen zu heften, so da ein 
Bogenstapel mit einem Buchrcken versehen werden mu. Dabei folgen die 
Seitenzahlen der Bogen folgerichtig aufeinander, so da bei einem 
128seitigen A5-Buch mit 32seitigen Druckbogen der erste Bogen die Seiten 
1 bis 32, der zweite Bogen die Seiten 33 bis 64, der dritte die Seiten 65 
bis 96 und der letzte die Seiten 97 bis 128 enthlt. Die einzelnen Bogen 
knnen in sich durchaus so gefaltet sein, da sie aufgeschnitten 
aussehen, als wren sie zum Einstecken ausgeschossen worden. Letztendlich 
ist entscheidend, da die Gesamtzahl der Bogen nicht durch eine 
gemeinsame Heftung verbunden wird, sondern in einen Buchrcken gebunden, 
geleimt, gelumbackt, spiralisiert oder sonstwie vereinigt wird.

Im Zusammenhang mit Buchrcken ist darauf zu achten, da die Formate von 
Umschlgen natrlich nicht einfach dem doppelten Seitenformat 
entsprechen, sondern in der offenen Breite um die Dicke des Buchinhalts 
wachsen. Um selbst ermitteln zu knnen, wie dick Ihr nchstes Buch in der 
Druckerei wird, hier eine simple Rechenhilfe:

1.000 Blatt Papier mit 80 g/qm sind 8 cm hoch (solange das Papier 
einvolumig ist, was der Regel entspricht). Haben Sie also einen Roman 
von 256 Seiten geschafft, so wird der Buchblock ca. 1,28 cm dick sein, so 
da es sich anbietet, den Buchrcken mit 1,3 cm Strke anzusetzen.


2.8 Ausschieregeln

1. Die 1. Seite jedes Textbogens beginnt mit ihrem Textanfang immer am 
   Bundsteg, ebenso auch alle brigen ungeraden Seiten.

2. Neben der 1. Seite am Bundsteg steht immer die letzte Seite des 
   betreffenden Bogens.

3. Alle am Bundsteg nebeneinanderstehenden Seiten ergeben zusammengezhlt 
   gleichviel wie die erste und letzte Seite des betreffenden Bogens 
   zusammen: 

   1+16=17, 2+15=17 usw., 17+32=49, 18+31=49 usw.


3 Ausschie-Prinzip
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Das Ausschiemodul gibt normalerweise zwei Seiten nebeneinander oder vier 
Seiten paarweise mit den Seitenkpfen zueinander ausgerichtet 
(ausgeschossen) aus. Dabei wird die im Druckdialog eingestellte 
Seitengre des Ausgabegertes nicht beachtet, damit man z.B. auch testen 
kann, ob die Passermarken richtig ausgegeben werden.

Die max. 4 Dokumentseiten, die zueinander nach Ihrer Wahl ausgeschossen 
werden, enthalten dabei nur die ueren Pakreuze und deren Schnittmarken 
(und keine automatischen Schnittmarken). Fr die Druckausgabe des Calamus 
ist nmlich nicht zu erkennen, da mehr als eine Dokumentseite ausgegeben 
wird, so da nur in den ueren Ecken der Ausgabeseitenflche nach dem 
Ausschieen Pakreuze und Schnittmarken plaziert werden knnen. Bitte 
setzen Sie weitere Schnitt- und Falzmarken ggf. auf den Stammseiten 
selbst.


3.1 Ausschiearten

Momentan stehen sechs Ausschiearten zur Wahl, in denen das 
Ausschiemodul die Seiten ausgeben kann:


3.2 Dokumentumfang

Das Ausschiemodul erwartet je nach Ausschieart eine bestimmte 
Mindestseitenanzahl im Dokument, damit das Ausschieen sinnvoll ist.

Keine Auflagen hat der Seiten-Ausgabemodus, da er als einziger nicht 
wirklich Seiten zueinander ausschiet. Er empfiehlt sich vor allem zum 
slakierten Ausdrucken von Korrekturen.

Bei den Ausschiearten Liste, Buch (2seitig) und Heft (2seitig) mu 
die Gesamtseitenzahl ein Vielfaches von zwei sein.

Bei Buch/Heft (4seitig) gibt es verschiedene Mglichkeiten, die 
vierseitigen Seitengruppen auszugeben, so da auch grere Druckformen 
mit vierseitig zueinander ausgeschossenen Seitengruppen erstellt werden 
knnen. Umgeschaltet wird die Gre der Druckform ber diese Parameter-
Zeile:

Dabei ergibt sich wiederum logisch, da vierseitige Druckformen ein 
Vielfaches von vier, achtseitige Druckformen ein Vielfaches von 8 und 
16seitige Druckformen ein Vielfaches von 16 bentigen. Dabei ist es egal, 
ob es sich um Einfach- oder Doppelseiten handelt. Hngen Sie ggf. 
entsprechend viele Leerseiten an Ihr Dokument hinten an.

Bei der Ausschieart Frei definiert die erste gltige 
Seitengruppenzeile in der nachzuladenden Seitenzuordnungsdatei, ob ein-, 
zwei- oder vierseitig ausgeschossen wird. Dementsprechend mssen die 
Dokumente angelegt sein.

Der Altarfalzprospekt bentigt mindestens 4 Seiten oder ein Vielfaches 
davon. Da aber immer nur zwei Seiten davon zum Altarfalz ausgeschossen 
werden, mu also ein Dokument nur eine gerade Seitenanzahl enthalten.


3.3 Ausgabebereich

Bei der Ausgabe ist generell immer die Gesamtseitenzahl fr die 
auszugebenden Druckseiten magebend. Wenn Sie z.B. im Druckdialog 
einstellen, da Sie ein achtseitiges Dokument als Heft ausgeben wollen, 
dann aber nur von Seite: 2 bis Seite 2, wird nur die Seitengruppe 
gedruckt, auf der sich die Seite 2 befindet, also die Seitengruppe 2,7.

Optional steht Ihnen im Ausschiemodul die intern verwendete 
Seitengruppenliste zur Verfgung. 
 
Wenn Sie den Schalter Seitengruppenliste nutzen selektieren, wird die 
fr das aktuelle Dokument und die aktuellen Ausgabeparameter des 
Ausschiedialogs intern generierte Seitengruppenliste dargestellt und 
kann von Ihnen genutzt werden:

Mit diesem Button knnen Sie die aktuelle Seitengruppenliste auf Ihrer 
Festplatte sichern. Whlen Sie in der erscheinenden Dateiauswahlbox einen 
sinnvollen Namen und geben Sie der Datei die Endung .AUS - so knnen 
Sie sie immer wieder rasch als AUSschie-Seitenzuordnungsdatei 
wiederfinden. Die Seitengruppenliste wird in eine mit jedem Texteditor 
editierbare ASCII-Datei geschrieben.

Mit der Maus knnen sie einzelne Seitengruppen selektieren, so da nur 
diese ausgegeben werden. Optional knnen Sie die Seitengruppen ber 
Schalter selektieren und deselektieren:

   selektiert die komplette Liste,

   deselektiert die komplette Liste.

Nach dem Drucken wird intern vom Ausschiemodul vermerkt, welche 
Seitengruppen schon ausgegeben wurden. (Da momentan die Druckdialoge von 
Calamus noch nicht in der Lage sind, Rckmeldungen ber den Abbruch eines 
Druckvorgangs an andere Module zu geben, kann also vom Ausschiemodul 
noch nicht erkannt werden, da von z.B. 8 Seitengruppen nur die erste 
schon korrekt ausgegeben wurde, bevor Sie den Ausdruck abgebrochen haben 
- z.B. wegen eines Papierstaus.) Wenn Sie anschlieend wieder den 
Ausschie-Dialog aufrufen, sieht die Seitengruppenliste z.B. so aus:

Mit dem Rest-Schalter werden nur die noch nicht ausgegebenen 
Seitengruppen selektiert, was vor allem bei sehr groen Dokumenten sehr 
praktisch ist:


3.4 Ausgabeparameter

Bei der Ausgabe mit dem Ausschiemodul werden folgende Parameter des 
Druckformulars bercksichtigt:

  Sortierung: auf & ab
  Linke Seiten/Rechte Seiten
  Vergrerung
  Passer
  Negativ/ Gespiegelt
  von Seite:/bis Seite:
  Exemplare

Ist bei Exemplare mehr als eins angegeben, werden entsprechend der 
Ausschiearten weitere komplette Durchgngeerstellt (fr den sog. 
Auflagendruck).

Im Ausschiemodul stellen Sie smtliche wesentlichen Parameter fr die 
gewnschte Ausschie-Art ein. Zudem knnen Sie aber einige Automatismen 
verwenden, die das Ausgeben auf Druckern und Belichtern vereinfachen:


3.4.1 Ausgabe gedreht

Dieser Schalter ist, da das Ausschiemodul die tatschliche Ausgabebreite 
des Ausgabegertes schlicht ignoriert, sehr wichtig. Da somit auch die 
Ausrichtungs-Automatik des Drucken-Dialogs vom Ausschiemodul nicht 
genutzt wird, sind Sie selbst verantwortlich fr die richtige Drehung der 
Seiten beim Ausgeben.

Bedenken Sie also bitte, ob Sie nur eine, zwei oder vier Dokumentseiten 
gleichzeitig auf einer Druckseite ausgeben wollen. Falls vier 
Dokumentseiten ausgegeben werden, ist jeweils die Breite resp. Hhe 
zweier Seiten (ggf. zzgl. Passermarken-Rnder) zu prfen. Falls diese 
nicht mehr ungedreht auf die Ausgabebreite pat, ist ggf. dieser Schalter 
zu setzen.

Beispiele:
   2 Seiten A5, Ausgabe auf A4-Papier:
      Ausgabe gedreht AN

   2 Seiten A4, Ausgabe auf A3-Belichter:
      Ausgabe gedreht AN

   4 Seiten A5, Ausgabe auf A4-Papier, skaliert:
      Ausgabe gedreht AUS


3.4.2 Druckerrnder beachten

Wenn Sie diesen Parameter whlen, werden die im Druckertreiber 
angegebenen Druckerrnder eingehalten. Das bedeutet, da die zu druckende 
Seite nicht nur auf die Ausgabeseite, sondern zudem noch in der 
Ausgabeseite exakt in den druckbaren Bereich skaliert und positioniert 
wird.

Dazu mu aber im Druckformular Vergrerung auf 100 % eingestellt sein, 
sonst wird die dort eingestellte Vergrerung benutzt.

Der druckbare Bereich wird als Rechteck-Hilfslinie mit abgerundeten Ecken 
dargestellt und ist sichtbar, wenn im HLINIEN.CXM der entsprechende 
Darstellungs-Button selektiert ist. (Bei Calamus vor der Version SL 96 
wird diese Sichtbarkeit im Rahmen-Modul (Befehlsgruppe Darstellung) mit 
Hilfslinien sichtbar/unsichtbar eingeschaltet.


3.4.3 Auf Druckseite skalieren

Mit diesem Parameter knnen Sie die auszugebenden Seiten so skalieren 
lassen, da sie auf jeden Fall auf die Ausgabeseite passen.

Dazu mu aber im Druckformular Vergrerung auf 100 % eingestellt sein, 
sonst wird die dort eingestellte Vergrerung benutzt.


3.4.4 2seitige Produktion

Mit einem Einzelblattdrucker (z.B. A4-Laserdrucker) ist es natrlich auch 
mglich, Vorder- und Rckseiten eines Blattes direkt aus Calamus heraus 
zu bedrucken. Der Druckdialog bietet seit jeher dafr einige Parameter, 
mit denen das Ausgeben bei Einzelseiten recht gut funktioniert:

  Sortierung (auf-/absteigend)
  Linke Seiten/Rechte Seiten

Tun sich leider viele Anwender trotzdem schon beim Ausdrucken einzelner 
Dokumentseiten schwer, wenn dabei die Bltter beidseitig bedruckt werden 
sollen, so wird dies bei zweiseitig ausgeschossenen Ausdrucken oft zum 
Abenteuer.

Daher bietet das Ausschiemodul den Parameter 2seitige Produktion, der 
Ihnen die Kontrolle ber die im Druckdialog einzustellenden Parameter 
nahezu komplett abnimmt.

Beispiel:
   Sie mchten ein 64seitiges Booklet zweiseitig ausgeschossen als Heft, 
   beidseitig bedruckt auf Ihrem Laserdrucker ausgeben. Stellen Sie im 
   Ausschiedialog die folgenden Parameter ein:
    
    
    
    (optional, je nach Motiv)

   Nun selektieren Sie noch den folgenden Parameter: 
    

   Im Druckdialog stellen Sie den Druckbereich auf die erste und letzte 
   Dokumentseite des Dokuments ein, vergewissern sich nochmal, da 
   Montage (resp. Nutzendruck) auch aktiviert ist und starten Sie den 
   Ausdruck. Nachdem alle Schndruckseiten ausgegeben wurden, nehmen Sie 
   den Bltterstapel aus der Auslage Ihres Einzelblattdruckers und legen 
   ihn, so wie er ist, wieder in den Drucker ein. Natrlich mssen Sie 
   darauf achten, da der Bltterstapel so umgedreht wird, da im 
   nchsten Druckgang die noch leeren Rckseiten auch bedruckt werden. Da 
   die Anlageart von Drucker zu Drucker verschieden ist, mssen wir Sie 
   bitten, diesen Arbeitsschritt ggf. erst einmal mit einem kleinen 
   Dokument zu testen.

   Selektieren Sie nach dem Wiedereinlegen des Bltterstapels in den 
   Drucker im Ausschiemodul nun den Widerdruck-Button:
   

   und starten Sie den Druck erneut. Anschlieend sollte das 64seitige 
   Booklet fertig zum Falten und Heften vor Ihnen liegen.

Diese Arbeitsweise funktioniert natrlich sinngem auch mit der 
Ausschieart Buch - jedoch in beiden Fllen nur mit zweiseitig 
auszuschieenden Dokumenten.


4 Die Dokument-Typen
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Das Ausschiemodul kann z.Zt. max. 4seitige Dokumente ausschieen. Dabei 
bedeutet ausschieen, da die Seiten so richtig zu einander orientiert 
beim Ausdruck positioniert werden, da das gewnschte Produkt (Liste, 
Buch, Heft) korrekt ausgegeben und weiterverarbeitet werden kann. 
Normalerweise kann Calamus bisher nur einseitige oder doppelseitige 
Dokument-Layouts verwalten und nur einzelne Seiten ausgeben. Das 
Ausschiemodul nimmt also z.B. bei einem 128seitigen Buch die aufwendige 
Arbeit ab, die einzelnen Seiten korrekt zueinander anzuordnen 
(auszuschieen), so da immer die richtigen vier Seiten auf einem 
Druckbogen ausgegeben werden.


4.1 Seiten

Die erstgenannte Ausschie-Art ist eigentlich gar keine, bietet sich aber 
in der Funktionalitt des Ausschiemoduls direkt mit an. In diesem Modus 
werden nur einzelne Seiten ausgegeben, wobei Sie die Mglichkeit haben, 
auf Knopfdruck diese Seiten richtig auf die Druckseite zu skalieren. Dazu 
knnen optional noch die Druckerrnder beachtet werden, und zwar auch, 
wenn Pakreuze eingeschaltet sind. So landen die auszugebenden Motive auf 
jeden Fall auf dem Papier.

Wahrscheinlich haben auch Sie bisher stndig Probleme mit nicht richtig 
auf einem A4-Blatt ausgedruckten Korrekturabzgen gehabt, weil 
irgendwelche Motive am Rand oder am Seitenfu nie mitgedruckt wurden. 
Natrlich kann man im Calamus-Druckdialog den Druck insgesamt 
verkleinern. Natrlich kann man auch mit Seitenteilrahmen oder durch 
Verschieben der gruppierten Layoutrahmen auf der Seite irgendwann zum 
gewnschten Ergebnis kommen, nmlich, da alle Motive auf dem Papier 
landen.

Wenn Sie diese Ausschieart whlen, nutzen Sie also quasi einen 
Korrekturausdruck-Modus. Selbstverstndlich steht es Ihnen frei, diesen 
Modus auch fr andere Anwendungen zu verwenden.

Beispiel:

Seitengruppenliste:


4.2 Liste

Das einfachste Dokument ist die 2seitige Liste. Bei ihr werden einfach 
alle Seiten als Doppelseiten in der physikalischen Reihenfolge 
ausgegeben. Die Liste bietet sich z.B. an, um papiersparend erste 
Korrekturauszge zu drucken.

Beispiel:

Liste:


4.3 Buch

Das nchste Dokument ist das zweiseitige Buch. Im Gegensatz zu Heften, wo 
die einzelnen Druckbogen quasi ineinandergesteckt werden und anschlieend 
alle Bogen gleichzeitig in der Mitte geheftet werden (darum Heft), sind 
beim Buch immer mind. vier aufeinanderfolgende Seiten auf einem Bogen. 
Die einzelnen Bogen werden nach dem Falten bereinandergelegt, wodurch 
der typische Buchrcken entsteht. In der Weiterverarbeitung kann der 
Bogenstapel z.B. fadengebunden, geleimt oder spiralisiert werden.

Beispiel:

Seitengruppenliste:

Das vierseitig ausgeschossene Buch hat ebenfalls je Druckbogenseite vier 
Seiten, somit acht Buchseiten auf einem Druckbogen. Die Bogen werden wie 
beim vierseitig ausgeschossenen Heftdruckbogen zweimal gefaltet, dann 
aber nicht ineinandergesteckt, sondern bereinander zu einem Stapel 
gelegt und anschlieend z.B. fadengebunden, geleimt oder spiralisiert.

Beispiel:

Seitengruppenliste:
   fr 4seitige Druckformen,
   fr 8seitige Druckformen,
   fr 16seitige Druckformen.


4.4 Heft

Das zweiseitige Heft ist das ideale Objekt fr Schlerzeitungen, 
Hauszeitungen, Infobroschren etc. Hierbei werden mind. vier Seiten so 
zueinander angeordnet, da die ersten beiden und die letzten beiden 
Seiten auf dem uersten Bogen landen, die nchsten vorderen und 
nchsten hinteren Seiten auf dem zweituersten Bogen etc. Die Bogen 
werden dann ineinandergesteckt und, wie die Buchbinder sagen, mindestens 
zweimal durch den Rcken geheftet. Ggf. ist, wie beim Buch, ein 
separater Umschlag erforderlich, zumal, wenn dieser vielleicht aus 
dickerem Papier gefertigt wird.

Beispiel:

Seitengruppenliste:

Die logische Fortsetzung des zweiseitigen Heft-Ausschiebogens ist der 
vierseitige Druckbogen. Hier sind jeweils vier logisch zueinander 
gehrende Seiten auf einer Druckbogenseite, somit acht Heftseiten auf 
einem Druckbogen. Das erklrt auch, warum fr das Ausschieen mit dieser 
Funktion die Seitenzahl des Dokuments immer ein Vielfaches von 8 sein 
mu. Die fertig beidseitig bedruckten Bogen mssen hierbei natrlich 
zweimal gefaltet werden, bevor sie ineinander gesteckt und geheftet 
werden. Separate Umschlge werden blicherweise nicht vierseitig 
ausgeschossen, sondern nur zweiseitig und vor dem Heften zu den 
Druckbogen gegeben.

Beispiel:

Seitengruppenliste:
   fr 4seitige Druckformen,
   fr 8seitige Druckformen,
   fr 16seitige Druckformen.


4.5 Frei

Nach all diesen vorgefertigten Mglichkeiten zum Ausschieen 
verschiedenartigster Dokumente gibt es auch eine Freie Ausschieart, 
die sich hinter diesem Icon verbirgt. Um vllig frei in der Festlegung 
der Seitenreihenfolgen und der Seitennutzen zu sein, mssen Sie eine 
Seitenzuordnungsdatei erstellen, die Sie anschlieend nachladen knnen, 
um sie hier im Frei-Modus ausschieen zu lassen.

Das Format dieser Seitenzuordnungsdatei ist sehr einfach gehalten und 
kann mit jedem normalen Texteditor erstellt werden. Dabei gelten folgende 
Konventionen:

1. Kommentarzeilen (mit fhrendem Semikolon) werden ignoriert.

2. Es drfen nur Seitenzahlen, getrennt durch Kommata, in den gltigen 
   Seitengruppenzeilen stehen.

3. Die erste gltige Seitengruppenzeile bestimmt, ob jeweils 1, 2 oder 4 
   Dokumentseiten ausgeschossen werden.

Beispiel:

   ; Seitenzuordnungsdatei vom invers Ausschiemodul (c) 1996
   1,1,1,1
   2,2,3,127
   27,27,28,29
   124,5,8,121
   3,3,3,9
   47,11,8,15
   10,10,10,10
   10,10,10,10
   12,11,14,13
   9,99,99,9
   1,2,3,4
   5,6,7,8
   9,8,7,6
   5,4,3,2
   1,1,1,1
   6,123,122,7
   ; usw.

Diese Seitenzuordnungsdatei wird geladen, indem Sie auf die Dateizeile 
klicken und sie in der nachfolgend erscheinenden Dateiauswahlbox 
selektieren:

Beispielliste:


4.6 Altar

Diese spezielle Ausschieart erzeugt sog. Altarfalz-Prospekte, deren 
Aussehen schon durch das Icon gut symbolisiert wird. Gemeint sind also 
Prospekte, deren Vorderseite in der Mitte senkrecht geteilt ist. Durch 
Aufklappen der linken Vorderseitenhlfte nach links und der rechten nach 
rechts ffnet man den (vierseitigen) Prospekt, so da anschlieend (von 
links nach rechts) die linke Hlfte der Seite 2, die Seite 3 und die 
rechte Hlfte der Seite 2 zu sehen sind. Dreht man den zugeklappten 
Prospekt um, so sieht man die Seite 4 als Rckseite.

Dieses Falzschema ist in den letzten Jahren immer hufiger anzutreffen 
und mit herkmmlichen Mitteln nur sehr aufwendig zu produzieren. Nicht 
nur, da das Verteilen der Seitenhlften in allen Layoutprogrammen (auch 
in Calamus) umstndlich und fehleranfllig ist. Zudem wird oft (gerade 
bei Bilddaten) mit doppelten Datenmengen gearbeitet (auch wenn Calamus 
und VivaPress hier z.B. virtuelle Kopien mglich machen). Am 
aufwendigsten aber gestalten sich in diesem Falzschema nachtrgliche 
nderungen des Prospektentwurfs, weil jedes Mal der Originalprospekt mit 
seinen 4 glatten Seiten wiederhergestellt werden mu, bevor die 
nderungen ausgefhrt werden knnen.

Fr den Altarfalz-Ausschiemodus legen Sie Ihren Altarfalzprospekt 
einfach als glatt vierseitiges Dokument an und selektieren diese 
Ausschieart. Das Ausschiemodul schiet die Seiten automatisch richtig 
zueinander aus.

Beispiel:

Seitengruppenliste:

[+++ Text: 23.04.97 fd]
