Allgemeine Hinweise zu den Grafik-Accessories



Die Darstellung von Halbton- und Farbbildern auf dem Bildschirm ist 
abhngig von der Grafikauflsung des Rechners bzw. der zustzlich 
eingesetzten Grafikkarte. Um in jeder Auflsung eine mglichst optimale 
Darstellungsqualitt und Arbeitsgeschwindigkeit zu erreichen, erfolgt die 
eigentliche Ausgabe ber als Accessories installierte sogenannte 
"Grafik-Treiber". Nur die gerasterte Darstellung von Halbtonbildern auf 
Monochrombildschirmen jeder Auflsung und die ebenfalls gerasterte 
Darstellung von Echtfarbbildern mit 16 Farben in 4 "Planes" (z. B. ATARI 
TT in der 640*480-Auflsung) werden direkt vom Programm untersttzt. Fr 
alle brigen Auflsungen (z. B. TT mit 256 Farben, 8-Bit-Grafikkarten in 
ST oder TT, 24-Bit True-Color-Karten) mssen die entsprechenden 
Grafik-Accessories installiert sein. Dabei mu zwischen zwei 
verschiedenen Arten unterschieden werden: sogenannte VDI-Treiber 
entsprechen exakt den Vorgaben des Betriebssystems. Sie sollten also mit 
allen Grafikkarten arbeiten, fr die eine saubere und vollstndige 
Einbindung in die Grafikausgabe des Betriebssystems (VDI) vorhanden ist. 
Dabei werden Menbildschirm und Grafikbildschirm abwechselnd auf dem 
gleichen Monitor dargestellt. Die Einbindung in das Betriebssystem 
verhindert allerdings, da spezielle Hardware von Grafikkarten (z. B. 
Grafikprozessoren) fr die Bilddarstellung genutzt werden kann. Aus 
diesem Grund existiert noch eine zweite Gruppe von Grafik-Treibern fr 
spezielle Grafikkarten, die nicht ber das Betriebssystem arbeiten, 
sondern direkt auf die Hardware der Grafikkarte zugreifen und sie fr 
eine besonders schnelle und effiziente Darstellung nutzen (z. B. mit 
Hardware-Zoom, Hardware-Scrolling usw.). Dabei wird der Menbildschirm 
auf dem normalen ATARI-Monitor dargestellt und das Bild selbst auf einem 
zweiten Farbmonitor; dies hat den zustzlichen Vorteil, da alle 
Einstellungen und Bedienungselemente stndig sichbar sind und der lstige 
und langsame Neuaufbau des Menbildschirms durch das Betriebssystem 
entfllt.



Installieren Sie das zu Ihrer Hardware passende Grafik-Accessory auf der 
Bootpartition Ihrer Festplatte. Sie sollten es umbenennen in 
"CDGRAFIK.ACC", damit es von RETOUCHE PROFESSIONAL CD automatisch beim 
Start erkannt wird; dies ist zwar nicht unbedingt ntig aber ntzlich, 
denn wenn Sie in RETOUCHE PROFESSIONAL CD die Parameter abspeichern und 
die "freie Auflsung" angewhlt haben, schaltet RETOUCHE PROFESSIONAL CD 
beim Start sofort auf die Darstellung ber den Grafiktreiber um.



Grafik-Accessories fr die folgenden Darstellungsarten bzw. Grafikkarten 
gehren zum Lieferumfang:



VDI-Treiber fr 8-Bit-Grafikkarten (CDVDI256.ACC)



TT 256 Farben-Darstellung (CDTT_256.ACC)



Direktansteuerung aller C32-kompatiblen Karten von MATRIX

(CDC32TEB.ACC, CDC32TEV.ACC, CDC32TTB.ACC, CDC32TTV.ACC, CDC32_ST.ACC)



In Vorbereitung (und demnchst im Rahmen eines Updates erhltlich):



Direktansteuerung Maxon MGE, Direktansteuerung MATRIX C110Z und 
kompatible, Direktansteuerung der neuen 24-Bit True-Color-Karte von 
MATRIX (optionales Korrekturmodul fr die Bildschirmkorrektur 
erforderlich!).



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Bedienungsanleitung CDVDI256.ACC:



Dieses Accessory knnen Sie mit jeder 8-Bit-Grafikkarte einsetzen, die 
ber (AMC-) GDOS arbeitet und mit einem vollstndigen VDI-Treiber 
ausgestattet ist. Die Bildschirmauflsung pat sich automatisch der 
aktuellen Auflsung des VDI an. Es sind mit den heute verfgbaren 
Grafikkarten also Bildschirmauflsungen bis zu 1280*960 Bildpunkten 
mglich. Bitte beachten Sie aber, da dabei der Bildschirmspeicher 
bereits grer als 1 Megabyte ist. Fr einen schnellen Bildaufbau ist 
deshalb schon einleistungsfhiger Prozessor erforderlich (ATARI ST mit 
Beschleunigerboard, Mega STE oder am besten ein TT). Die Bedienung des 
Accessories ist denkbar einfach:



Farbauszge: Hier knnen Sie einstellen, ob die Einzel-Farbauszge in der 
jeweiligen Farbe (Cyan, Magenta oder Yellow) oder in Graustufen 
dargestellt haben wollen.



Farbdarstellung: Mit der Einstellung "RETOUCHE" whlen Sie die interne 
Grafikausgabe des Programms an. Diese ist aber nicht fr 
8-Bit-Grafikkarten geeignet; deshalb ist diese Einstellung wenig sinnvoll 
- sie ist nur vorhanden, um einen Zustand des Systems anzuzeigen, der 
unter Umstnden nach dem Start noch eingeschaltet ist. Mit beiden Feldern 
"128 Graustufen" und "256 Graustufen" aktivieren Sie sowohl die 
Graustufendarstellung als auch die Farbdarstellung von Echtfarbbildern 
und Palettenbildern. Der einzige Unterschied zwischen diesen beiden 
Darstellungsarten liegt in der Maskendarstellung von Halbtonbildern: In 
der Einstellung "128 Graustufen" wird die Maske transparent in Rot 
angezeigt; dafr wird die Anzahl der darstellbaren Graustufen auf 128 
reduziert. In der Einstellung "256 Graustufen" knnen zwar alle im Bild 
vorhandenen 256 Graustufen dargestellt werden; dafr kann die Maske nur 
noch schwarz und deckend angezeigt werden.



Die gewhlte Einstellung kann zusammen mit der von RETOUCHE PROFESSIONAL 
CD aus eingestellten Bildschirmkorrektur und Bildschirmgradation in einer 
Parameterdatei gespeichert werden. Nach dem Starten des Rechners haben 
Sie dann gleich diese Einstellungen zur Verfgung.



Korrekturen in der Version 1.1 und wichtige Hinweise:



Das Accessory enthielt einen Fehler, der sich ausschlielich auf der 
C110(VZ) von MATRIX bemerkbar machte: bei 1600% Zoom und beim Farbraum 
kam es mit dieser Grafikkarte zu einem Absturz. Dieser Fehler wurde in 
der aktuellen Version behoben.



Des weiteren muten wir feststellen, da mangels klarer Definition von 
ATARI alle Grafikkartenhersteller unterschiedlich aufgebaute VDI-Paletten 
benutzen. Deshalb kam es mit verschiedenen Grafikkarten zu falscher 
Farbwiedergabe. Dies konnte durch Einbau einer Testfunktion behoben 
werden.



Alle brigen gemeldeten Fehlfunktionen liegen nicht an RETOUCHE 
PROFESSIONAL CD oder dem VDI-Accessory, sondern an fehlerhaften 
VDI-Implementationen der Grafikkartenhersteller. Wir haben diese Fehler 
an den Herstellern gemeldet und hoffen auf baldige Korrektur. Die beiden 
wichtigsten Probleme sollen zu Ihrer Information kurz behandelt werden:



MATRIX hat in den neueren Versionen seiner VDI-Treiber beim Einbau des 
Hardwarezooms leider die rechte Maustaste in Verbindung mit den 
Steuertasten "verschluckt". Deshalb knnen Sie z. B. nicht mehr rckwrts 
zoomen, schnell scrollen usw. Bis MATRIX diesen Fehler behoben hat, 
knnen Sie sich dadurch helfen, da Sie folgenden Eintrag in der 
CXX-Datei vornehmen:



#KEYFLAGS 0



Dann ist der ganze Spuk vorbei und alles funktioniert.



Inzwischen haben wir auch die CRAZY DOTS von TKR getestet. RETOUCHE 
PROFESSIONAL CD luft nach Einbau der Palettentestfunktion sehr schn mit 
dieser Karte. Insbesonders der sehr schnelle Desktop-Aufbau macht auch 
das Arbeiten mit einem Bildschirm ertrglich. Leider gibt es in diesem 
VDI noch einen bsen Fehler: der SETMOUSE-Befehl arbeitet nicht. Deshalb 
sind die Einstellregler von RETOUCHE PROFESSIONAL CD praktisch nicht 
bedienbar. TKR hat aber umgehend Abhilfe versprochen.





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Bedienungsanleitung CDTT_256.ACC:



1. Allgemeines



Mit diesem Accessory knnen Sie die 8-Bit-Auflsung (256 Farben aus einer 
Palette von 4096) des ATARI TT nutzen. Dabei MUSS das Programm selbst in 
der mittleren TT-Auflsung von 640*480 Bildpunkten (in 16 Farben) 
gestartet werden. In dieser Auflsung knnen Echtfarbbilder mittels 
einfacher 8-Farben-Rasterung und Halbtonbilder durch eine Kombination aus 
16 Graustufen mit einem Rasterverfahren dargestellt und bearbeitet werden 
- Palettenbilder sind in dieser Auflsung nicht mglich. ber das 
Accessory knnen Sie nun aber die 8-Bit-Darstellung fr Farb- und 
Halbtonbilder sowie Palettenbilder einschalten. Beim Umschalten zwischen 
Menbildschirm und Grafikschirm wird dann auf die 8-Bit-Auflsung des TT 
umgeschaltet. Damit ist die Bearbeitung von Halbtonbildern in echten 256 
Graustufen, Palettenbildern in 256 Farben (aber in der Darstellung mit 
eingeschrnkter Palette) und Echtfarbbildern mit einem hochaufgelsten 
Farbrasterverfahren mglich. Die effektive Bildschirmauflsung betrgt 
dann aber nur noch 320*240 Bildpunkte; bei der Rasterung von 
Echtfarbbildern knnen alternativ auch 480 Bildzeilen (fr die Rasterung) 
genutzt werden, wodurch die Darstellungsqualitt erheblich verbessert 
wird. von der Die Bedienung des Accessories ist denkbar einfach:



Farbdarstellung: Mit der Einstellung "RETOUCHE" whlen Sie die interne 
Grafikausgabe des Programms an. Mit beiden Feldern "Farbe 320 * 240" und 
"Farbe 320 * 480" aktivieren Sie sowohl die Graustufendarstellung als 
auch die Farbdarstellung von Echtfarbbildern und Palettenbildern. Der 
einzige Unterschied zwischen diesen beiden Darstellungsarten liegt in der 
Auflsung der Farbrasterung von Echtfarbbildern: Im zweiten Fall werden 
alle 480 Bildzeilen fr die Farbrasterung genutzt. Wegen der 
unsymmetrischen Auflsung knnen aber immer nur 320*240 Bildpunkte 
gleichzeitig dargestellt werden.



Die gewhlte Einstellung kann zusammen mit der von RETOUCHE PROFESSIONAL 
CD aus eingestellten Bildschirmkorrektur und Bildschirmgradation in einer 
Parameterdatei gespeichert werden. Nach dem Starten des Rechners haben 
Sie dann gleich diese Einstellungen zur Verfgung.



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Bedienungsanleitung zu den "C32"-Accessories:



1. Allgemeine Einfhrung



Die C32 von MATRIX ist eine 8-Bit-Grafikkarte, die mit einem Intel 82786 
Grafikprozessor ausgerstet ist. Mit diesem Prozessor sind sehr schnelle 
Zeichenoperationen (z. B. bei Vektorpfaden, Beziergittern usw.) mglich 
und der Bildschirm kann blitzschnell verschoben (Hardwarescrolling) oder 
vergrert und wieder verkleinert (Hardwarezooming) werden. Von allen 
diesen Mglichkeiten machen die entsprechenden Grafik-Accessories zu 
RETOUCHE PROFESSIONAL CD regen Gebrauch. Damit ist Bildbearbeitung in 
hoher Geschwindigkeit und Bildqualitt bei mittleren Auflsungen (je nach 
Monitor und Bildfrequenz 640*480 bis ca. 800*600 Bildpunkte) mglich.



Die C32 ist inzwischen auch mit dem TT und dem Mega STE verwendbar und 
zwar in 2 Varianten: die alten ST-Karten knnen mittels der 
VME-Adapterbox auch am TT bzw. am Mega STE betrieben werden; auerdem ist 
die Karte auch als VME-Einschub fr den TT und den Mega STE erhltlich. 
Leider arbeitet die Karte in den unterschiedlichen Konfigurationen auf 
verschiedenen Adrebereichen, so da wir mehrere Versionen des 
Accessories liefern mssen. Der leider etwas kryptische Namen 
CDC32xxx.ACC (es stehen halt nur 8 Zeichen zur Verfgung) gibt Auskunft 
ber die Version:



CDC32_ST.ACC ist fr den alten Mega ST

CDC32TEB.ACC ist fr die Verwendung in der VME-Adapterbox am Mega STE

CDC32TEV.ACC ist fr die VME-Karte ("COCO" usw) im Mega STE

CDC32TTB.ACC ist fr die Verwendung in der VME-Adapterbox am TT

CDC32TTV.ACC ist fr die VME-Karte ("COCO" usw) im TT



Fr das ImageSpeeder-System sind vier weitere Fassungen erhltlich, die 
aber nur im Zusammenhang mit diesem System ausgeliefert werden knnen, 
also nicht im Standard-Lieferumfang enthalten sind.



WARNUNG: Bitte whlen Sie das richtige Accessory aus; jedes andere fhrt 
zu Bomben beim Hochfahren des Systems. Sollten Sie das falsche Accessory 
installiert haben, so mssen Sie den Rechner von Diskette booten 
(ALTERNATE-Taste gedrckt halten), dann den AHDI von Hand starten, 
Laufwerk C anmelden und das falsche Accessory entfernen.



Die C32-Accessories zu RETOUCHE PROFESSIONAL CD knnen NICHT mit den 
GEM-Treibern von MATRIX zusammen verwendet werden. Wir haben uns fr eine 
komplett eigene Ansteuerung entschieden, weil nur so die Features der 
Karte voll ausgenutzt werden knnen.



Zustzlich zu diesem Accessory bentigen Sie eine Monitor- 
Installationsdatei. Eine solche Datei mit Namen "RE_PRO.C32" sollte sich 
auf der Bootpartition Ihrer Festplatte befinden und wird dann beim 
Systemstart geladen. Sie knnen auch vom Accessory aus eine solche Datei 
laden und damit nachtrglich die Bildschirmauflsung ndern. Einige 
vorgefertigte Installations-Dateien finden Sie im Ordner "MONITORE.C32", 
ebenso eine Default-Datei "RE_PRO.C32". Damit lassen sich handelsbliche 
Multisync-Monitore ansteuern.



Die verwendbare Bildschirmauflsung hngt vom Arbeitsspeicher der 
Grafikkarte ab. Mit 256 KB knnen maximal 640*400 Bildpunkte in 256 
Farben (Graustufen) dargestellt werden; es darf deshalb auch keine 
Monitor-Installationsdatei mit grerer Auflsung verwendet werden 
(kenntlich am Dateinamen hnlich wie bei MATRIX). Mit 512 KB oder 1 MB 
Grafikspeicher sind Bildschirmauflsungen bis ca. 800*600 Bildpunkte 
mglich und auerdem kann ein "Arbeitsbereich" (virtueller Bildschirm) 
definiert werden, der grer als die Bildschirmauflsung ist und in dem 
der sichtbare Bildausschnitt blitzschnell verschoben werden kann.



Sollte keine der Monitor-Installations-Dateien verwendbar sein, knnen 
Sie mit der MATRIX-Software eigene Installations-Dateien erstellen. Gehen 
Sie dabei genau so vor, wie in der Anleitung von MATRIX zur Erstellung 
der CXX-Dateien mit "CXXSETUP.PRG" beschrieben. Erzeugen Sie dann eine 
Datei "INREGBLK.DMP" mit dem Programm "PARADUMP.PRG". Diese Datei knnen 
Sie nun mit einem beliebigen Namen mit der Dateikennzeichnung ".C32" 
versehen oder als Default-Datei unter dem Namen "RE_PRO.C32" auf der 
Bootpartition ablegen.



WICHTIG: Sie knnen nur Monitor-Installationen mit 8 Bit/Pixel Farbtiefe 
mit RETOUCHE PROFESSIONAL CD verwenden; bei 256 KB Grafikspeicher kann 
nur mit 640*400 (oder weniger) Bildpunkten gearbeitet werden; die 
Bildschirmbreite mu durch 16 teilbar sein (andernfalls wird sie vom 
Accessory entsprechend gekrzt).



Beim Start von RETOUCHE PROFESSIONAL CD ist zunchst stets die gerasterte 
Darstellung auf dem Monochrom- oder 16-Farben-Bildschirm eingestellt. Um 
auf Farbdarstellung umzuschalten, rufen Sie das Accessory unter dem 
Eintrag "REPRO_CD Farbe" auf und whlen Sie "256 Farben" oder 
"MultiColor" an.



Im Modus "256 Farben" knnen nur Halbtonbilder oder Palettenfarbbilder 
dargestellt werden (keine Echtfarbbilder). Dafr knnen Sie allerdings 
ein Bildfenster definieren, da fast so gro wie der Grafikspeicher der 
Karte ist (bei 1 MB mehr als eine Million Bildpunkte). Der sichtbare 
Bildschirmausschnitt kann kann innerhalb dieses Fensters blitzschnell 
verschoben werden.



Wenn Sie "256 Farben" anwhlten, erscheint eine zustzliche Abfrage, ob 
"64+Maske" oder "256" Graustufen dargestellt werden sollen. Diese 
Einstellung betrifft natrlich nur die Darstellung von Halbtonbildern und 
Farbauszgen auf dem Farbmonitor, nicht die wirkliche Auflsung, die 
stets 256 Graustufen umfat. Nun werden Sie sich sicherlich fragen, 
weshalb berhaupt eine Darstellung in 64 Graustufen angeboten wird. Dies 
hat einen doppelten Grund: Zunchst einmal kann einer der beiden 
verschiedenen Palettenbausteine der C32 nur 64 "echte" Graustufen 
darstellen (6 Bit Farbtiefe fr Rot, Grn und Blau). Da insgesamt aber 
256 verschiedene Farben (aus einer Palette von 262144 mglichen) 
gleichzeitig dargestellt werden knnen, werden die restlichen Farben 
verwendet, um einerseits die Maske in 64 Rot-Tnen und andererseits den 
Cursor, die Blockrahmen und Vektorpfade in Farben darzustellen. Dies hat 
den groen Vorteil, da man die Maske transparent ber einen Bildbereich 
legen kann und so stets sieht, was sich unter der Maske befindet. Auch 
heben sich Cursor, Blockrahmen und Vektorpfad sehr deutlich vom 
Bildhintergrund ab. Aus diesem Grund empfehlen wir die Darstellung mit 64 
Graustufen als Arbeitseinstellung, zumal das menschliche Auge in einem 
normalen Bild sowieso kaum mehr Graustufen unterscheiden kann. Nur in 
glatten Grauton- oder Farbverlufen ist eine grere Differenzierung 
manchmal wnschenswert. In diesem Fall knnen Sie auf die Darstellung mit 
256 Graustufen umschalten, wobei die "fehlenden" Graustufen durch 
benachbarte "Falschfarben" ersetzt werden (als Option ist allerdings auch 
ein Palettenchip verfgbar, der 256 echte Graustufen bzw. 256 Farben aus 
16.7 Mio. darstellen kann). Eine Maske wird dann wie im Monochrom-Modus 
deckend schwarz dargestellt. Auch der Cursor wird schwarz und damit ber 
dunklen Bildteilen nahezu unsichtbar. Sie knnen deshalb auf eine weie 
Cursor-Darstellung umschalten. Wenn Sie Farbauszge bearbeiten, werden 
diese alternativ "grau" bzw. "farbig" (cyan, magenta und gelb) 
dargestellt, wenn Sie die Einstellung "64 Graustufen" angewhlt haben. 
Bei der Einstellung "256 Graustufen" werden auch die Farbauszge immer 
grau dargestellt.



Wenn Sie den "MultiColor"-Modus angewhlt haben, knnen alle Bildtypen 
dargestellt und bearbeitet werden, also auch Echtfarbbilder; bei diesen 
werden die 16.7 mglichen Farben durch eine Kombination von 216 "echten" 
Farben und einem Rasterverfahren dargestellt; damit ist auch auf 
8-Bit-Grafikkarten fast schon Fotoqualitt mglich. In diesem Modus ist 
die Darstellungsflche immer gleich der Bildschirmauflsung, auch bei 
Halbton- und Palettenbildern. Halbtonbilder und Farbauszge werden in 
diesem Modus immer mit 64 Abstufungen und transparenter Maske 
dargestellt.



Die zweite wichtige Funktionsgruppe im Accessory bestimmt die Gre des 
Arbeitsbereiches. Je nach Gre des Arbeitsspeichers auf der 
Farbgrafikkarte (256 KB - 1 MB, bis zu 4 MB bei ImageSpeeder-Systemen) 
knnen Sie bei "256 Farben" einen "virtuellen Bildschirm" einrichten, der 
grer ist als der Bereich, der auf dem Farbmonitor dargestellt werden 
kann. Der auf dem Bildschirm sichtbare Bildausschnitt kann innerhalb 
dieses Arbeitsbereiches blitzschnell verschoben werden 
(Hardware-Scrolling). Die Bedienung ist dabei vollkommen analog zu den im 
Handbuch beschriebenen Verschiebefunktionen; der Unterschied besteht nur 
in der Geschwindigkeit, mit der der Bildausschnitt verschoben werden 
kann. Dabei geht das "Hardware-Scrolling" automatisch in das (langsamere) 
"Software-Scrolling" ber, wenn Sie am Rand des Arbeitsbereiches 
anstoen. Die Gre des Arbeitsbereiches knnen Sie nicht manuell 
einstellen, sondern ber sechs Felder, die den Arbeitsbereich auf 
verschiedene Weise optimieren. Die ersten 3 Felder (obere Reihe) 
orientieren sich an der jeweiligen Bildschirmauflsung, die beim 
Initialisieren durch die entsprechende Monitorinstallations-Datei 
eingestellt und unter "Bildschirmauflsung" angezeigt wird. Dabei kann 
der Arbeitsbereich gleich dem Bildschirmbereich sein oder auf "Maximale 
Breite" (mit der gleichen Hhe wie die Bildschirmauflsung) oder auf 
"Maximale Hhe" (mit der gleichen Breite wie der sichtbare Bildschirm) 
eingestellt werden. Die zweiten 3 Felder (untere Reihe) orientieren sich 
an der Gre des aktuellen Bildes: Wenn Sie "X-Optimiert" anwhlen, wird 
der Arbeitsbereich zunchst in der Breite an das aktuelle Bild angepat; 
sofern noch Speicherplatz vorhanden ist, wird dann noch die maximal 
mgliche Hhe gewhlt. Wenn Sie "Y-Optimiert" anwhlen, wird zunchst der 
Arbeitsbereich an die Bildhhe angepat und dann die Breite erhht, 
soweit noch Grafikspeicher vorhanden ist. Bei der Einstellung 
"XY-Optimiert" werden Breite und Hhe des Arbeitsbereiches proportional 
zum Bild eingestellt. Da das Software-Scrolling aus technischen Grnden 
in der Hhe schneller erfolgt als in der Breite, empfehlen wir die 
"X-Optimierung" fr das effektivste Arbeiten. Pat das gesamte Bild in 
den Speicher der Grafikkarte, so erhlt man bei allen 3 Einstellungen das 
gleiche Ergebnis.



Die Bildschirmauflsung selbst knnen Sie nicht direkt ndern, sondern 
nur durch Laden einer neuen Monitorinstallations-Datei (Menpunkt "Neu 
initialisieren"). Die Einstellung der Punktfrequenz ist nicht in diesen 
Dateien gespeichert und deshalb kann diese im Accessory zwischen 16, 25 
und 28 MHz umgeschaltet werden. Natrlich mu diese Frequenz zu der 
Monitor-Einstellung passen, sonst erhalten Sie nur Bildschirmsalat.



Der Menbildschirm wird weiterhin auf dem ATARI-Monitor dargestellt; dies 
hat den groen Vorteil, da Sie alle Einstellungselemente und Anzeigen 
jederzeit berblicken knnen und gleichzeitig das Bild sehen und 
bearbeiten knnen. Das Umschalten zwischen beiden Arbeitsbildschirmen 
geschieht wie blich mit beiden Maustasten oder der ESCAPE-Taste. Dabei 
wird aber nur der Cursor umgeschaltet; alle Einstellungsnderungen 
(Bildverschiebungen, Bildvergrerungen, Instrumentenwechsel, Farben 
"picken") werden sofort auch auf dem Menbildschirm sichtbar. Beim 
Umschalten zwischen den beiden Bildschirmen wird die Mausposition 
gespeichert, so da Sie stets an Ihre Arbeitsposition zurckkehren.



2. Alle Funktionen im berblick



Grafikspeicher



Dies ist eine reine Anzeige, die Ihnen Auskunft ber den verfgbaren 
Arbeitsspeicher auf der Grafikkarte gibt.



Bildschirmauflsung



Hier wird die Auflsung des auf dem Monitor sichtbaren Bildausschnitts in 
Bildpunkten angezeigt. Diese Auflsung hngt von der geladenen 
Monitorinstallations-Datei ab. Mit "Neu initialisieren" unter "Parameter" 
knnen Sie eine neue Datei auswhlen.



Punktfrequenz



Hier knnen Sie zwischen den drei verfgbaren Bildpunktfrequenzen der C32 
umschalten. In der Regel sollten Sie mit 25 oder 28 MHz arbeiten. Eine 
Taktfrequenz von 16 MHz ist nur zu empfehlen, wenn Ihr Farbmonitor die 
hohen Frequenzen nicht vertrgt; dabei sinkt allerdings auch die 
Bildfrequenz und das Flimmern nimmt zu.



Farbauszge:



Farbauszge knnen (bei Verwendung von 64 Graustufen) in den subtraktiven 
Grundfarben Cyan, Magenta und Gelb "farbig" dargestellt werden. Zur 
Bearbeitung einzelner Farbauszge kann die Farbdarstellung auch 
abgeschaltet werden; sie werden dann wie Halbtonbilder "grau" angezeigt. 
Diese Umschaltung ist nur im Accessory, nicht aber in RETOUCHE 
PROFESSIONAL CD mglich.



Darstellung



Hier knnen Sie zwischen der gerasterten Darstellung auf dem Monochrom- 
bzw. 16-Farben-Bildschirm und der Darstellung auf dem Farbmonitor mit 
"256 Farben" oder im "MultiColor"-Modus umschalten.



Im "MultiColor"-Modus knnen alle drei Bildtypen - Halbtonbilder bzw. 
Farbauszge, Palettenbilder und Echtfarbbilder (mit Farbrasterung) 
dargestellt und bearbeitet werden. Der "Arbeitsbereich" ist hier immer 
der Bildschirm; grere Fenster sind hier nicht mglich.



Im Modus "256 Farben" knnen nur Halbtonbilder (also auch Farbauszge) 
und Palettenbilder dargestellt werden. Als zustzliche Option kann hier 
ein Arbeitsbereich eingestellt werden, der grer ist als die 
Bildschirmauflsung (s. u.). Wenn Sie "256 Farben" anklicken, erscheint 
eine zustzliche Abfrage, ob Sie "256" Graustufen oder "64+Maske" fr die 
Darstellung whlen mchten, was natrlich nur fr Halbtonbilder von 
Bedeutung ist. Fr die manuelle Bildbearbeitung empfehlen wir das 
Arbeiten mit 64 Graustufen, da hierbei mit transparenter farbiger Maske 
und farbigem Cursor sowie farbigen Blockrahmen und Vektorpfaden 
gearbeitet werden kann. Die Darstellung in 256 Graustufen (incl. 
Falschfarben) ist besonders fr die Beurteilung und Bearbeitung von 
Grautonverlufen geeignet.



Arbeitsbereich



Hier wird der aktuell eingestellte Arbeitsbereich angezeigt und kann 
durch Anklicken der sechs Felder verndert werden (nur im Modus "256 
Farben"):



Bildschirm: Arbeitsbereich = sichtbarer Bildschirm



Maximale Breite: Arbeitsbereich = maximale Breite * Bildschirmhhe



Maximale Hhe: Arbeitsbereich = Bildschirmbreite * maximale Hhe



X-Optimiert: Arbeitsbereich = grtmglicher Anteil der Bildbreite * 
grtmgliche verbleibende Hhe



X-Optimiert: Arbeitsbereich = grtmgliche verbleibende Hhe * 
grtmglicher Anteil der Bildhhe



XY-Optimiert: Arbeitsbereich = grtmglicher Anteil der Bildbreite * 
grtmglicher Anteil der Bildhhe (proportional)



Parameter



Wenn Sie dieses Feld anklicken, erscheint ein Zusatzformular und Sie 
knnen zwischen drei Mglichkeiten whlen:



Parameter sichern: Bildschirmgradation und Bildschirmkorrektur werden in 
einer Parameterdatei gespeichert. Lautet der Name dieser Datei 
"RPCD_C32.PAR" und befindet sie sich auf der Oberflche der 
Bootpartition, so wird diese Datei beim Start automatisch geladen. Sie 
knnen aber auch einen anderen Namen whlen, um spezifische 
Jobeinstellungen abzuspeichern.



Parameter laden: Eine zuvor abgespeicherte Parameterdatei kann wieder 
eingeladen werden. Die Auswahl erfolgt ber die bliche Dateiauswahlbox.



Neu initialisieren: Eine neue Einstellungsdatei fr die 
Bildschirmparameter mit der Dateikennzeichnung ".C32" kann geladen 
werden. Der Bildschirm wird bei der Rckkehr zu RETOUCHE PROFESSIONAL CD 
mit den neuen Werten initialisiert. Auf diese Weise ist es mglich, 
whrend der Arbeit die Bildschirmauflsung zu ndern.



3. Tastaturfunktionen zur Steuerung des Grafiktreibers



Sie knnen bei der Arbeit auf dem Grafikbildschirm ber die Tastatur 
bestimmte Einstellungen vornehmen, die sich als uerst ntzliche 
Hilfsmittel erweisen werden. Alle diese Einstellungen werden ber die 
RECHTE SHIFT-Taste in Verbindung mit einer weiteren (benachbarten) Taste 
aufgerufen.



Cursorfarbe umschalten



Mit RECHTS-SHIFT + "-"-Taste knnen Sie zwischen zwei verschiedenen 
Cursorfarben umschalten. Da der Grafikprozessor leider keinen 
invertierenden Cursor und auch keine Cursormaske kennt, mu die 
Cursorfarbe sich mglichst stark vom Bild unterscheiden; mit dieser 
Umschaltung finden Sie immer eine geeignet Cursorfarbe. Die Farbe selbst 
ist abhngig vom Bildtyp.



Fadenkreuz ein- und ausschalten



Mit RECHTS-SHIFT + "~"-Taste knnen Sie zwischen normaler Cursorform und 
einer Fadenkreuz-Darstellung umschalten.



Maskendarstellung invertieren



Mit RECHTS-SHIFT + "."-Taste knnen Sie den Maskenbereich invertieren, 
wenn Sie mit 64 Graustufen und farbiger Maske oder im Echtfarbmodus 
arbeiten. Damit lassen sich maskierte Flchen auch in dunklen Bildteilen 
sehr gut vom Rest des Bildes unterscheiden. Ein erneutes Aufrufen macht 
die Invertierung wieder rckgngig.



