

                             CD-ROM am ATARI-Falcon
                                      F030
                               fr Einsteiger und
                                   Selbstbauer
                                     
                      
                                    
Autor: Robert Schaffner            EMail: Robert Schaffner @ OF2     (MausNet)
                                          Robert Schaffner @ TTR     (TurboTron)
                                          
                                          
       Robert Schaffner
       Am Schferpfad 10
       63303 Dreieich
       
       Tel/Fax: 06103-67197                                    
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 Ein CD-ROM am Atari F030.


 
 Als kleine Einfhrung am Anfang sei gesagt das dieser Artikel ein gewisses
 Verstndniss fr technische Begriffe und ein gesundes Ma an handwerklichen 
 Fhigkeiten vorrausetzt.
 
 CD-ROM-Laufwerke gibt es heute bereits weit unter DM 500,- und sind so
 eigentlich fr den heimischen Computer in greifbare Nhe gerckt.
 Angeboten werden fr PCs sog. 'Kit's' die aus einem solchen CD-ROM, einem
 SCSI-Controller und einen Treiberpaket bestehen. Wobei hier meistens
 spezifische Laufwerke zu Einsatz kommen.
 
 Auch fr Atari-Computer gibt es bei verschiedenen Hndlern CD-ROM-Kits
 zu den unterschiedlichsten Preisen, anschlufertig und zum anstecken an
 eine SCSI-Schnittstelle, kosten solche Laufwerke in der Regel ab
 DM 700,- aufwrts.
 
 Fr den hartgesottenen Selbstbauer viel zu teuer, obwohl diese Preise 
 durchaus ihre Berechtigung haben.
 
 Einzelne Laufwerke, hier z.B das XM4101 der Firma Toshiba, kosten so ca. 340.- 
 bis DM 500,-, je nach Bezugsquelle. Ein sauberes Gehuse vorgefertigt ca. DM 170,-,
 Anschlusskabel zwischen DM 25,- und DM 89,-.
 Nicht zu vergessen ein passendes Schaltnetzteil das +5V bei ca. 2 Amp liefern sollte, schlgt nochmal mit ca. 50,- bis 80,- DM zu buche.
  
 Viele Bastler haben eben das eine oder andere schon Zuhause liegen oder kommen 
 Sehr gnstig an solche 'Teile' heran. Um so einfacher ist es sich selber zu einem
 CD-ROM zu verhelfen.
 
 Ich gehe mal davon aus, da das CD-ROM mit einem FALCON oder einem Atari betrieben
 wird, der bereits ber einen SCSI-Adapter/Controller verfgt. So z.B auch der TT.
 Die meisten Leute werden wohl SCSI-Festplatten betreiben und somit also in jedem 
 Fall schon einen passenden SCSI-Adapter besitzen. Festzuhalten an dieser Stelle ist
 das es z.Zt. keine Lsung gibt die direkt, also ohne SCSI-Adapter, an den DMA-Port
 eines STs angeschlossen werden kann. Eine Ausnahme bildet hier das CDAR von Atari,
 da aber glaube ich nicht mehr lieferbar ist.
 
 Ein XM4101 von Toshiba stellt also die Basis fr unser Hardwareprojekt dar.
 
 Fr ein einzelnes Laufwerk, also nur das CD-ROM, bentigt man ein externes
 Gehuse in dem mindestens das eigentliche CD-ROM (5 1/4"-Drive) und ein passendes
 Netzteil Platz findet. Bei Selbstanschlu an das Stromnetz sei vor der tdlichen
 Netzspannung gewarnt, dieser Anschlu sollte und darf nur einem Fachmann vorbehalten
 bleiben.
 
 Der nchste Punkt ist eine in etwa DM 10,- teure 50polige SCSI-Anschlussbuchse
 die eigentlich jeder bessere Elektronikversand im Sortiment hat. Hierzu kommt
 noch ein wenig 50 poliges Flachbandkabel und beim Falcon z.B. ein SCSI2-Anschlukabel
 das spter die SCSI-Schnittstelle des Rechners mit der Buchse des CD-Roms verbindet.
 Die 50 polige Buchse sollte eine in 'Schneidklemm-Technik' sein, nur so kann man 
 einigermassen vernnftig 50 Pole in einem Arbeitsgang mit der Buchse verbinden.
 Von Ltsteckern mchte ich hier abraten!
 Das hier anzufertigende Kabel dient dazu den sich am CD-Laufwerk befindlichen
 50poligen Pfostenfeldstecker der Aussenwelt zugnglich zu  machen. Hier liegen
 alle Signale bereit, die bentigt werden mit dem CD-ROM zu kommunizieren und eben 
 die Daten in den Rechner zu holen. 
                                          
 An der Seite wo spter das CD-ROM angesteckt wird, sollte sich ebenfalls ein 50
 poliger Pfosten-Buchsenstecker befinden, auch diese sog. Pfostenfeldstecker gibt
 es im gut sortierten Elektronikhandel und sie drften so um DM 3,50 kosten.
 
 Das Flachbandkabel besitzt auf der einen Seite eine einzelne farbige Ader die uns
 als Markierung des PIN 1 eines jeden Steckers/Buchse dient. Das Kabel selber wird
 nun so in die Buchsen gelegt da jeweils die farbige Ader auf PIN1 zu liegen kommt.
 Ist das geschehen kann man damit beginnen das jeweilige Buchsenoberteil auf das
 Unterteil zu quetschen.
 Vorteilhaft geschieht das in einem Schraubstock bei dem die Backen vorher mit
 weichem Plasik ect. abgedeckt wurden. Steht ein Schraubstock nicht zur
 Verfgung tut es zur Not auch eine Kombizange. Hier ist Vorsicht geboten, da man
 mit der Zange sehr leicht die Buchsen/Stecker zerbrechen kann. Sind die
 Verrieglungsstifte mal abgebrochen ist der Stecker unbrauchbar da er von selber
 nicht mehr zubleibt. Alte Pfuscher benutzen dann Klebstoff um das Oberteil mit
 dem Unterteil dauerhaft zu verbinden, leider kann hier nicht garantiert werden, 
 da alle Adern des Kabels auch wirklich mit den Schneidstiften der Buchsenleiste
 in Verbindung stehen. 
 bertragungsfehler und Funktionsstrungen ect. pp. sind hier schon vorprogrammiert.
 
 Passende Gehuse fr externe 5 1/4" Laufwerke kann man ebenfalls beim
 Elektronikhnder erstehen oder eben bei den einschlgigen Lieferranten. 
 Auch kann man hier z.B bei Hard&Soft fertig konfektionierte Kabel &
 Gehuse beziehen.
 
 Das CD-Rom-Laufwerk legen wir erst mal auf die Seite, es wird jetzt nur
 bentigt um die genauen Mae der Gehuseffnung und g.g der Befestigungslcher
 festzulegen bzw. auszumessen. Natrlich knnen alle diese Mae auch aus dem
 Toshiba-Manual entnommen werden, die Gewohnheit lsst uns aber halt nachmessen.
  
 Nachdem alle Ausbrche und Befestigungslcher, auch die fr das Netzteil,
 gebohrt sind und alle Bohrspne beseitigt wurden, wird das CD-ROM in die
 entstandene ffnung eingepasst. Zu Beachten ist auf jeden Fall zu jeder
 Gelegenheit da das anfassen oder beschmutzen der internen Linsen-Optik
 des CD-ROMS die Betriebssicherheit stark beeintrchtigt!
 Die Hersteller warnen in ihren Manuals ausdrcklich davor, und am besten 
 lsst man die CD-Schublade zu!
 
 Bei einem bereits vorhandenen Towergehuse lsst sich das CD-ROM wesentlich
 einfacher einbauen, alle Bohrarbeiten ect. entfallen hier, das CD-ROM wird
 einfach in einen freien Laufwerkschacht geschraubt und eventuell die
 Frontblende entsprechend angepasst. Fr Leute ohne Tower knnten hier z.B
 auch Wechsel-Plattengehuse gute Dienste leisten. Dorf befinden sich z.B
 schon Befestigungsmglichkeiten fr 5 1/4" Laufwerke einschliesslich dem
 Gehuseausbruch fr die Schublade.
 
 Stichwort Schublade, beim XM4101 ist endlich kein 'Caddy' mehr ntig um die
 CD in das Laufwerk zu befrdern. Ein unendlicher guter Fortschritt !
 Bettigt man den Auswurfknopf in einem Programm, oder den Auswurfbutton
 an der Vorderseite des XM4101, fhrt die Schublade des XM4101 ca. 2cm 
 aus dem Gehuse herraus.
 Das ist vllig normal, die Schublade darf mit der Hand ganz herrausgezogen
 werden. Nach dem Einlegen einer CD schiebt man die Schublade leicht mit
 der Hand bis in der Laufwerk hinein.
 Das kleine Loch daneben dient als Notentriegelung, zum entnehmen der CD.
 Hier darf mit einer aufgebogenen Broklammer gearbeitet werden! :-)
 
 Im brigen lsst sich eine ltere SCSI-Festplatte die vorher ber einen
 SCSI-Adapter an einem lteren ST betrieben wurde mit dem vorher beschriebenen
 SCSI-Flachbandkabel hervorragend zum Betrieb am Falcon F030 umbauen. 
 Es entfllt lediglich der eingebaute SCSI-Adapter und die damit verbundene
 ASCI IN/OUT-Buchse. Da diese Gehuse meist grsser sind sollte sich so also
 auch noch einen Platz fr das CD-ROM-Lauferk finden.
 
 Zwei Fliegen mit einer Klappe!
  
 Die Verbindung der Versorgungsspannung zum XM4101 ist sehr einfach, da dieses
 Laufwerk werkseitig nur +5 Volt und Masse(Minus) bentigt. Nur sollte man bei
 einem 'Selbstanschlu' verstrkt darauf achten das die Versorgungsspannung 
 richtig angelegt wird. 
 
 Das folgende Steckerschema stammt original aus dem Manual eines Toshiba XM4101
 und ist bis auf den +12V Pin gleich mit jedem PC-Netzeil und dessen
 Anschlussteckern.
 
       GND GND +5     
                           Stecker fr die Stomversorgung des XM4101
  |---------------|        
  | O   O   O   O |
  \---------------/
  

 Der linke PIN welcher normalerweise bei Festplatten und lteren  
 Diskettenlaufwerken die +12 Volt Versorgungsspannung beherbergt, bleibt 
 hier unbenutzt da das XM4101 mit nur +5 Volt zufrieden ist.
 
 Zu bemerken sei noch da das XM4101 an der Anschluseite einen 4 poligen
 Pfostenverbinder hat, an diesem knnen die Audio-Signale noch einmal extra
 abgegriffen werden. So z.B fr den Fall das vieleicht jemand auf die Idee
 kommen knnte noch zwei Chinchbuchsen zum Anschlu an die heimische
 Stereoanlange einzuplanen. Dem steht nmlich nichts im Weg, das passende
 Steckerchen bekommt man im gut sortierten Computerladen, oder eben aus der
 Bastelkiste. Falls er nicht schon sowieso dem CD-ROM beigelegt wurde.
 
 Die Klinkenbuchse an der Frontplatte bentigt einen 2.5mm Klinkenstecker wie
 er sich z.B an Kopfhrern befindet die man bei einer Bahnfahrt kaufen kann :-)
 Neben der Buchse befindet sich auch der Lautstrkeregler. Natrlich lsst sich
 hier jeder gute Stereokopfhrer verwenden, sofern man die Mglichkeit hat
 einen Adapter vorzustecken. Der feste Stereoanschlu erfolgt nach diesem Schema.
 
 Ansicht von der Laufwerksrckseite
  
                                  OBEN
  |------------------------------------------------------------------------
  |
  |  o  rechter Stereo Kanal             SCSI                   POWER        
  |  o  GND/Schirm                |------------------|        |------|
  |  o  GND/Schirm
  |  o  linker  Stereo Kanal
  |
  |---------------------------------------------------------------
  
 Hier sei vor Kurzschlssen gewarnt!
 Niemals die Stereoausgnge direkt mit Masse verbinden! (Kurzschluss)
 
 Sehr wichtige ist die Art der Terminierung des CD-ROMs.
 Normalerweise befinden sich in jedem SCSI-Drive ab Werk Abschlusswiderstnde 
 die den SCSI-Bus terminieren. (Abschlieen)
 Sollte das CD-ROM einziges oder letztes Laufwerk am SCSI-Bus sein sind die
 Widerstnde so zu belassen, im anderen Fall, wenn das Laufwerk also an einem
 Bus eingefgt wird an dem sich schon ein 'letztes' SCSI-Device befindet, sind
 die Terminatoren in jedem Fall zu entfernen. Ansonsten kommt es zu einer
 berbelastung der BUS-Treiber, und KEIN angeschlossenes Laufwerk arbeitet
 mehr korrekt. Eventuell nimmt der Computer bzw. dessen SCSI-Adapter Schaden.
 
 Ein zweiter sehr wichtiger Punkt ist die SCSI-Adresse auf der die Treiber-
 Software, der AUDIO-CD-Player (Software) das CD-ROM Laufwerk finden soll, es
 stehen insgesammt 3 Jumper zur Verfgung, die je nach dem wie die Jumper
 gesteckt werden eine Adresse zwischen 0 und 6 Erzeugen. Das 'wie' entnimmt
 man am sichersten dem Datenblatt des jeweiligen Toshiba-Laufwerks.
 Die Adresse 0 oder 1 ist in den meisten Fllen durch eine bereits extern
 angeschlossene SCSI-Festplatte(n) belegt. 0+1 z.B bei zwei Platten.
 Die SCSI-Tools besitzen ein komfortables Programm mit dem man die
 bereits belegten Adressen sehr schnell herausfinden kann. 
 Adressberschneidungen sollte man hier tunlichst vermeiden, es kommt hier
 schnell zu Datenschrott oder die Laufwerke arbeiten berhaupt nicht.
 
 Festzuhalten ist noch, das die Adresse auf die das CD-ROM gelegt wird
 am besten in dem bereits installierten Harddisktreiber ausgeschaltet 
 wird, und zwar so, das diese Adresse fr den Plattentreiber 'Unsichtbar'
 wird. Nur so kann ein reibungsloser Datentransfer gewhrleistet werden,
 unabhnging vom Plattentreiber.
 
 Sind diese Punkte alle in Erwgung gezogen worden kann man eigentlich 
 langsam damit beginnen die Treibersoftware installieren.
 
 Das SCSI-Kabel (Flachbandkabel) wird so auf die Buchse des CD-ROMs gesteckt
 das die farbige Ader auf PIN 1 zu liegen kommt. PIN1 befindet sich im brigen
 bei allen mir bekannten SCSI-Laufwerken immer in der Nhe des Stromsteckers.
 
             Kerbe
                             PIN 1
 |------------| |-------------|        |------|
 |----------------------------|        |------|
 
      50pol SCSI-Stecker             Stromstecker
      
      
 Viele Pfostenfeldstecker haben an der einen Seite eine Kerbe so, da man den
 Stecker nur in einer Richtung einstecken kann. Bei diesem Stecker sollte man
 vorher, bevor das Flachbandkabel gequetscht wird, aufpassen wie rum der Stecker
 dann spter auf das CD-ROM passt. (Farbige Ader beachten)
 
 Bevor nun das CD-ROM mit dem Netzteil verbunden wird sollte man nochmals
 abchecken, da die Stromversorgung auch richtig verdrahtet ist. Eine Verpolung
 kostet in jedem Fall ein Laufwerk!
 
 ltere PC-Netzteile knnen unterschiedliche Stromanschlsse haben.
 
 Die Stromversorung sollte beim Anschlu abgeschaltet sein.
 Netzstecker vorher ziehen!
 Nachdem das Laufwerk nun mit dem SCSI-BUS, und/oder ber das SCSI2-Kabel 
 (extern) mit dem Falcon verbunden ist wird das Kabel nun mit dem Falcon
 verbunden (SCSI2 extern). Der Falcon ist hierbei natrlich ausgeschaltet!
 (Wie eigentlich bei allen Anschluarbeiten)
 
 Das Netzteil sollte ordnungsgemss angeschlossen worden sein, (Netzsteckdose,
 VDE-Verschriften, Schutzleiter ect.pp)  man kann es nur immer wieder betonen.
 Im Tower ist das einfacher da hier ein gekapseltes PC-Netzteil zum Einsatz
 kommen wird, der Selbstbauer kommt hier erst gar nicht mit der gefhrlichen
 Netzspannung in Berhrung. Hier ist einfach wie schon oben beschrieben einer
 der Stromversorungsstecker aufzustecken, wer sich nicht traut sollte vorher 
 das +12V Kabel am Stecker entfernen und isoliert aufrollen.
 (Oder Abpetzen, oh yeaar, schnell die Zange her) :-)
 
 Die SCSI-Adresse ist korrekt eingestellt, der SCSI-Bus angesteckt, die Strom-
 versorgung ist angeschlossen?
 Dann kann man jetzt endlich zu einem ersten Test schreiten:
 Nach dem Einschalten sollte der Rechner (z.B Falcon) wie gewohnt von der/den
 Platte(n) booten.
 HuSHI 5.x / 6.x z.B wird bemerken das ein SCSI-Device vorhanden ist welches sich nicht
 wie eine Festplatte verhlt und auch keine Festplatten-ID hat, das wre dann normal.
 
 Als Treiber knnen zum einen der von Atari selber erhltliche CDROM.XFS Treiber,
 zum anderen das Treiberpaket von Peter Hilbring, oder eben die CD-TOOLs von
 Hard&Soft zum Einsatz kommen. Der.XFS-Treiber von Atari funktioniert z.Z nur 
 unter MultiTos 1.04.
 Ob der Treiber unter neuern MiNT-Versionen, z.b MiNT 1.10, luft habe ich selber
 nicht getestet und kann dazu auch nichts sagen.
 In der Maus @S3 kann man einen CDROM.XFS-Treiber in der Version 0.7 beziehen,
 auch hier wieder ein Privatmann der sich selber mit 'Anpassungen' beschftigt.
 
 Er wird in den C:/MULTITOS Ordner auf der Bootpartition kopiert. Whrend 
 MultiTOS geladen wird, wird auch dieser Treiber gefunden und automatisch mitgeladen.
 
 Der Treibername sollte (mu) wie folgt aussehen:
 
 CDROMK6.XFS
      ^^
      ||
      |- SCSI-Adresse auf der das CD-ROM zu finden ist, hier SCSI 6.
      |- Laufwerksbuchstabe unter dem das Laufwerk auf dem Desktop 
         angemeldet ist.
 
 Natrlich kann hier jeder andere freie Laufwerksbuchstabe, und auch jede andere 
 SCSI-Adresse zum Einsatz kommen. Zu bemerken wre noch das viele ltere Programme
 mit Laufwerksbuchstaben hher als `P' nichts anfangen knnen und sich eventuell
 kommentarlos abmelden.
 
 Nach erneutem Booten sollte nun unter 'K' auf dem Desktop ein CD-ROM zu finden
 sein, andere Einstellungen sind nicht erforderlich. Sollte eine AUDIO-CD
 eingelegt sein braucht sich niemand zu wundern, da kein 'Verzeichniss' erscheint
 wenn man das Drive anklickt. Audio-CDs haben sowas nicht in der vom Treiber
 erwarteten Art :-)
 
 Hier eine Beispieldatei wie sie von den CD-TOOLs der Fa. Hard & Soft angelegt 
 wird. Auch hier ist MetaDOS erforderlich.
 MetaDOS leigt in vielen Mausboxen in der aktuellen Version 2.4
 
 Beispiel CONFIG.SYS
 
 ; CD-Tool BEGIN
; Note that everything up to `; CD-Tool END' will be erased by
; CD-Tool's configuration tool!
; Achtung: alles bis zur Zeile `; CD-Tool END' wird von CD-Tool
; beim Konfigurieren gelscht!
;
; created by CD-Tool 1.20, Fri Jul 08 15:41:44 1994
;
; Gerte/devices
;
; SCSI 6: `TOSHIBA CD-ROM XM-4101TA' -> K
;
; BOS-Treiber/BOS drivers
;
*BOS, c:\auto\cd_boot\hs-cdrom.bos, K:14
;
; DOS-Treiber/DOS drivers
;
*DOS, c:\auto\cd_boot\hs-iso.dos, K:K
;
; CD-Tool END
;
; Config.sys	An ascii file that describes the system configuration.
;

; Physical Basic operating system format
;*BOS, [Physical Bos driver][Arguments], [Physical id]:[DMA channel], ... 
;	Device #	meaning
;	0 - 7		ACSI device 0 - 7
;	8 - 15		SCSI device 0 - 7
;
;The next line installs FALCON.BOS for SCSI device 6 (14 = 8 + 6).

; Logical DOS format.
;*DOS  [Logical DOS] [Arguments], [Logical id]:[physical id],...
;
;The High Sierra driver won't be needed in most cases
;*DOS, C:\AUTO\HSMAY86.DOS, Q:Y
;
;The next line installs ISO9660F.DOS for MetaDOS drive letter Y
;(which has been assigned to SCSI 5 above) as GEMDOS drive R:. Note
;that a lot of applications can't access drive letters beyond P:, so
;you might have to change the drive letter.
;
; You can use statements as below to launch other applications.
;
;c:\auto\boot\ram512.prg	; Load in 512 byte ramdisk.
;c:\auto\boot\gdos.prg		; Load in gdos.
;c:\auto\boot\diab630.prg	; Load in diablo 630 emulator.
;c:\auto\boot\sdump.prg		; Load in Screen dump to laser.


 Es gibt bereits mehrere spezielle Shareware-Daten CDs fr Atari-Computer!
 Selbstverstndlich knnen auch reine DOS-CDs gelesen werden, interessant sind hier
 z.B auch .GIF (Grafik) und .WAV-Files auf diesen CDs. Kopiern von DOS-Programmen
 ist natrlich auch mglich. Daten CDs kann man sehr gnstig ber das MausNetz
 beziehen.
 Hier kann man sich an Bernd Lohrum @ ZW oder auch an den Sysop der nagelneuen
 Maus @ GI (Giessen) wenden. Zu sehr humanen Preisen gibt es hier sogenannte 
 Shareware-CDs.
 Von WalNut Creek gibt es die GEMINI CD die mit 600MB Atar-Software randvoll
 gefllt ist, hier findet sich wirklich fr jeden Geschmack etwas brauchbares.
 Weitere CDs kann man z.B auch bei der Fa. Wohlfartsttter beziehen.
 
 Fr PhotoCD (XA) sollte eine spezielle Bildverabeitungssoftware vorhanden sein.
 Die Firmen COMPO und COLOR CONCEPT haben da schon lnger etwas auf dem Markt. 
 Man kann das aus fast jeder ST-Computer entnehmen.
 
 Als CD-ROM-Treiber sind die CD-TOOLs eigentlich fast selbsterklrend und auch
 relativ einfach zu installieren, wer HuSHI kennt wird sich hier schnell zurecht-
 finden. Auch hier wird ein CD-Treiber von Julian Reschke (Maus @ MS) auf der
 Bootpartition der Festplatte versenkt.
 Der Treiber wird bei jedem Bootvorgang genau wie ein Festplattentreiber mit in
 das System eingebunden, das CD-ROM wird somit ein 'Device' das wie eine Festplatte
 in jeder Situation zur Verfgung steht.
 Hier sollte mindestens die Version 1.20 der CD-TOOLs zum Einsatz kommen.
 Erwhnenswert erscheint mir hier noch der mitgelieferte GDPS-Treiber der
 die PhotoCD-Daten jedem Programm zugnglich macht das dieses Treiberkonzept
 untersttzt.
 
 Bei mir luft das ganze auf einem Falcon unter TOS 4.04 sowie auch unter MTOS 
 1.04 bis heute korrekt, genau wie z.B der Treiber von Peter Hillbring.
 Welchen Treiber man hier verwendet sollte jedem selbst berlassen bleiben.
 
 Erwhnenswert scheint mit noch der CD-PLAYER zu sein welcher bei den CD-TOOLs
 mitgeliefert wird.
 Als .ACC installiert erlaubt dieser Player in jeder Applikation gleichzeitig
 vollen CD-Genuss ber die Klinkenbuchse an der Front des XM4101. Sogar die
 Auswurftaste funktioniert, was man leider von nicht allen CD-Playern behaupten
 kann. Die Shareware CD-Player tanzen hier leider noch ein wenig aus der Reihe.
 Mit steigenden Versionsnummern wird sich aber bei allen Playern im Lauf der Zeit
 noch etwas ndern, die eine oder andere Funktion wird hinzukommen und auch die
 Auswurftasten werden dann sicher funktionieren.
 
 Auch in dem Programmpaket WinRec von Andreas Binner @ N befindet sich neben
 dem Harddiskrecorder WinRec auch ein sehr vernnftiger Audio-CDplayer mit
 im Paket. Empfehlenswert erscheint mit noch 'TrakCom' von COMPO, hier ist
 es auch mglich direkt von der CD zu 'samplen'.
 Umfangreiche Manipulationsmglichkeiten runden das Erscheinungsbild 
 nach oben hin ab.
 
 Die Player erkennen das installierte CD-ROM automatisch und arbeiten auch 
 `Versteckt' weiter. Die Programme laufen als .ACC im Hintergrund aber auch
 als Hauptapplikation.
 
 Die Shareware/Fairware-Treiber bentigen alle MetaDOS 2.x das man aus jeder gut 
 sortierten MausBox beziehen kann.
  
 Die MetaDOS und Shareware/Fairware-Treiber Installation mu von Hand vorgenommen
 werden, und es sei hier auch gleich an die Dokumentation zu MetaDOS verwiesen.
 Es gibt natrlich zu dem Treiber von Peter Hillbring auch eine Dokumentation die
 man vorher wenigstens einmal gelesen haben sollte.
 Die Hauptarbeit besteht darin eine passende CONFIG.SYS Datei zu erzeugen die dann
 zu MetaDOS in den Autoordner gehrt. Was aber anhand von Beispielen nicht sehr
 schwer ist.
 
 In der Zwischenzeit ist noch EGON! auf dem Markt erschienen.
 EGON! ist ein weiteres Treiberpaket fr CD-ROMs an Atari-Computern.
 Mangels einem Testobjekt kann ich hierzu leider nichts sagen.
 
 Alles in allem bin ich hier eigentlich am Ende, und ich denke das ich die besten
 bzw. einfachsten Mglichkeiten zusammengefasst habe.
 Alles andere ergibt sich im Betrieb und sollte eigentlich von jedem  selber 
 ausprobiert werden.
 Das wichtigste ist eigentlich eben nur der richtige Anschluss, und bei MetaDOS
 eben die CONFIG.SYS-Datei.
 Nur so knnen sich die gewnschten Erfolge einstellen.
 
 Egal welcher Treiber am Ende zum Einsatz kommt, die Sache luft, und es sollte
 keiner mehr behaupten das CD-ROMs nicht am 'Atari' arbeiten wrden.
 Man kann nur hoffen das im Laufe der Zeit noch einige sehr brauchbare CDs das
 Licht der Welt erblicken, und auch Atari eventuell seine Geschftspolitik noch
 einmal berdenkt.
 Wnschenswert auf jeden Fall, bedenkt man das diese ganze Geschichte im Prinzip 
 eigentlich wieder den deutschen Entwicklern zu verdanken ist, die selbst nach
 einem erneuten Fhrungswechsel in Ataris Supportabteilung noch ganz bei der 
 Sache sind.
 
 Selbst das wundersame 'Erscheinen' einiger CDs ist der 'Verdienst' einiger
 privater Atari-Anwender :-)
 
 
 Anmerkung:
 
 Manche Angaben in diesem Artikel knnen etwas lter sein, da die Textdatei 
 seit Anfang diesen Jahres in der Redaktion der ST-Computer einiges
 an sinnloser Wartezeit verbracht hat.
 Es gibt verschiedene Mglichkeiten desintresse zu Bekunden, lange Wartezeiten
 sind sicher die schlechteste Lsung.
 Da immer wieder diverse Fragen zu CD-ROMs im MausNet erscheinen habe ich
 mich fr eine Verffentlichung per MausNet entschieden.
 
  
  
  
   Robert Schaffner @ OF2 
    
 
 
 
 
 
 
  
        
 
  
  
                                                                             
                                                                              
                                                                              
                                                                               