Running (Shareware) Testbericht

Selten kam ein Thema so oft in Demos und Intros auf dem Falcon
vor wie Wolfenstein 3D- oder Doom-graphic-engines. Leider waren
diese bisher nicht spielbar, doch Running setzt diesem jetzt
endgltig ein Ende.
Running bentigt "nur" einen Standard-Falcon; 4 Megabyte, 16MHz,
einen RGB- oder VGA-Monitor und knapp 7MB auf der Festplatte.
Auf einem solchen habe ich das Spiel auch getestet - CTRL drcken
beim Booten nicht vergessen, denn unter 3.9 MB luft Running nicht.
(huSHi-Benutzer sollten beim Booten Escape drcken!).
Nach dem Laden wird man von einer tollen Musik begt und kann
schon einige Einstellungen vornehmen, die man aber glcklicher-
weise auch im Spiel noch ndern kann.
Da Hintergrund-Stories bei solchen Spielen meist nebenschlich sind,
haben sich die Running-Designer hier kurz gehalten : Der Held des
Spieles wurde in eine Kernreaktor-Fabrik beordert, um dort diverse 
Missionen zu erfllen.
Zu Beginn vllig unbewaffnet kann der Spieler nur um sich treten.
Hat man die 2 Wachleute "umgetreten", bekommt man eine einfache Pistole
und etwas Munition. Die bentigt man auch dringend, denn von nun an
ist man bei den Wachleuten in Uniform und den anderen recht unbeliebt.
Doch Vorsicht, es gibt auch Zivilisten, die man NICHT treffen sollte !
So luft man durch das Labyrinth aus Gngen, Tunneln, Zimmern, Innen-
hfen -teilweise spielt Running unter freiem Himmel, dann ziehen
sogar Wolken vorbei - und Kellern, sucht Plne, Munition und die
Dinge, die man zum vollenden der Mission braucht, im Falle der ersten
Level der Shareware-Version Sprengstoff und 3 Geiseln.
Doch damit nicht genug. Es gibt auch geheime Tren, die man erst
finden mu, Schalter, die Tren ffnen oder Plattformen bewegen
( ja, ab und zu mu man auch das Stockwerk wechseln ), sogar Video-
kameras sind vorhanden, die man abrufen kann, um z.B. Geiseln zu
finden -> sehr originell !
Die Steuerung ist standardgem : Cursor-tasten, Tab fr Karte,
Shift zum Schieen, CTRL um schneller zu laufen und noch andere
Funktionen wie z.B. Zoom, Cursor (Zielkreuz) etc ...
Die Karte mu allerdings erst aufgesammelt werden, bevor sie
verfgbar ist. Wie in Heretic knnen einige Gegenstnde "auf Vorrat"
aufgesammelt werden und erst auf Knopfdruck benutzt werden.
Die 3D-Grafik ist wirklich flott. Bei nierdiger Detailstufe ruckelt`s
auch bei vollem Screen eigentlich nie. RGB-Besitzer knnen sogar noch
den extrem schnellen Cinemascope-Modus oder gar Full-Screen whlen.
Hohe Detailstufe ist recht langsam ,sieht aber viel besser aus.
Alle Vorgnge werden von Samplen mit 12, bzw. 25 KHz begleitet,
wahlweise in Mono, Stereo oder sogar "surround" .
Perfekt ist Running (leider noch) nicht. Die Grafik im Spiel gewinnt
nicht unbedingt einen Schnheitspreis, sie wirkt stellenweise etwas
lieblos und ziemlich "matschig", ist aber funktionell und wirklich
sehr abwechslungsreich, man kommt in Kellergewlbe, Lager, Huser mit
Tapeten etc. Auch einige Samples kratzen noch ein wenig, doch wen
strt das ? Puristen werden sich auch daran stren, da weder Boden
noch Decke mit Texturen belegt sind, doch wie die Programmierer so
schn im beiliegenden Text fragen : Wollen Sie ewig auf das Spiel
warten ?
Nein gewi nicht, denn das relativ kleine Team, das Running entworfen
hat, kann wirklich stolz auf ihre Leistung sein. Das Spiel ist schnell
und flssig, macht viel Spa und bietet viel Abwechslung : Ein gutes
Spiel mit eigenem Charakter.
Die Shareware-Version kann man z.B. via FTP runterladen, z.B. bei
ftp.uni-kl.de/pub/atari/incoming. Die Registriergebhr betrgt be-
scheidene 45 Mark.

Grafik : 65 %
Sound  : 45 %
Spiel  : 85 %
