JCNBOOT 1.13                      (c) 1994 by Jens C. Neffe, Hamburg
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Dieses Programm ist ein Boot-Selektor-Programm. Mit ihm knnen
Accessories und Auto-Ordner-Programme, sowie verschiedene Setups
eingestellt werden.

Der Autor ist

  Jens C. Neffe
  Nernstweg 23
  D-22765 Hamburg

  E-MAIL: JENS_C-NEFFE@HH.MAUS.DE
   
  Bank:   Hamburger Sparkasse
          Konto 1257504595
          BLZ   20050550


Dieses Programm ist Beggerware, d.h ich bitte dringend um eine Spende 
fr meine weitere Arbeit.

Es darf beliebig oft kopiert und weitergeben werden, sofern alle Dateien 
komplett und ungendert gelassen werden.

Sollte das Programm in einen PD-POOL oder hnliches aufgenommen
werden, so bitte ich um eine Benachrichtigung und Nachfrage um
die jeweils aktuelle Programmversion.

Ich berehme keine Garantie fr die Funktionstchtigkeit des 
Programmes, die Verwendung geschieht auf eigene Gefahr.

Zu dieser Version gehren:
  JCNBOOT.PRG    Der Bootselektor
  JCNBOOT.INF    Beispiel-Info-Datei fr das Programm
  JCNBOOT.TXT    Diese Datei
  JCNBOOT.UPL    Text fr einen Upload in Mailboxen



INHALT DIESES TEXTES
====================

1. Programmzweck und Kurzbeschreibung
2. Installation
3. Bedienung
4. Tastatur
5. Technisches
6. Bekannte Fehler
7. Versionen



1. PROGRAMMZWECK UND KURZBESCHREIBUNG
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1.1 Zweck des Programms
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Du mchtest nach dem Booten ihres Rechners fter mit verschiedenen
Konfigurationen arbeiten. So bentigen einige Programme Installations-
Programme, die im AUTO-Ordner stehen. Andere Programme arbeiten gut
mit einem bestimmten Accessory zusammen. Oder Du wechselst fter mal
zwischen Farb- und Schwarzweimonitor. Fr jede dieser Konfigurationen
mut Du normalerweise die Namen bestimmter Dateien ndern. So heit
ein Accessory, welches geladen werden soll z.B. CALC.ACC, wenn es nicht
geladen werden soll CALC.ACX.

Diese Arbeit des Umbenennens nimmt der Boot-Selektor ab. Nach einem
Reset oder dem Einschalten erscheint dieses Programm und Du kannst
die Programme bequem ein- und ausschalten.

Zudem hast Du die Mglichkeit, Konfigurationen, die hufiger
auftreten als Setup anzuwhlen.

Ab Version 1.04 legt das Programm von sich aus einen Cookie-Jar an (Sinn
und Zweck: siehe Beschreibung des Befehls "COOKIE", Abschnitt 3.5.22).



1.2 Kurzbeschreibung
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Dieser Abschnitt 1.2 ist nur fr Leute gedacht, die sich schon
einigermaen gut mit ihrem Computer auskennen.

Das Programm ist ein Bootselektor. Man kann ihn mit Maus und Tastatur
bedienen. Fge ihn an die erste Position im AUTO-Ordner ein.

Steht das Programm im AUTO-Ordner, so wird es nur gestartet, wenn vor
Programmstart die Taste SPACE gedrckt wurde.

Dem Programm beigegeben ist eine nderbare Info-Datei JCNBOOT.INF.
Es handelt sich um eine Ascii-Text-Datei mit verschiedenen Befehlen
(siehe Abschnitt 3.5: Die Datei JCNBOOT.INF).

Die Tastarurbefehle stehen in Abschnitt 4: TASTATUR.


Folgende Programme sind durch das Programm berflssig:

  - Programm zum Anlegen eines Environments (ENV.PRG)
  - Programm zum lschen von _p_shell (SHELL0.PRG)
  - Programm zum Anlegen/Erweitern eines Cookie-Jars  
  - Programm zum Einschalten des Prozessor-Caches
  - Programm zum Anlegen eines XFRB  
  - Ein anderer Bootselektor :-)
  
  
  
2. INSTALLATION
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Um sinnvoll mit dem Programm arbeiten zu knnen, sollte es beim Booten
als erstes ausgefhrt werden, sonst machen sich die nderungen erst
beim nchsten Reset/Einschalten bemerkbar.

Es sollte also als physikalisch erstes Programm im AUTO-Ordner stehen.

So kommt es an die richtige Stelle...
a) Du hast schon ein altes JCNBOOT an der richtigen Position:
   - Kopiere die neue Version in den AUTO-Ordner.
   - Das System wird melden, da es die Datei schon gibt.
   - Besttige die Frage, ob die Datei berschrieben werden soll.
b) Du hast GEMINI und TOS 1.04:
   - Lasse Dir den Inhalt des AUTO-Ordners anzeigen.
   - Stelle die Anzeige auf "Unsortiert" (Menpunkt "Anzeige").
   - VERSCHIEBE die erste Datei in einen anderen Ordner (zum Verschieben
     drcke beim Loslassen der Maustaste die Control-Taste).
   - Kopiere nun JCNBOOT.PRG in den AUTO-Ordner.
   - Das Programm sollte nun als erstes angezeigt werden.
   - Verschiebe die zuerst verschobene Datei zurck.
c) TOS 1.04 und hher, normaler Desktop:
   Gehe wie unter b) vor. Leider wird Dir dabei die unsortierte
   Reihenfolge nicht angezeigt.
d) GEMINI und TOS 1.02:
   Siehe b)
e) TOS 1.02 und TOS 1.0, normaler Desktop:
   - Kopiere alle Dateien aus dem AUTO-Ordner woanders hin.
   - LSCHE alle Dateien aus dem AUTO-Ordner.
   - Kopiere JCNBOOT.PRG in den AUTO-Ordner.
   - Kopiere alle alten Dateien wieder zurck.
   - Besorge Dir bei Gelegengheit ein neues TOS.

Kopiere nun die Datei JCNBOOT.INF in den AUTO-Ordner.
Um mit dem mitgelieferten JCNBOOT.INF testweise arbeiten zu knnen,
mu auch noch der Ordner JCNBOOT in den AUTO-Ordner kopiert werden.




3. BEDIENUNG
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3.1 Programmstart
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Wie beschrieben, gehrt das Programm eigentlich in den Auto-Ordner.
Zum Teste kann das Programm aber durchaus auch vom gewohnten Desktop
aus gestartet werden.

Steht das Programm im Auto-Ordner und wird der Rechner eingeschaltet
oder ist ein Reset erfolgt, so startet das Programm nicht ohne Deinen
ausdrcklichen Wunsch!

Diesen Wunsch kannst Du auf zwei Arten uern:

1) Du drckst vor dem Start des Programm (zum Beispiel, wenn der
   Bildschirm noch ganz wei ist) die Leertaste (SPACE). Diese
   Taste mu nur kurz bettigt werden, gerade so, als sollte in
   einem Programm ein Leerzeichen eingegeben werden.

2) ODER drcke vor Programmstart eine der SHIFT-Tasten und
   halte diese solange gedrckt, bis sich das Programm mit seinem
   Bildschirm meldet.

Dieses Verhalten des Programms hat den Grund, da man das Programm
eigentlich nur selten bentigt - die meiste Zeit arbeitet man ja in
der gewohnten Lieblingskonfiguration.



3.2 Aussehen
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Nach dem Start prsentieren sich vier Boxen.

1) Die linke beherbergt zwei Spalten. In der linken Spalte stehen die
   AUTO-Ordner Programme, die ausgefhrt werden. Es sind jene Dateien,
   die im AUTO-Ordner stehen und die Namensendung PRG besitzen.
   In der rechten Spalte stehen die Programme, die nicht ausgefhrt
   werden (mit der Endung PRX). Diese Spalte ist doppelt so breit, wie
   die erste, weil die ausgeschalteten Programme meistens in der
   Mehrzahl sind.

2) Die mittlere Box beherbergt die Accessories. In der linken Spalte
   stehen die Accessories, die spter geladen werden (Namensendung ACC),
   in der rechten jene, die nicht geladen werden (Namensendung ACX).

3) Die rechte obere Box beherbergt die Setups.

4) In der rechten unteren Box sind drei Buttons zu finden:
   "Hilfe", "Fertig" und "Abbruch"



3.3 Auto-Ordner-Programme und Accessories
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Mchtest Du eine Datei umschalten, so zeige mit der Maus auf den
Namen und drcke auf die LINKE Maustaste. Die Datei wird aus der Liste
gelscht und in die andere Liste eingefgt. War sie also vorher in der
Liste der ausgeschalteten Accessories zu finden, so steht sie nun in
der Spalte links daneben als eingeschaltetes Accessory.

Die Datei wird an die Position einsortiert, an der sie spter ausge-
fhrt werden wird.

Keine Panik, noch ist nichts gendert! Alle nderungen werden erst dann
ausgefhrt, wenn Du das wirklich wollst. Dazu drcke mit der Maus in das
Feld "Fertig" (in der Box rechts unten).
Mchtest Du die nderungen lieber nicht ausfhren lassen, so drcke in
der Box rechts unten das Feld "Abbruch".

Es kann sein, da das Programm meldet, es knne die Datei nicht
verschieben, dann hast Du eine Datei angewhlt, die grau geschrieben
ist. Diese Dateien kannst Du nicht verschieben, weil
  - sie schreibgeschtzt ist,
  - weil es eine Datei gleichen Namens in der anderen Spalte gibt,
  - weil die andere Liste voll ist.

ACHTUNG: Wenn Deine Diskette/Festplatte mit einem Schreibschutz versehen
         ist, knnen die Dateien bei Programmende nicht umbenannt wer-
         den. Diese Art Schreibschutz wird vom Programm nicht erkannt!
         Du kannst also die Dateien verschieben, ohne da dies spter
         Auswirkungen zeigen wrde.

ACHTUNG: Du kannst soviele Accessories einschalten, wie in die Spalte
         fr passen. In den alten Betriebssystemversionen, sind maximal
         6 Accessories mgliche, unter MultiTOS sind es beliebig viele.

ACHTUNG: Auf einem normalen Atari SM124 Monitor knnen maxi mal jeweils
         21 ein- und 42 ausgeschaltete Dateien dargestellt werden.
         Solltest Du mehr besitzen, gibt es folgende Mglichkeiten:

         - greren Monitor kaufen,
         - einige Auto-Ordner-Programme/Accessories wegschmeien
         - das Programm wegwerfen und ein besseres benutzen.
         
         (Ich wrde brigens die zweite Methode bevorzugen)

Es ist mglich, in der Datei JCNBOOT.INF Informationen zu den Dateien
zu speichern. An diese Information gelangst Du, indem Du auf die Datei
zeigst und mit der RECHTEN Maustaste anklickst. Es erscheint eine Box
mit einem Informationstext (sofern vorhanden).



3.4 Setups
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Es gibt verschiedene Konfigurationen, die immer wieder auftreten.

Zum Beispiel mchtest Du, da automatisch ein bestimmtes Programm
gestartet wird (mglich ab TOS 1.04). Dieses Programm braucht GDOS
und ein bestimmtes ASSIGN.SYS und ein Accessory. Ein ganz bestimmtes
Auto-Ordner-Programm macht rger mit diesem Programm.
Am nchsten Tag httest Du gern eine ganz andere Konfiguration: Nur
der Desktop, ohne jedes Accessory, soll nach dem Booten erscheinen.

Dafr gibt es die Setups.

Diese kannst Du Dir selbst erstellen.
Schreibe Befehle in die Datei JCNBOOT.INF!

Im Programm kannst Du mehrere Setups auswhlen, sie werden nacheinander
ausgefhrt. Ein gewhltes Setup wird in fetter Schrift dargestellt.



3.5 Die Datei JCNBOOT.INF
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Die Datei JCNBOOT.INF wird von JCNBOOT.PRG beim Start in den Speicher
geladen und analysiert. Es handelt sich um eine reine Textdatei, in der
verschiedene Befehle stehen knnen.

Schaue Dir das Beispiel JCNBOOT.INF an. Willst Du etwas ndern, solltest
Du Dir vorher eine Kopie des Originals machen.

ndern kannst Du die Datei mit jedem Editor, der Ascii-Dateien
einlesen und auch wieder speichern kann.

Allgemeine Form der Datei:
Die Datei besteht aus einzelnen Zeilen. An jeder Stelle in der Zeile
kann ein Kommentar beginnen. Er gilt bis zum Zeilenende. Soll die
nchste Zeile auch als Kommentar gelten, mu wieder ein Kommentar
eingeleitet werden.
Der Beginn eines Kommentares ist ein "#" oder "*".

Einige Befehle bentigen Parameter, vergi diese nicht, sonst kann
JCNBOOT bei der Auswertung der Datei durcheinander kommen.

Den Befehlsbeschreibungen sind jeweils kleine Beispiele beigegeben.
Als Gesamtbeispiel soll die mitgelieferte Datei JCNBOOT.INF dienen.


Folgende Befehle sind mglich:

  Befehl       Parameter           Beschreibung

  START         -                   3.5.1
  TIMEOUT       1 (Anzahl Sekunden) 3.5.2
  ACCPATH       1 (Pfad+Maske)      3.5.3
  CPXPATH       1 (Pfad+Maske)      3.5.4
  ACC           2 (Name, Info)      3.5.5
  AUTO          2 (Name, Info)      3.5.6
  ACCALLOFF     -                   3.5.7
  CPXALLOFF     -                   3.5.8
  AUTOALLOFF    -                   3.5.9
  ACCON         1 (Dateiname)       3.5.10
  ACCOFF        1 (Dateiname)       3.5.11
  CPXON         1 (Dateiname)       3.5.12
  CPXOFF        1 (Dateiname)       3.5.13
  AUTOON        1 (Dateiname)       3.5.14
  AUTOOFF       1 (Dateiname)       3.5.15
  COPY          2 (Quelle, Ziel)    3.5.16
  RENAME        2 (alt, neu)        3.5.17
  SETUP         2 (Name, Info)      3.5.18
  HIDDENSETUP   1 (Name)            3.5.19
  ENDSETUP      -                   3.5.20
  DOSETUP       1 (Name)            3.5.21
  MOUSE         -                   3.5.22
  NOCLICK       -                   3.5.23
  NOBELL        -                   3.5.24
  HZ50          -                   3.5.25
  HZ60          -                   3.5.26
  COOKIE        1 (Anzahl)          3.5.27
  COOKIEVALUE   2 (Name, Wert)      3.4.28
  ENVIRONMENT   1 (Inhalt)          3.5.29
  PROCCACHE     -                   3.5.30
  DEFAULTSETUP  1 (Name)            3.5.31
  TIMESETUP     2 (Stunde,Name)     3.5.32
  DOWNCASE      -                   3.5.33
  NAMEAS        2 (Name,Ersatzname) 3.5.34
  XFRB          -                   3.5.35  



3.5.1 Befehl START
------------------

Einige Benutzer des Programm wollten unbedingt, da das Programm immer
startet. Da die Info-Datei ab Version 1.03 immer ausgewertet wird, kann
diesem Wunsch nun entsprochen werden.

Steht in der Info-Datei der Befehl START, so startet das Programm auf
jeden Fall - es sei denn es wurde vorher die Taste ESC gedrckt.

Es sollte darauf geachtet werden, da dieser Befehl nicht in einem
Setup (s.u.) steht, da er an solcher Stelle keine Auswirkungen htte.



3.5.2 Befehl TIMEOUT
--------------------

Parameter ist eine Zahl, die eine Anzahl von Sekunden angibt. 

Wird nach dem Start von JCNBOOT nichts getan (Taste gedrckt, 
Maus gedrckt oder bewegt), so wird das Programm nach der Anzahl 
von Sekunden automatisch beendet.

Sehr praktisch in Verbindung mit dem Befehl START.

Beim Start vom Desktop aus nicht aktiv.



3.5.3 Befehl ACCPATH
--------------------

Es gibt Programme und Plattentreiber, die es ermglichen, Accessories
von anderer Stelle als dem Wurzelverzeichnis des Bootlaufwerkes zu
laden.

Damit niemand in meinem Programm rumfummeln mu, habe ich ab Version
1.03 diesen Befehl eingebaut. Mit ihm kann bestimmt werden, wo die
Accessories zu suchen sind.

Beispiel:

  ACCPATH   \ACC\*.AC?

Dieser Befehl bewirkt, da die Accessories im angegebenen Ordner ACC
des aktuellen Laufwerkes gesucht werden.

ACHTUNG: Bitte nicht die passende Maske ('*.AC?') vergessen, sonst
         wird keine Datei gefunden.



3.5.4 Befehl CPXPATH
--------------------

Das modulare Kontrollfeld Xcontrol kann Module laden. Diese knnen in einem
Ordner liegen und haben haben die Endung CPX.

Damit JCNBOOT wei. wo die Module zu finden sind, ist dieser Befehl notwenig.

Beispiel:

  CPXPATH   \SYS\CPX\*.CP?

Dieser Befehl bewirkt, da die Module im angegebenen Ordner \SYS\CPX
des aktuellen Laufwerkes gesucht werden.

ACHTUNG: Bitte nicht die passende Maske ('*.CP?') vergessen, sonst
         wird keine Datei gefunden.



3.5.5 Befehl ACC
----------------

Hinter diesen Befehl schreibst Du den Namen eines Accessories, hinter
den Namen eine Information zu dem Accessory. Diese Information mu in
Gnsefchen gesetzt sein. Die Information erscheint in einer Box im
Programm, wenn die Datei mit der rechten Maustaste angeklickt wird.

Beispiel:
  ACC CONTROL 'Das Kontrollfeld der Firma Atari'



3.5.6 Befehl AUTO
-----------------

Siehe 3.5.5 entsprechend fr Auto-Ordner-Programme



3.5.7 Befehl ACCALLOFF
----------------------

Dieser Befehl schaltet alle Accessories aus.

Beispiel:
  ACCALLOFF                   # Alle Accessories ausschalten



3.5.8 Befehl CPXALLOFF
----------------------

Dieser Befehl schaltet alle CPX-Module aus.

Beispiel:
  CPXALLOFF                   # Alle CPXe ausschalten



3.5.9 Befehl AUTOALLOFF
-----------------------

Dieser Befehl schaltet alle Auto-Ordner-Programme aus.

Beispiel:
  AUTOALLOFF                  # Alle Auto-Ordner-Programme ausschalten



3.5.10 Befehl ACCON
-------------------

Dem Befehl folgt der Name eines Accessories.
Der Befehl schaltet das angegebene Accessory ein.


Beispiel:
  ACCON  CHMELEON             # Das Accessory CHAMELEON einschalten



3.5.11 Befehl ACCOFF
--------------------

Dem Befehl folgt der Name eines Accessories.
Der Befehl schaltet das angegebene Accessory aus.

Beispiel:
  ACCOFF FREERAM              # Das Accessory FREERAM ausschalten



3.5.12 Befehl CPXON
-------------------

Dem Befehl folgt der Name eines CPX-Moduls.
Der Befehl schaltet das angegebene Modul ein.


Beispiel:
  CPXON  MACCEL             # Das Modul fr das Programm Maccel einschalten



3.5.13 Befehl CPXOFF
--------------------

Dem Befehl folgt der Name eines CPX-Moduls.
Der Befehl schaltet das angegebene Modul aus.

Beispiel:
  CPXOFF COLOR              # Das Modul Color ausschalten



3.5.14 Befehl AUTOON
--------------------

Dem Befehl folgt der Name eines Auto-Ordner-Programms.
Der Befehl schaltet das angegebene Programm ein.

Beispiel:
  AUTOON JCNBOOT              # Das Programm JCNBOOT einschalten



3.5.15 Befehl AUTOOFF
---------------------

Dem Befehl folgt der Name eines Auto-Ordner-Programms.
Der Befehl schaltet das angegebene Programm aus.

Beispiel:
  AUTOOFF MACCEL3             # Kein Mausbeschleuniger



3.5.16 Befehl COPY
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Dem Befehl folgen die Namen zweier Dateien. Mit diesem Befehl kann man
eine Datei kopieren. Der erste Name ist der Name der Quelle, der zweite
der Name des Ziels.

Dieser Befehl ist nur wirksam in den Setups.

Der Befehl kopiert beliebige Dateien, sofern sie in den freien Speicher
passen. So ist es mglich, sich verschiedene DESKTOP.INF- oder ASSIGN.SYS-
oder MUPFEL.MUP-Dateien zu erstellen und von verschiedenen Setups gezielt
an den richtigen Platz kopieren zu lassen.

Die Namen der Dateien sind am besten vollstndig (Laufwerk + Pfad + Name)
anzugeben.

Die Zeile im Beispiel kopiert die Datei GEMINI.DSK aus dem Ordner JCNBOOT
im Ordner AUTO auf Laufwerk C: in das Wurzelverzeichnis des Laufwerke C:
und nennt das Ergebnis des Kopierens DESKTOP.INF (ACHTUNG: Ein vorher
vorhandenes DESKTOP.INF wird dabei berschrieben).

Beispiel:
  COPY   C:\AUTO\JCNBOOT\GEMINI.DSK   C:\DESKTOP.INF

ACHTUNG: Im Beispielordner sind verschiedene Desktops vorhanden (mit
         der Extension DSK). Das heit nicht, da nur solche Dateien
         kopiert werden knnen. Wie schon beschrieben, knnen beliebige
         Dateien kopiert werden.



3.5.17 Befehl RENAME
--------------------

Mit diesem Befehl kann man Dateien umbenennen. Zuerst schreibt man
nach dem Befehl den alten Dateinamen, danach den neuen Namen.
Beide Namensangaben mssen eindeutig sein, d.h. es muss ein Lauf-
werk und der vollstndige Pfad angegeben werden.

Diese Befehl ist ntzlich, wenn man vor dem Kopieren einer Datei die
alter Version sichern mchte oder in einer bestimmten Konfiguration
sicher sein mu, da eine Datei NICHT vorhanden ist. Ein Befehl DELETE,
welcher die Datei lscht, erschien mir zu gefhrlich.

Beispiel
  RENAME  C:\DESKTOP.INF             C:\DESKTOP.BAK
  COPY    C:\AUTO\JCNBOOT\GEMINI.DSK C:\DESKTOP.INF

In dem Beispiel wird also vor dem Kopieren das alte DESKTOP.INF
in DESKTOP.BAK umbenannt.



3.5.18 Befehl SETUP
-------------------

Dem Befehl folgen ein Name und eine Information.

Der Name erscheint in der rechten oberen Box im Programm
(unter dem Titel "SETUPS").

Die Information erscheint in einer Box , wenn man mit der rechten
Maustaste auf den Namen des Setups klickt (bitte bei der Information
auf keinen Fall die Gnsefchen vergessen!).

Ein Setup wird mit dem Befehl ENDSETUP beendet. Alle Zeilen, die zwischen
diesen beiden Befehlen stehen, werden erst bei Anwahl im Programm aus-
gefhrt (nicht schon bei Programmstart).


Der Name des SETUPS ist weitgehend frei whlbar. Wenn er Leerzeichen
(sog. Blanks) enthalten soll, mu er in Gnsefchen gesetzt werden,
sonst kommt das Programm ins schleudern, weil es dann nicht mehr wei,
wo der nchste Befehl anfngt.
Also wre die folgende Zeile legal:
   SETUP  'Jens ist doof'  'Setup fr den Start einen dummen Programms'
folgende Zeile jedoch nicht (das Programm kme arg durcheinander):
   SETUP  Jens ist doof    'Setup fr ...'
Das kommt daher weil das Programm folgende Wrter 'sieht':
<SETUP> <Jens> <ist> <doof> <Setup fr ...>
Der Name des Setups wre also "Jens", die Information hiee "ist" und
"doof" wrde als erster Befehl des Setups interpretiert...


Beispiel:
  SETUP  'Gemini'  'Gemini automatisch starten'

     ACCALLOFF                # Alle Accessories ausschalten
     ACCON     CHAMELEON      # Das brauchen wir garantiert
     ACCON     TREEVIEW       # Dieses ebenfalls

     AUTOON    AMCGDOS        # Wir brauchen auf jeden Fall das GDOS

     # Desktop.Inf fr automatischen GEMINI-Start kopieren
     COPY      C:\AUTO\JCNBOOT\GEMINI.DSK  C:\DESKTOP.INF

  ENDSETUP

Beispielende.


Im Beispiel wird folgendes gemacht: Es wird ein Setup mit dem Namen
"Gemini" installiert. Wenn mit der rechten Maustaste auf diesen Namen
geklickt wird, erscheint der Text in den Gnsefchen in einer Box.

Beim Anwhlen des Setups wird folgendes passieren: alle eingeschalten
Accessories verschwinden und tauchen in der Liste fr ausgeschaltete
Accessories wieder auf.
Die Accessories CHAMELEON und TREEVIEW werden gezielt eingeschaltet.
Das Grafiktreiber AMCGDOS wird eingeschaltet.

ACHTUNG: GDOS solltest Du am besten immer eingeschaltet haben (entweder
         als AMCGDOS oder AMCLIGHT von Arnd Beissner oder als GDOS von
         Atari oder eingebaut im schnellen VDI-Ersatz NVDI), weil es
         Teil des Betriebsystems ist und immer mehr Programme mit GDOS
         arbeiten und dessen Mglichkeiten nutzen.

Wenn Du nun irgendwann die Box mit dem Namen "Fertig" anwhlst, werden
die nderungen zusammen mit dem Kopierbefehl ("COPY ...") ausgefhrt.


ACHTUNG: Der Befehl ENDSETUP darf nicht vergessen werden.



3.5.19 Befehl HIDDENSETUP
-------------------------

Dieser Befehl hat den Zweck ein Setup zu definieren, welches nicht
auf dem Bildschirm angezeigt wird und somit nicht anwhlbar ist.

Was soll das?

In 3.5.21 wird der Befehl DOSETUP erklrt. Mit ihm ist es mglich aus
einem Setup heraus ein anderes Setup aufzurufen. Dieses aufgerufene
Setup kann ein normales (SETUP) oder ein verstecktes (HIDDENSETUP)
Setup sein.

Wozu das Setup verstecken?

Viele Setups haben gewisse hnlichkeiten (zum Beispiel das Einschalten
bestimmter liebgewonnener Accessories). Diese Gemeinsamkeiten kann man
nun in ein anderes Setup auslagern. Da die Anzahl der Setups auf dem
Bildschirm begrenzt ist, kann man Setups, die man eigentlich gar nicht
sehen mchte, sondern, die nur vorhanden sein sollen mit dem Befehl
HIDDENSETUP verstecken.

ACHTUNG: Im Gegensatz zu den angezeigten Setups hat dieser Befehl nur
         einen Parameter, nmlich seinen Namen. Die Information htte
         keinen Sinn, weil das Setup ja nicht angezeigt wird.

Ansonsten gilt das in 3.5.18 fr den Befehl SETUP gesagte analog fr
diesen Befehl (zum Beispiel die Namensgebung etc.).


Beispiel:
  HIDDENSETUP  'Beste ACCs'

     ACCALLOFF                # Alle Accessories ausschalten
     ACCON     CHAMELEON      # Das brauchen wir garantiert
     ACCON     TREEVIEW       # Dieses ebenfalls
     ACCON     XCONTROL       # dito

  ENDSETUP  # Auch hier das ENDSETUP nicht vergesse!



3.5.20 Befehl ENDSETUP
----------------------

Beendet eine mit SETUP oder HIDDENSETUP begonnene Setup-Definition.

Es ist sehr wichtig, das dieser Befehl nicht vergessen wird, sonst
gehrt der gesamte Rest des Textes in der Informationsdatei zu dem
begonnenen Setup.

Beispiel: siehe 3.5.18 und 3.5.19



3.5.21 Befehl DOSETUP
---------------------

Ruft innerhalb eines Setups ein anderes Setup auf.

Beispiel:

SETUP JENSDOOF 'Eine Demonstration'

  DOSETUP 'Gemini'        # JENSDOOF arbeitet unter Gemini
  DOSETUP 'Beste ACCs'    # Unsere Lieblings-Accs einschalten
  AUTOON  JENSINIT        # JENSDOOF braucht dieses Programm

  COPY    C:\AUTO\JCNBOOT\JENSDOOF.MUP  C:\GEMINI\MUPFEL.MUP

ENDSETUP

Das Beispiel ruft zuerst das Setup mit dem Namen GEMINI auf.
Dieses Setup wurde in 3.5.18 definiert.

Danach ruft es das versteckte Setup mit dem Namen "Beste ACCs" auf.
Dieses Setup wurde in 3.5.18 definiert.

Danach werden noch andere Arbeiten erledigt, die hier jetzt nicht
interessieren.

ACHTUNG: Die Gnsefchen bei den Namen der aufgerufenen Setups knnen
         weggelassen werden, wenn der Name des Setups aus nur einem
         Wort besteht (also kein Leerzeichen enthlt).
         Zum Beispiel wren die folgenden drei Zeilen
           DOSETUP GEMINI
           DOSETUP gemini
           DOSETUP 'Gemini'
         alle gleichwertig und wrden das Setup aus 3.5.18 aufrufen!



3.5.22 Befehl MOUSE
-------------------

Befindet sich dieser Befehl in der Datei, wird ein Mausbeschleuniger
installiert - allerdings nur, wenn das Programm nicht vom GEM aus
gestartet wurde (dann hat man sowieso einen anderen installiert).

Willst Du keinen Beschleuniger, lsche die Zeile, oder schreibe
sie als Kommentar (ein "#" oder "*" vor den Befehl setzen).

Beispiel:
  MOUSE                 # Mausbeschleuniger einschalten



3.5.23 Befehl NOCLICK
---------------------

Das Programm ist auch per Tastatur zu bedienen. Wenn dabei das Klicken
der Tastatur strt, kann es mit diesem Befehl ausgeschaltet werden.

Willst Du den Klick hren, lsche die Zeile, oder schreibe sie als
Kommentar (ein "#" oder "*" vor den Befehl setzen).

Beispiel:
  NOCLICK               # Tastaturklick ausschalten


ACHTUNG: Das Kontrollfeld setzt auf jeden Fall seinen gespeicherten Wert
         fr den Tastaturklick.



3.5.24 Befehl NOBELL
--------------------

Wird dieser Befehl gefunden, wird die Glocke ausgeschaltet.

ACHTUNG: Das Kontrollfeld setzt auf jeden Fall seinen gespeicherten Wert
         fr die Glocke.



3.5.25 Befehl HZ50
------------------

Der Befehl schaltet die Videohardware auf 50 Hertz um. Hat nur
Auswirkungen im Betrieb mit Farbmonitor.

ACHTUNG: Dieser Befehl funktioniert nur auf einen ST!



3.5.26 Befehl HZ60
------------------

Der Befehl schaltet die Videohardware auf 60 Hertz um. Hat nur
Auswirkungen im Betrieb mit Farbmonitor.

ACHTUNG: Dieser Befehl funktioniert nur auf einem ST!



3.5.27 Befehl COOKIE
--------------------

Ein Cookie-Jar ist eine sehr ntzliche Sache. Wer nicht wei, was das
ist, mge sich bitte an anderer Stelle darber informieren (kurz:
damit ist es mglich, da das Betriebssystem oder residente Programme
Informationen zugnglich machen und mit echten Programmen kommunizieren
knnen).

Leider wird solch ein Cookie-Jar erst ab einer TOS-Version grer 1.04
angelegt (und leider bietet dieser Jar auch nur eine kleine Zahl von
Eintrgen).

Da JCNBOOT normalerweise das erste Programm im AUTO-Ordner ist, bietet
es sich an, da es auch einen gengend groen Cookie-Jar anlegt.

JCNBOOT legt von sich aus automatisch einen Cookie-Jar an. Dieser hat
eine Gre von 50 Eintrgen. Mchte man einen Cookie-Jar mit einer an-
deren Gre, so verwendet man den Befehl COOKIE. Ebenso bentigt man
den Befehl, wenn man das Anlegen eines Cookie-Jars durch JCNBOOT ver-
hindern mchte (siehe Beispiel 3).

Da ich einen grozgigen Jar nett finde, ist das Minimum auf 32 gesetzt
(alle Zahlen kleiner 32 werden ignoriert und es wird die 32 genommen).
Das Maximum liegt bei 512, so viel braucht man aber gewi nicht. Die
sinnvolle Grenordnung liegt bei wenigen Dutzend.


Beispiel 1:
  COOKIE 64
Der Befehl im Beispiel legt einen Cookie-Jar mit 64 Eintrgen an.


Beispiel 2:
  COOKIE 16
Der Befehl legt einen 32 Eintrge groen Jar an, denn 32 ist das Minimum!


Beispiel 3:
  COOKIE 0
Der Befehl bewirkt, da JCNBOOT keinen Cookie-Jar anlegt. Es kann
jedoch nicht verhindert werden, da andere Programme einen Cookie-Jar
anlegen!


ACHTUNG: Die Zahl hinter dem Befehl bitte NICHT vergessen, da sonst
         das Programm mit seinen Befehlen durcheinander kme.

ACHTUNG: Fr alle Paniker: Alle eventuell vorhandenen Cookies werden in
         den neuen Jar kopiert.

ACHTUNG: Der Befehl wird ignoriert, wenn das Programm vom Desktop aus
         gestartet wurde!



3.5.28 Befehl COOKIEVALUE
-------------------------

Es ist ab Version 1.06 des Programms mglich "per Hand" Cookies anzulegen.

Das kann ntzlich - aber auch gefhrlich sein. 

Ich kann nur warnen: lege einen Cookie nur dann an, wenn Du weit, was Du tust!


Beispiel:

  COOKIEVALUE  'Jens'   $1234ABCD
  COOKIEVALUE  'MUCK'   'Love'
  

Cookie-Namen mssen GENAU 4 Buchstaben haben, der Wert ist ein 32-Bit-Wert,
der als HEX-Zahl (mit fhrendem "$") oder als Name (vier Buchstaben) angegeben 
werden kann. Anfhrungszeichen verhindern ein Umwandeln in Grobuchstaben.

  
  
3.5.29 Befehl ENVIRONMENT
-------------------------

ber Sinn und Zweck des Environments mge man sich bitte an anderer
Stelle informieren. Wer einen kurzen, guten Einleitungstext wei
(ein Absatz) mge ihn mir schicken, dann kommt er an Stelle dieses
dmlichen Absatzes.

Setzt das Environment des Betriebssystems.

Dieser Befehl kann das AUTO-Ordner-Programm ENV.PRG und andere
"Environment-Setter" ersetzen.

Der Befehl darf durchaus mehrfach auftauchen, da ein Befehl jeweils
nur eine Environment-Variable definieren kann.

Beispiel:

  ENVIRONMENT   'PATH=;C:\;C:\RESOURCE;C:\GEMINI\BIN;A:'
  ENVIRONMENT   'SCRAPDIR=C:\CLIPBRD'

ACHTUNG: Im Beispiel knnten die Anfhrungszeichen durchaus auch wegge-
         lassen werden. Sollte allerdings eine Enironment-Definition
         ein Leerzeichen enthalten, so sind die Anfhrungszeichen ein
         Mu.

ACHTUNG: Dieser Befehl wird ignoriert, wenn das Programm vom Desktop aus
         gestartet wurde!



3.5.30 Befehl PROCCACHE
-----------------------

Nur fr Rechner mit 68030 oder hher!


Mit diesem Befehl kann man die prozessorinternen Caches einschalten.

Der AUTO-Ordner sollte dadurch schneller abgearbeitet werden 
(ich merke jedoch keinen Unterschied).

Funktioniert mit den 68030er-Rechnern. Wer diesen Befehl auf auf einem
normalen ST mit 68000er anwendet, ist selbst Schuld, wenn es Bomben hagelt.



3.5.31 Befehl DEFAULSETUP
-------------------------

Dem Befehl folgt der Name eines mit SETUP/ENDSEUP definierten Setups.

Dieses Setup wird bei jedem Start aus dem AUTO-Ordner aufgerufen.

Der Befehl bewirkt, da das Programm auf jeden Fall startet (wie der 
Befehl START) und ein TIMEOUT von 10 Sekunden gesetzt wird. Sodann wird
das angegebene Setup ausgefhrt.


Beispiel
   DEFAULTSETUP  JedenTag    # Dieses Setup immer ausfhren
   TIMEOUT       1           # Nur eine Sekunde warten


ACHTUNG: Wird nicht aktiviert, wenn das Programm von Hand gestartet wurde
         (mit Start- oder Funktionstaste).



3.5.32 Befehl TIMESETUP
-----------------------

Dem Befehl folgt eine Zahl als Uhrzeit und der Name eines mit 
SETUP/ENDSEUP definierten Setups.

Wenn die Uhrzeit beim Ausfhren von JCNBOOT mit der angegebenen Zahl 
bereinstimmt, dann wird JCNBOOT gestartet, das angegebene Setup ausgewhlt 
und ein Timeout von 10 Sekunden gesetzt.

Wenn die 10 Sekunden ohne Benutzeraktion verstrichen sind, wird das Setup 
ausgefhrt und das Programm automatisch beendet.

So kann man morgens den Rechner mit einer Zeitschaltuhr einschalten und mit 
einem passenden Setup veranlassen, da eine Mailbox angerufen wird.


Beispiel
   TIMESETUP  06 Maustausch  # Wenn es 6 Uhr morgens ist, dieses Setup ausfhren


ACHTUNG: Wird nicht aktiviert, wenn das Programm von Hand gestartet wurde
         (mit Start- oder Funktionstaste).



3.5.33 Befehl DOWNCASE
----------------------

Durch diesen Befehl werden alle Dateinamen kleingeschrieben dargestellt.



3.5.34 Befehl NAMEAS
--------------------

Der Befehl hat zwei Parameter:
 1. Name der Datei, so wie er vom Dateisystem zurckgegeben wird
 2. Ersatzname

Mit diesem Befehl ist es mglich, den Namen in der Liste zu beeinfluen.
Das normale Dateisystem des Atari erlaubt lediglich acht Zeichen im Vornamen,
was bei vielen Programmen dazu fhrt, da der Name nur verstmmelt geschrieben
wird (z.B. "SLECTRIC" statt "Selectric"). 

Der Befehl ermglicht nun dreierlei:
 1. Dateinamen anders geschrieben erscheinen lassen
 2. das mit Gro- und Kleinbuchstaben, Umlauten und Leerzeichen
 3. lngere Namen, als lediglich acht Buchstaben


Beispiel
   NAMEAS  JCNBOOT   "Bootselektor"
   NAMEAS  LETEMFLY  "Let 'em Fly!"


ACHTUNG: Ist auch nur einer der Ersatznamen lnger als acht Buchstaben, so wird
         die Anzeige gnadenlos umgeschaltet. Es gibt dann berall nur noch eine
         Spalte. Leute mit vielen Dateien und kleinem Monitor haben leider Pech.

ACHTUNG: Die maximale Lnge eines Ersatznamens betrgt (leider) nur 14 Zeichen,
         alles was lnger ist, wird gnadenlos abgeschnitten.
         

3.5.35 Befehl XFRB
------------------

Dieser Befehl bringt JCNBOOT dazu, einen "eXtended-Fast-RAM-Buffer" (XFRB) anzulegen.

[Hier befindet sich ein Dokumentationsloch! In der nchsten Version soll hier stehen,
wozu dieser Buffer gut sein soll]




4. TASTATUR
===========

Das Programm lt sich vollstndig mit der Tastatur bedienen.

Die Auswahl von Dateien und Setups geschieht ber eine Marke, die mit
den Pfeiltasten steuerbar ist. Am Programmanfang ist diese Marke nicht
zu sehen. Drcke eine der Pfeiltasten, so wird die erste Datei markiert
(das oberste eingeschaltete Auto-Ordner-Programm). 

Die Marke wird mit den Pfeiltasten bewegt. Das Ein- oder Ausschalten
einer Datei geschieht mit der Leertaste oder Insert. Mchte man eine
Information zu der Datei haben (entsprechend Klick mit rechter Maustaste),
drcke Control-I.

Das Programm kann man positiv beenden mit RETURN oder Control-Q. Dies ent-
spricht einem Mausklick auf die Box mit dem Namen "Fertig".

Das Programm kann abgebrochen werden mit ESC. Dies entspricht 
einem Mausklick auf die Box mit dem Namen "Abbruch".

Eine kleine Hilfe kann man sich mit der Taste HELP herbeizaubern.

Tasten im berblick:

Pfeiltasten  Marke in entsprechende Richtung bewegen.
Leertaste    Mit Marke angewhlte Datei Ein- bzw. Ausschalten
Insert       dito
RETURN       Programm beenden, alle nderungen ausfhren
ENTER        dito
^Q           dito
ESC          Programm abbrechen, nderungen verwerfen
^I           Information zu mit Marke angewhlter Datei zeigen
^W           Zwischen der Darstellung und Accessories und CPXen wechseln
HELP         Kleine Box mit Hilfstext zeigen
F1 bis F10   Damit kann man die Setups 1 bis 10 auswhlen.




5. TECHNISCHES
==============


5.1 Bildschirmausgaben
----------------------

Alle Ausgaben erfolgen via VDI.

Wegen der Flle der dargereichten Informationen ist eine gewisse
Bildschirmgre von nten. Diese betrgt 80 Zeichen in der Breite.



5.2 Hardware
------------

Das Programm sollte auf jedem ST-kompatiblen Computer laufen.

Zu beachten ist, da das Programm Dateien umbenennt und ggf. auch
kopiert. Die entsprechenden Laufwerke drfen deshalb ber keinen
Schreibschutz verfgen, soll das Programm seine Arbeit verrichten.



5.3 Mausbeschleuniger
---------------------

Der Mausbeschleuniger arbeitet quadratisch und hngt im "mousevec".
Der Beschleuniger wird nur durch den Befehl "MOUSE" in der Info-Datei
wirksam und auch nur dann, wenn kein AES aktiv ist.

Der Mausbeschleuniger wird mit Programmende wieder entfernt!



5.4 Verbogene Vektoren
----------------------

Ist der Mausbeschleuniger aktiv, so sind zwei Vektoren verbogen:
mousevev und etv_term. Beide benutzen das XBRA-Verfahren mit der
ID 'JCNB'.

mousevec wird benutzt, um zu beschleunigen, etv_term, um den
Beschleuniger bei Programmende hinauszuwerfen.

Wird ein Cookie-Jar angelegt, wird der Vektor _resvecor verbogen,
er zeigt auf eine Routine, die die Speicherstelle p_cookie lscht.
Dies gilt allerdings nur, wenn vor JCNBOOT noch kein Cookie-Jar
vorhanden war.

Wird der Befehl ENVIRONMENT benutzt, wird die Vektor exec_os verbogen,
er zeigt auf eine Routine, die das Environment der aufgerufenen Shell
setzt (normalerweise der Desktop).



6. BEKANNTE FEHLER
==================

1) Es gibt eine Maximalzahl von mglichen Namen. Fr jede der Boxen
   ist das Maximum 120. Das heit, da Du nicht mehr als 120 Accessories
   auf der Platte haben solltest...

2) Beim mehrfachen gemischten Ein- und Ausschalten verschiedener
   Setups kommt es vor, da das Programm etwas durcheinander kommt.
   Dann werden pltzlich Programme eingeschaltet, obwohl sie ausge-
   schaltet werden mssten - und andersherum.

3) Das Programm schnappt sich bis auf einen kleinen Rest den gesammten
   Speicher. Es ist also im Multitasking-Betrieb nicht sehr nett - jedoch
   ist Multitasking im AUTO-Ordner kaum aktiv und vom Desktop aus wird 
   das Programm selten gestartet.



7. VERSIONEN
============

Folgende Versionen von JCNBOOT gibt es:


  1.00  24.04.1991
  ----------------
  
  - Erste ffentliche Version


  1.01  26.04.1991
  ----------------

  - Tastatur-Bug beseitigt 


  1.02  23.05.1991
  ----------------

  - Gendertes Startverhalten (nur noch bei Tastendruck vor Programmstart)
  - Lngere Setupnamen mglich (14 Zeichen).
  - Nun auch kleingeschriebene Setupnamen mit Leerzeichen mglich. 
  - Box mit den Setups etwas hher (mehr Setups darstellbar).
  - Befehl HIDDENSETUP eingebaut 
  - Befehl RENAME eingebaut (Dateien umbenennen). 
  - Angewhlte Setups werden jetzt FETT dargestellt (ohne Nummer davor).
  - Die ersten zehn Setups lassen sich ber die Funktionstasten anwhlen.
  - Die Infoboxen zu den Filenamen nennen die Betreffende Datei nochmals
  - Doubletten werden richtig erkannt und "disabled" dargestellt
  - Wind_Update bei Start vom Desktop.
  - Die Dateien werden nun immer in der physikalischen Reihenfolge aufgelistet


  1.03  01.07.1991
  ----------------

  - Tastatur-Auswahl-Bugfix
  - Beim Kopieren werden nun die Namen richtig angezeigt
  - Hiddensetups nicht mehr anwhlbar per Funktionstaste
  - Shift-F1 bis Shift-F10 whlen ein Setuop und beenden das Programm
  - Fette Schrift fr verschobene Programme
  - Zeichenketten werden durch Zeilenende zwangsbeendet
  - Befehl 'HZ60' dokumentiert.
  - Befehl 'HZ50' eingebaut.
  - Befehl 'ACCPATH' eingebaut. 
  - Suchen der Infodatei erst im aktuellen, dann im AOTO-Ordner
  - Das Info-File wird nun immer eingelesen (wichtig fr die folgenden Befehle)
  - Befehl 'START' eingebaut (immer starten)
  - Befehl 'COOKIE' eingebaut (Cookie-Jar anlegen)
  - Befehl 'ENVIRONMENT' eingebaut. Setzt das Environment des TOS.


  1.04  01.08.1991
  ----------------

  ACHTUNG: Wegen eines schweren Fehlers sind bitte alle ereichbaren Kopien
           dieser Version zu entfernen (besonders in Mailboxen)!
           
  - In 1.03 funktionierte der Mausbeschleuniger nicht
  - Beliebig viele Setups mglich
  - Die Buttons haben keinen eigenen Kasten mehr, mehr Platz fr Setups
  - Keine Ausgabe auf VT52 beim Start vom Desktop
  - JCNBOOT legt jetzt auf jeden Fall einen Cookie-Jar an (auer bei "COOKIE 0")


  1.05  15.09.1991
  ----------------

  - Schweren Fehler aus 1.04 beseitigt.
  - Alter Cookie-Jar wird nun korrekt kopiert
  - Meldung, wieviele Pltze im Jar angelegt wurden


  1.06  18.04.1993
  ----------------

  - Neue Adresse meinerseits
  - Kleine Bugfixes
  - Programm ist nun Beggerware (dringender Spendenaufruf)
  - Programm kann mit Control-Q verlassen werden (enspricht RETURN)
  - Neuer Befehl PROCCACHE
  - Neuer Befehl COOKIEVALUE
  - Neuer Befehl TIMEOUT
  - Neuer Befehl DEFAULTSETUP
  - "#" als Kommentareinleitung mglich


  1.07  15.06.1993
  ----------------

  - F1 bis F10 vor Start: JCNBOOT startet, whlt Setup und beendet sich
  - Wird nun in TT-RAM geladen
  - Accessories werden alphabetisch sortiert
  - Bei zu kleinem Bildschirm wird wieder versucht, nach ST-Mid zu schalten.
  - Korrektueren an dieser Anleitung


  1.08  20.06.1993
  ----------------

  - Mausbeschleuniger funktionierte in 1.07 nicht mehr
  - Die Adresse $04F2 ("shell_p") im Speicher des Atari wird auf Null gesetzt
  - Neuer Befehl TIMESETUP
  - Neuer Befehl NOBELL


  1.09  26.11.1993
  ----------------

  - Neuer Befehl DOWNCASE
  - Neuer Befehl NAMEAS
  - Auf Wunsch Installation eines Extended-Fast-RAM-Buffers (XFRB)
  - Neue Adresse meinerseits (siehe Textanfang)
  
  
  1.10  30.11.1993
  ----------------
  
  - Bugfix: HELP schmeit keine Bomben mehr.
  - Bugfix: Mesageboxen hinterlassen keine Rahmen mehr
  - Dokumentation des XFRB-Befehls nachgeholt (Befehl: XFRB)


  1.11  04.12.1993
  ----------------
  
  - Bugfix: Aufruf eines HIDDENSETUPs schmeit keine Bomben mehr


  1.12  23.12.1993
  ----------------
  
  - Bugfix: wenn keine ACCs vorhanden, dann waren die Setups nicht 
    mit der Maus anwhlbar (ich glaube, nur auf Ataris mit 68030)
  - Stringausgabe beschleunigt


  1.13  04.01.1994
  ----------------
  
  - "niedliches" Umsortieren der Namen entfernt, dadurch wesentlich schneller
  - Befehl TIMEOUT beim Start vom Desktop nicht mehr aktiv
  - UNDO stellt den Zustand beim Start des Programms wieder her
  - Darstellung und nderung von CPXen mglich (siehe Kapitel 4 Tastatur)
  - Information ber Programme auf Control-I gelegt
  - Probleme mit Default- und Timesetup gefixed
  - Neue Befehle: CPXPATH, CPXALLOFF, CPXON, CPXOFF
